Ein Bekannter hat den Wunsch ein Studium anzufangen (auf das Fach hat er sich nicht festgelegt), ist aber schon 34 Jahre alt. Damit entfällt ja automatisch der Anspruch auf BaföG und auch eine Laufbahn im Beamten-Verwaltungsbereich ist nicht mehr möglich. Nun könnte er sich natürlich ohne Probleme an einer FH oder Uni einschreiben, aber dann müßte er seinen jetzigen Job aufgeben und würde kein Geld merh verdienen/bekommen.
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Also, ich kenne 2 leute, die das gemacht haben. Und bei beiden decken sich die erfahrungen weitgehend.
Als erstsemster sitzt du in einer horde 20-jähriger, die dich erst mal für einen unmotivierten langzeitstudenten oder einen junggebliebenen seniorenstudenten halten. Und wenn du erzählst, dass du deinen gutbezahlten job hingeworfen hast, um noch mal zu studieren mit mitte 30, dann bist du eben der durchgeknallte, der seinen gutbezahlten job hingeworfen hat, um noch mal zu studieren mit mitte 30... was das andocken an mitstudenten nicht gerade einfacher macht.
Wenn er mit dem studium in gut 5 jahren fertig ist, dann ist er für den arbeitsmarkt viel zu alt. Da geht heutzutage eh nichts mehr. Wenn dein freund kind reicher eltern ist oder sonstige rücklagen gebildet hat und später nicht auf einen gutbezahlten job angewiesen ist, sondern auch gerne mal klos putzen geht, wäre es einen versuch wert. Ansonsten mal nen monat lang ausprobieren, wie es sich notfalls mit 500 euro lebt.
Bezeichnend finde ich allerdings, dass er so gar nicht weiß, WAS er eigentlich studieren will. Wenn er seit 10 jahren nen drall auf meeresbiologie hätte, dann macht das vielleicht noch sinn. Ansonsten würde ich ein paar nette kurse an der volkshochschule empfehlen, statt job kündigen und ein studium anzufangen.
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irgendwie klingt das sehr unausgegoren und nach ner fixen idee die sich in nem monat oder zwei schon wieder ändern könnte und er dann beschließt jetzt austronaut oder zugschaffner zu werden.
aber ein tipp hab ich schon im angebot: ein kollege von mir arbeitet teilzeit und studiert. er hat eben das glück, daß er mit der personalabteilung nen deal aushandeln konnte bei dem er sich die arbeitszeit recht flexibel einteilen kann. dein freund scheint ja beamter zu sein: als guter beamter sollte er wissen, daß die möglichkeit besteht sich 5 jahre beurlauben zu lassen. falls er also nach seinem philosophie studium keinen job findet....
da fällt mir ein: womit verdienen leute ihr geld, die philosophie studiert haben? weiß das zufällig jemand? und ich will jetzt nix hören von "taxi fahren"
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Erstmal Danke für Eure Antworten, aber weitergebracht hat mich das jetzt nicht wirklich.
Erstens: Nicht genau festlegen heißt nicht zwischen Meeresbiologie, Germanistik oder Medientechnik zu schwanken, sondern schon eine genaue Richtung (Technik, Bereich Medien) anzupeilen, sich aber nicht auf einen festen Studiengang festzulegen.Vielleicht hab ich mich da nicht gut ausgedrückt.
Zweitens: In meinem Studiengang gibt es einige über 30 die NICHT schief angeguckt werden, denn für Bildung gibt es nach meiner Meinung keine Altersbegrenzung. Wen dass aber stört der sollte vielleicht mal an seinem Selbstbewusstsein arbeiten.
Drittens und letztens: Vielleicht gibt es auch Leute die einen schlechtbezahlten, unzufriedenstellenden Job haben und sich umorientieren wollen.
Dabei seit: 02.03.2006
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erstens:
naja, der medienbereich ist ja auch so gar überhaupt nicht überlaufen...*lach*
zweitens:
was soll das mit selbstbewusstsein zu tun haben??? das war deren erfahrungen und die stehen da drüber.
drittens:
ja, dann mal ran ans studium und viel glück...
viertens:
....ach ne, viertens wäre jetzt bei bela b. gewesen...sorry
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02.08.2006 12:33
Mortisha unregistriert
nun ja,....also ich bin auch dabei einige Sachen in meinem Leben zu ändern,...ich mache mich ab nächsten Monat selbstständig und werde wohle auch im nächsten Jahr anfangen zu studieren....und ich bin auch schon in dem Alter, wo einige schon in der "Zucht" waren-sind,...lol...ich denke man ist nie zu alt um was zu ändern oder zu starten,.....wenn man Ziele hat, sollte man halt schauen:
ich persönlich habe mich bei solchen Sachen gefragt:
WAS kann ich
WAS will ich
Was ist finanziell möglich - bin ich bereit, meine Lebensqualität eventuell zu ändern...also mehr zu verzichten...oder besser ist es möglich, den STANDART zu halten?
WIE lange brauche ich dafür
WAS kann ich später damit machen....alles in allem...HORIZONT erweitern...SEHR GEILE SACHE...
WO WILL ICH HIN...????...das sollte man schon wissen
...by the way,....puh...da muss ich ganz schön reinhauen...denn in die ZUCHT will ich ja auch...*grübel
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@black velvet:
Hmm, ich weiss jetzt ehrlich gesagt nicht, was Du für eine Antwort hören möchtest... meine beiden Vorredner haben da bestimmt nicht ganz unrecht.
Um ehrlich zu sein, habe ich mich (ebenfalls mit 34 Lenzen) kürzlich auch mit dem Gedanken getragen, ein glorreichen Studiengang zu absolvieren. Allerdings würde meine Firma mich dafür beurlauben, das komplette Studium finanzieren, mir monatlich mein Gehalt weiterbezahlen, und wenn das Studium nicht hinhaut oder ich danach keinen Job finde, mich wieder auf meinen alten Posten setzen...
Ohne derartige Voraussetzungen würde ich sicherlich nichtmal ansatzweise mit dem Gedanken an ein Studium spielen! Denn, wie von den anderen schon erwähnt wurde, stellt dich mit knapp 40 Jahren keine Firma mehr ein. Ausserdem hält derzeit der "Outplacing"-Trend an, und wird sich -imho- die nächsten 5 Jahre auch nicht bessern (wahrscheinlich eher verschlimmern). Was nützt es einem dann, ein abgeschlossenes Studium zu haben? Das Diplom schön einrahmen und neben den Hut stellen, der vor einem auf der Strasse liegt?
Wenn er seine "Erfüllung" im Job sucht, dann sollte er vielleicht erstmal alle anderen Möglichkeiten ausschöpfen, die sich hier sonst noch bieten.
Just my two cent,
Messiah
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Thou shalt not alter the consciousness of thy fellow men.
Thou shalt not prevent thy fellow man from altering his or her own consciousness.
Meine Frage war eben nicht ob es sinnvoll ist in besagtem Alter noch einmal die Schulbank zu drücken, oder womit man rechnen muß, sondern ob jemand mögliche Finanzierungsmöglichkeiten kennt.
Mit der Frage nach dem Sinn und der Einsetzbarkeit auf dem Markt hat sich mein Bekannter schon weitesgehend beschäftigt, darum ging es nicht. Unter den Bedingungen seiner Arbeit jetzt kann ich ihn voll verstehen.
Nur ist die Finanzierung eben das Schwierige und ich wollte nachfragen ob jemand dazu Möglichkeiten kennt, also BaföG-Alternativen.
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@black velvet
na, so langsam nähern wir uns dem, was du EIGENTLICH wissen wolltest...
dafür gibt’s studentenkredite bei der bank, fällt mir spontan die deutsche bank ein. das wird meist variabel verzinst – was wird das heutzutage sein: 5-6%?! die rückzahlung fängt nach dem studium an, aber selbst da gibt’s noch ne gewisse zeit lang einen „welpenschutz“ bis man einen job gefunden hat…so wars früher jedenfalls mal...
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03.08.2006 08:42
Mortisha unregistriert
also...mein Mitbewohner: STUDENT und über 30...hat keinen Studentenkredit bekommen,...weil über 30...vielleicht mal schauen , wie es in den Nachbarländern so ist...Holland,Belgien,etc.,...."DAS ROOMATE",...lol...studiert auch in Arnheim..ansonsten fällt mir da nur eine Finazierung ein: MALOCHEN...
....vielleicht einen Job suchen als Portier ...natürlich mit Nachtschicht...weil Schichtzulage und weniger zu tun: und man dann halt noch lernen kann....
ansonsten noch die Formel.....
87+ 2 + 2.000.000= keine Probs mehr....
also 87 jähriger Partner mit 2 monatiger, maximaler Lebensdauer ,nicht heilbarer Grunderkrankung und 2.000.000 Euro Erbe....na,....
Dieser Beitrag wurde 1 mal editiert, zum letzten Mal von Mortisha: 03.08.2006 16:40.
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echt? ab 30 gibt es von der bank keinen studentenkredit mehr??? kleiner wink mit dem zaunpfahl, was?!
ja nu…dann wird dein freund nicht umhin kommen, sich den einen oder anderen studentenjob zu suchen, den er a) während des semesters oder b) in den semesterferien ausübt…wie eben die meisten studenten, die kein BAföG bekommen…
als messehostess wird er ja eher gänzlich ungeeignet sein, aber wenn er 10 wochen am stück auf wechselschicht am fließband elektroteile stanzt und lötet, da verdient man überdurchschnittlich viel, kann ich persönlich sehr empfehlen… so mit hinsicht auf nen späteren potentiellen arbeitgeber wäre es natürlich sinnvoller, bei einem solchen zu jobben, aber da stimmt oft die kohle nicht, gerade im medienbereich.
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Was hat er denn bis jetzt gemacht und was will er studieren?
Man kann auch nebenberuflich studieren, direkt oder ein Fernstudium.
Das muss man zwar selber zahlen oder man einigt sich mit dem Arbeitgeber, besser aber als sich wieder vom Staat abhängig zu machen und sich in eine Horde berufsunerfahrener Theoretiker zu stürzen...
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Hallo black_velvet,
Zitat:
Original von black_velvet
...ist aber schon 34 Jahre alt. Damit entfällt ja automatisch der Anspruch auf BaföG...
Das ist lediglich grundsätzlich zu betrachten. Ein Freund von mir war 10 Jahre mit einer Fahrschule selbstständig und hat sich dann mit 32 entschieden, doch noch mal was anderes zu machen und zu studieren. Er hat also kurzerhand über den zweiten Bildungsweg das Abi nachgeholt und ist im Anschluss studieren gegangen bzw ist noch dabei. Und er bekam BAFöG, da der zweite Bildungsweg eine der Ausnahmen der BAFöG-Altersbeschränkungen ausmacht.
Zitat:
Ausnahmen von der Altersgrenze kommen in folgenden Fällen zum Tragen:
Die Hochschulzugangsberechtigung wurde über den 2. Bildungsweg erlangt, etwa durch Abendgymnasium, Kolleg oder Z-Prüfung und das Studium wird direkt im Anschluss aufgenommen.
Die Hochschulzugangsberechtigung wurde über eine berufliche Qualifikation erlangt (z.B. Meisterbrief oder Fachschulausbildung).
Das Studium konnte aus persönlichen Gründen oder wegen der Erziehung eines Kindes unter 10 Jahren nicht früher aufgenommen werden.
Einfach mal zum zuständigen Amt gehen und sich beraten lassen. Manchmal ergeben sich noch Möglichkeiten.
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(unbekannt )
Vielen Dank nightbit für den Hinweis, Problem dabei ist nur dass er das Abitur schon in der Tasche hat. Es ging doch dabei nun um den Zeitpunkt des Erwerbs der Hochschulzugangsberechtigung wenn ich das richtig verstanden habe.
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Also wie das nun im Einzelfall ausgelegt wird, kann ich Dir nicht sagen. Deshalb, wie bereits erwähnt, einfach mal beraten lassen. Und nach Möglichkeit nicht nur zu einem gehen, sondern 2, 3 oder 4 Berater ausquetschen. An den meisten Hochschulen findet man entsprechnede Ansprechpartner...
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