Aufruhr in einer Schule in Queensland (Australien). 11 Schüler bekamen zur Hausaufgabe, den Abschiedsbrief eines Selbstmörders zu verfassen.
Desweiteren wurden sie gebeten, ein Gedicht, in dem es um einen Fötus geht, welcher gerade abgetrieben wird, zu erörtern. Ein Sprecher des Bildungsamtes entgegnete, dass nur eine Familie gegen diese Aufgabe geklagt habe.
Der Grossvater eines 15-Jährigen war empört gewesen, als er von seinem Enkel hörte, dass dieser einen Suizidbrief verfassen solle: 'Es gibt genug Tod, Verzweiflung und Hoffnungslosigkeit in der Welt. Die Schulen müssen dieses Zeug nicht lehren'.
ziemlich krass sowas
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zuerst dachte ich, dass es ein aprilscherz ist, weil die nachricht von gestern ist, aber dann dachte ich, dass das ein verdammt geschmackloser aprilscherz wäre
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Ich find das vollkommen ok!
Die "Briefe an den Brieffreund", die wir in der Schule schreiben mussten, waren doch total langweilig, und hatten null Lerneffekt. Hier wird nicht nur die Fantasie gefördert, sondern auch der umgang mit Gefühlen geübt. Also in meinen Augen eine vollkommen legitime und auch gute Sache!
Greetz,
Messiah
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Einerseits sind solche Hausaufgaben sehr markaber, aber andererseits finde ich es gut, dass diese Generation mit Dingen wie Selbstmord und Abtreibung konfrontiert wird. Denn es ist besser, frühzeitig an solche Themen herangeführt zu werden, als nachher dann, wenn es zu spät ist, die Schuld bei der fehlenden Erziehung oder der zu geringen oder oberflächlichen Information zu suchen....
Gruß
MM
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Da bin ich mit Maria Magdalena ganz einer Meinung!
In den Schulen wird teilweise so ein Schwachsinn gelehrt, den kein Mensch im Alltagsleben braucht. Dabei soll die Schule ja auch irgendwie aufs Leben vorbereiten. Ich find das gar nicht schlecht, dass solche Dinge angesprochen werden, schließlich hat man sie lang genug totgeschwiegen. Wenn man sich mal im Bekannten oder Freundeskreis umhört, wird man überrascht sein, wieviel Leute zum Beispiel jemanden kennen, der sich das Leben genommen hat.
Wenn sich Schüler einmal so intensiv mit dem Thema auseinander gesetzt haben, sind sie vielleicht irgendwann einmal in der Lage einen solchen Abschiedsbrief auch sofort richtig zu verstehen und zu reagieren. Damit wäre dann diese makabre Hausaufgabe tatsächlich sinnvoll gewesen.
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Grundsätzlich finde ich es völlig in Ordnung, sich mit solchen Dingen auseinander zu setzen. Das trägt eine Menge zur Selbsfindung bei. Fraglich nur, ob das in diesem Alter schon sinnvoll ist. Vielleicht sind die Kids noch nicht ganz in der Lage, die Eindrücke, die sie dabei gewinnen werden, richtig verarbeiten zu können.
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Bis irgendwann...
06.04.2004 21:20
Stone unregistriert
Mag schon sein, dass es in Ordnung sein kann sich mit sowas zu befassen @finiteEternity. Aber ich bin der Meinung, dass es nicht mit 15 Jahren sein muss und schon gar nicht in der Schule...
Ich befasse mich zwar auch manchmal mit diesem Thema. Aber ich versetze mich nicht in die Lage von Selbstmördern, sondern in die Lage der Angehörigen, die ein Familienmitglied verloren haben. Oder zum Beispiel Menschen, die so Krank sind, dass sie kaum noch Hoffnung auf Leben haben, aber gerne weiterleben möchten und nicht an Selbstmord denken.
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Zitat:
Original von Stone
Mag schon sein, dass es in Ordnung sein kann sich mit sowas zu befassen @finiteEternity. Aber ich bin der Meinung, dass es nicht mit 15 Jahren sein muss und schon gar nicht in der Schule...
Ich misch mich da jetzt einfach mal ein...
Ne, also das sehe ich schon anders. Zuerstmal gehe ich davon aus, dass diese Hausaufgabe nicht einfach ins Blaue hinein aufgegeben wurde, sondern dass dies bestimmt ein Thema im Unterricht war, welches auch entsprechend erörtert wurde. Die Medien verschweigen derartige Hintergründe ja gerne mal...
Und in diesem Zusammenhang finde ich es absolut richtig, dass soetwas rechtzeitig thematisiert wird. Wenn man sich anschaut, dass manche 6- oder 7-jährige bereits Selbstmord begehen (und das ist absolut nicht selten), dann kann man meiner Meinung nach nicht früh genug damit anfangen, die Kinder aufzuklären! Ein Kind mit 6 Jahren kann die Konsequenzen seines Handelns noch gar nicht richtig abschätzen. Sie wissen einfach nicht, dass dies das Ende ist, und dass sie danach nicht mehr "aufwachen". Deshalb: Je früher sie sich mit diesem Thema auseinandersetzen, desto besser!
Zitat:
Original von Stone
Oder zum Beispiel Menschen, die so Krank sind, dass sie kaum noch Hoffnung auf Leben haben, aber gerne weiterleben möchten und nicht an Selbstmord denken.
Hmm - diesen Gedankengang kann ich jetzt nicht ganz nachvolziehen. Nur weil es Menschen gibt, die Todkrank sind, aber gerne weiterleben möchten, würdest Du diesen Schritt nicht gehen? Willst du damit all ihr Leid auf dich nehmen, und würdest ein unerträgliches Dasein weiterfristen? Wozu soll das gut sein? Was hast DU mit deren Schicksal zu tun? Wenn jemand absolut keinen Ausweg mehr sieht, und Selbstmord für ihn als das einzig Richtige erscheint, dann ist doch weder dem Todkranken noch ihm selbst geholfen, wenn er weiterlebt!
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Messiah
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Dieser Beitrag wurde 1 mal editiert, zum letzten Mal von Messiah: 13.04.2004 18:48.
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Naja, also das klingt ja beinahe so, als wenn mit dieser Hausaufgabe alle Selbstmordprobleme gelöst werden könnten. Es wird wohl keinen Zeitpunkt geben, an dem es für alle der Richtige ist, sich damit mal auseinander zu setzen. Und pauschal zu sagen, je früher desto besster, halte ich auch nicht für richtig. Für Einige ist es früher besser und für Andere eher später. Ich denke schon, dass so mit 13, 14, 15 ein angemessenes Alter angesrochen wird.
Und was den Selbstmord aus Todeskrankheit angeht, so denke ich, dass das nicht damit gemeint war. Es ging wohl eher um weniger offensichtliche Gründe.
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Nein, selbstverständlich werden damit keine Selbstmordprobleme gelöst. Und sicherlich kann man das nicht pauschal auf alle beziehen. Es ist sicher im Einzelfall abzuwägen, wann der richtige Zeitpunkt für eine Konfrontation mit dem Thema gekommen ist. Aber wie du selbst schon bemerkt hast, ist man im Alter von 13-15 Jahren bestimmt nicht zu jung hierfür!
Selbstmord aus Todeskrankheit war ja hier nicht das Thema. So wie ich das verstanden habe, würde die gute Stone deshalb keinen Selbsmord begehen, weil es Menschen auf dieser Welt gibt, die aufgrund ihrer Krankheit nicht mehr lange zu leben haben. Nach dem Motto: "Andere würden gerne weiterleben, also darf ich mich nicht umbringen."
Und das erschien mir etwas abstrus...
Da fällt mir eine Zeile aus einem sehr schönen Lied ein:
"Wir nehmen uns, was uns gehört. Wir nehmen uns unser Leben..."
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Jo das trifft es. Bei mir kam das mit 14 irgendwie automatisch. Ich brauchte da keinen Unterricht zu. Und ich habe das auch nicht nur theoretisch "behandelt" ...
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15.04.2004 06:44
Stone unregistriert
@Messiah: *g* Du hast mich wirklich falsch verstanden. Aber macht ja nichts. Ich meinte eigentlich damit, dass ich mich gut in todkranke Menschen hineinversetzen kann (frag mich nicht, wie...)
Vielleicht schweife ich jetzt auch ein bißchen ab, aber wenn ich irgendwann mal erfahren würde, dass ich todkrank bin und nicht mehr lange zu leben hätte, würde ich mit Sicherheit erst mal in ein tiefes Loch fallen, wie jeder andere auch. Und manche Menschen denken dann auch an Selbstmord, weil sie mit der Situation nicht richtig klar kommen. (Im ersten Moment würde niemand mit der Situation klar kommen)
Ich kann da jetzt auch nur von mir sprechen, dass ich persönlich keinen Selbstmord begehen würde, auch wenn ich wüßte, dass ich in dem Zeitraum "kurz vor meinem Tod und während meines Todes" an schrecklichen Schmerzen leiden würde. Dafür liebe ich mein Leben viel zu sehr.
Was die Selbstmörder angeht, empfinde ich kein Mitleid für sie. Selbstmord ist in meinen Augen einfach nur feige. Zum Leben gehört wirklich Mut aber zum wegrennen vor Problemen nicht.