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steigerung der körperwelten?? |
data-morgana
Moderator

Dabei seit: 09.07.2003
Beiträge: 1.158
Herkunft: 127.0.0.1
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| steigerung der körperwelten?? |
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eben in spiegel online
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Leiche soll in Glasvitrine verwesen
Museumsbesucher in London sollen schon bald einer Leiche beim Verwesen zuschauen können. Die makaberen Pläne des Wissenschaftsmuseums dürften für noch heftigere Proteste sorgen als jüngst die Plastinator-Schau "Körperwelten"
Leiche: "Verwesen wie unter der Erde"
Heutzutage müssen auch Museen sehen, wo sie bleiben. Mit ein paar ausgestopften Pinguinen lockt man niemanden mehr hinterm Ofen hervor. Es muss schon ein bisschen spektakulärer sein - vielleicht ein bisschen Sex oder aber was mit Leichen. Der Plastinator Gunther von Hagens hat es mit seiner umstrittenen Leichenschau vorgemacht - die Leute kamen zu Tausenden, um die präparierten Leichen anzuschauen - die wie sich später herausstellte, teilweise auf dubiose Weise beschafft wurden.
Nicht nur in Deutschland, auch in London war das Totenkabinett ein Renner: Rund eine halbe Millionen Briten sahen die plastinierten Körper im Jahr 2002. Was dieser seltsame deutsche Beuys-Wiedergänger kann, das können wir schon lange, sagte man sich im Londoner Wissenschaftsmuseum und legte noch einen drauf. Der Leiter der Besucherabteilung, Ben Gammon, kündigte eine öffentliche Leichenverwesung an.
Der tote Körper soll in einem nur für Erwachsene reservierten Museumsbereich in einem Glaskasten ausgestellt werden - seiner Verwesung können die Besucher dann quasi zuschauen. "Die Idee ist, dass die Leiche auf ähnliche Weise verwest, wie sie es unter der Erde tun würde", sagte Gammon der Zeitung "Sunday Times".
Plastinator Gunther von Hagens: Bald Konkurrenz aus London?
Er erklärte, dass dafür die Leiche eines Menschen verwendet werde, der sein Einverständnis gegeben habe, seinen Körper für eine Ausstellung über den Tod zur Verfügung zu stellen. Ein Fernsehsender soll bereits Interesse signalisiert haben, den Verwesungsprozess zu dokumentieren. Ob die Ausstellung tatsächlich zustande kommt, ist jedoch unklar: Das Museum berät derzeit noch mit Pathologen, Ethikern und anderen Experten über die praktische Umsetzung.
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__________________ "Ich denke, es ist eine der größten Ungerechtigkeiten der Welt, daß die Ramones tot sind und die Rolling Stones immer noch leben. Es gibt keine Gerechtigkeit!"
Rob Wright - Nomeansno
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16.03.2004 12:01 |
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deklema
Senior-Member
 

Dabei seit: 01.02.2004
Beiträge: 737
Herkunft: Nürnberg
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Naja warum nicht. Wenn sich der der sich da reinstellen lassen will einverstanden damit ist. Nur würde ich gleich ein Bettenlager oder sowas daneben stellen. Hat ja bei Körperwelten schon einige umgehauen ...
__________________ Mir ist sch....egal wer dein Vater ist, DU gehst HIER nicht übers Wasser!
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16.03.2004 12:10 |
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Messiah
Moderator

Dabei seit: 22.07.2003
Beiträge: 1.793
Herkunft: South of Germany
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Klar - bin dafür! Wie lange dauert ein solcher Verwesungsprozess eigentlich? Also bis wirklich nur noch das Skelett dasteht? Jedenfalls sollte für gute Belüftung gesogt werden, denn tote riechen ja bekanntlich etwas "strenger"...
| Zitat: |
| "Die Idee ist, dass die Leiche auf ähnliche Weise verwest, wie sie es unter der Erde tun würde" |
Das wage ich allerdings etwas zu bezweifeln. Denn ohne Würmer und sonstiges Getier wird es wohl nichtmal annähernd so spassig sein, wie unter der Erde...
Greetz,
Messiah
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16.03.2004 12:40 |
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PainGirl

Community-Member

Dabei seit: 16.03.2004
Beiträge: 7
Herkunft: Stuttgart
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Hey!!
Stell ich mir irgendwie interessant vor!!
Aber wems gefällt!!
Ich glaube nur ich bleibe bei der alt bewährten Würmer Methode
Greetz
Pain
__________________ Willst du enttäuscht oder verletzt werden,
leb!!
Willst du geliebt und vermisst werden,
stirb!!
Greetz
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16.03.2004 13:20 |
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deklema
Senior-Member
 

Dabei seit: 01.02.2004
Beiträge: 737
Herkunft: Nürnberg
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| Zitat: |
| Kaum ist ein Mensch oder Tier tot, beginnen die Bakterien und andere Mikroorganismen im Körper, die zu Lebzeiten vom Immunsystem abgewehrt wurden, sich zu vermehren und das Gewebe anzugreifen. Auch körpereigene Stoffe des Organismus, wie z.B. die Salzsäure des Magens, beginnen das Körpergewebe langsam zu zersetzen. In der zweiten Phase kommen dann noch Insekten und Würmer dazu, die sich durch den Körper fressen und ihre Eier ablegen. In einer dritten Phase zersetzen Bakterien und Pilze die „vorverdauten“ Stoffe in die oben genannten Produkte. Die Grundlage dieser Lebewesen ist Wasser, genauso wie die aller Lebewesen. Die Verwesung wird vor allem durch Feuchtigkeit und Wärme gefördert, aber auch durch gute Bodendurchlüftung und einen neutralen bis leicht basischen pH-Wert. Bis das Körpergewebe und das Skelett vollständig zersetzt sind, dauert es unter idealen Umständen (feuchtes, warmes Klima) ungefähr 20-30 Jahre. |
Das Museum hat erstmal ausgesorgt.
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16.03.2004 15:06 |
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Undertaker
Community-Member

Dabei seit: 30.04.2004
Beiträge: 12
Herkunft: Hamburg
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.... nun denn, wenn nach der Verwesung gefragt ist ;-) ....
Verwesung
Meine Hände tasteten zum Hals. Blut quoll mir aus den Mund, ich atmete es, schluckte es. In den Luftröhrenästen blutiger Schleim, Blut in den Augen, in der Nase und auf der Zunge. Die durchtrennte Schlagader saugte Luft und pumpte sie strudelnd ins Herz. Mein Blick wurde starr. Krämpfe durchzuckten wie Gewitter mein Fleisch und während ich kollabierte, schlugen meine Beine polternd auf den Boden.
Der Blutkreislauf kam zum Stillstand. Meine Körpertemperatur sank. Kalt wurde es an den Händen zuerst und dann im Gesicht. Eine Weile noch setzten sich Stoffwechselvorgänge fort, als wäre nichts geschehen.
Die Totenstarre stieg mit zunehmender Konzentration der Adenosin-Triphosphorsäure im Muskelgewebe an. Langsam und zuerst wurde das Herz starr. Dann Zwerchfell, Unterkiefer-, Hals-, und Nackenmuskulatur. Ganz von selbst winkelten sich die Beine und Arme an, und die Finger schlossen meine Hände zu Fäusten.
Schon hatten sich die Hornhäute getrübt, die Augäpfel waren vertrocknet, und meine Pupillen lagen blicklos und stumpf in den Augenhöhlen, matt und flach und wie abgegriffen von der Zeit. Und während auch andere Bereiche dünner Epithelhaut begannen gelblich zu werden und pergamenten, die Lippen, das Skrotum, nahm der prozentuale Anteil an Wasserstoff und Stickstoff im Körper stetig zu. Im rechten Herzventrikel fünfzig Millimeter Leichengas. Auf der Leber kristallisierte Tyronsin aus, eine aromatische Aminosäure die bei der Eiweißfäulnis weiter zu Kresol und Phenol abgebaut wurden. Auf der Kehldeckelschleimhaut bildete sich Struvit, feine weiße Kristalle aus Magnesium-Ammonium-Phosphat, und auf meiner linken Hand irrlichterten Totenflecke. Zellenzyme und Bakterien begannen in allen Organen mit dem Abbau der Eiweißstoffe, Nitridationen und Oxidationen wandelten organische stickstoffhaltige Substanzen zu anorganischen Stoffen um.
Zu diesem Zeitpunkt hatten Proteus- und Pseudomonasbakterien meinem Körper jede Kenntlichkeit genommen. Langsam hatten sie die Epidermis von der Unterhaut gelöst. Wie ein Handschuh lag sie über dem Fleisch. Auf den Oberschenkeln bildeten sich Fäulnisblasen, die meine Beine unter dem Gasdruck weit spreizten. Die Haut war so weit aufgetrieben daß sie riß.
Was noch da war von mir hatte der trockene Brand mumifiziert. Schwarz und ledern war die Haut zusammengeschrumpft und hatte sich wie eine dünne Plastikfolie mit Falten und Löchern über die Reste meines Fleisches gelegt. Dann hatte sich, auf der linken Wange zuerst und kreisrund, eine Kolonie weißen Schimmelpilzes gebildet. Bald war mein Körper ganz mit einem dünnen Flaum bedeckt. Der Schimmel erreichte meine vertrockneten Augen und läßt Pilzfäden wie feucht-bleiche Gräser aus den Höhlen flattern.
Fliegen krochen in meine Nasenlöcher und Augenspalten, zwischen Zehen und Finger und in die Achseln und legten ihre Eier in mich. Als die Maden der Fliegen später durch die Nähte der Kleidung und aus allen Öffnungen meines Körpers wieder herausfanden, schoben sie mir die Lider hoch, drückten die Lippen auseinander und öffneten so mir noch einmal Augen und Mund. Doch welcher Engel wird nun meinen Mund küssen? ....
© Undertaker
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30.04.2004 13:45 |
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Inanna

- gesperrt -

Dabei seit: 30.04.2004
Beiträge: 11
Herkunft: Koblenz
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Ich wäre hin und hergerissen zwischen faszinationsbedingter Neugier und abscheulichem Ekel - aber wahrscheinlich würde einmal mehr meine Neugier siegen.
Wenn sich dem Menschen Möglichkeiten offenbaren, etwas so bekanntes und doch nie gesehenes mit eigenem Verstand zu begreifen, dann nutzt er das auch.
Wir sind nun einmal Geist UND Fleisch - und so lange wir denken können, macht sich unsere Art Gedanken darüber, was wohl mit unserem Geist geschieht, wenn er das Fleisch verlässt. Unsere Sterblichkeit begreifen wir trotz faulendem Fleische auf eine ähnliche weise. Wir wissen, dass wir verrotten - und doch hat dabei noch niemand zugesehen, hat es mit eigenen Augen eingesogen und es unserem Verstand begreiflich gemacht.
Wir sterben - und wir verwesen - und wenn es jemand sehen will, um besser zu verstehen, der soll es tun.
Allerdings glaube ich, dass es viel zu viele Sensationslüsterne gibt, die dieses Erlebnis nicht sehr gut verkraften würden.
Inanna
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01.05.2004 14:37 |
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