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Die Pille als Libido-killer? |
Messiah
Moderator

Dabei seit: 22.07.2003
Beiträge: 1.793
Herkunft: South of Germany
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| Die Pille als Libido-killer? |
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Hallo alle!
| Zitat: |
Zerstört die Pille weibliche Libido auf Dauer?
Schon die sechsmonatige Einnahme der Antibabypille könnte die sexuelle Lust von Frauen für den Rest des Lebens zerstören, glauben amerikanische Forscher - auch wenn die Pille danach abgesetzt wird. Die über Jahrzehnte genährte Illusion vom sexuellen Genuss ohne Reue droht zu platzen.
Was nützt die durch die Pille erstmalig in der Menschheitsgeschichte gewonnene sexuelle Freiheit, wenn frau keine Lust verspürt, sie auch tatsächlich zu nutzen? Diese ketzerische Frage mag sich in den vergangenen Jahrzehnten so manche Frau heimlich gestellt haben, wenn sie sich trotz Pille kaum oder überhaupt nicht für die sexuellen Avancen des anderen Geschlechts interessierte.
Die weit verbreitete Lustlosigkeit wurde bisher eher als individuelles Gesundheitsproblem oder gar als persönliches Versagen im Sinne einer seelischen Macke interpretiert. Dass die Antibabypille selbst etwas damit zu tun haben könnte, wurde kaum thematisiert. Zwar konnten selbst die größten Pillen-Fans nicht übersehen, dass die Libido gelegentlich in den von manchen Ärzten verordneten Pillenpausen am größten war, doch gingen Mediziner und Pillenkonsumentinnen bisher optimistisch davon aus, dass die von manchen Frauen beklagte Lustlosigkeit nach Absetzen der Pille ebenso folgenlos verschwinden würde, wie sie sich ursprünglich eingestellt hatte. Auch aufgrund dieser optimistischen Grundeinstellung nehmen derzeit weltweit etwa 100 Millionen Frauen die Pille ein und scheren sich kaum um die Nebenwirkungen des Medikaments.
Besorgniserregende Fakten
Eine jetzt im Wissenschaftsmagazin "New Scientist" publizierten Studie entzieht diesem Optimismus den Boden, indem sie den Nachweis erbrachte, dass die Pille - zumindest bei entsprechend veranlagten Frauen -, schon nach kurzer Einnahmedauer in der Lage ist, die hormonelle Basis für sexuelles Verlagen möglicherweise auf Dauer zu zerstören.
An der Boston University hatte ein Team unter der Leitung des renommierten Sexualmediziners Irwin Goldstein 125 Frauen im mittleren Lebensalter untersucht, die aufgrund von Sexualstörungen ärztliche Hilfe gesucht hatten. Von diesen Patientinnen nahmen 62 die Pille ein, 40 hatten die Pille in der Vergangenheit eingenommen und nur 23 hatten keine Erfahrungen mit diesen empfängnisverhütenden Medikamenten.
Dauerschäden sind wahrscheinlich
Die über einen Zeitraum von einem Jahr alle drei Monate durchgeführten Blutanalysen ergaben sowohl bei den Frauen, die zum Untersuchungszeitpunkt die Pille einnahmen, als auch bei ihren Geschlechtsgenossinnen, die früher die Pille eingenommen hatten, abnorm hohe Blutkonzentrationen des Eiweiß-Körpers SHGB, der das männliche Sexualhormon Testosteron an sich bindet und so dessen Wirkung blockiert. Testosteron ist dafür verantwortlich, dass Frauen Spaß am Sex haben. Die Konzentrationen des Testosteron-bindenden SHBG waren bei den Pillenkonsumentinnen zwischen 300 und 700 Prozent erhöht.
Zwar sank die Konzentration von SHBG, nachdem die Frauen die Einnahme der Pille beendet hatten, doch sie stabilisierte sich auf einem erstaunlich hohen Niveau. Ursprünglich hatten die Mediziner erwartet, dass sich die SHBG-Konzentration innerhalb von sechs Wochen normalisieren würde. Doch dazu kam es nicht. "Wir befürchten nun, dass die untersuchten Frauen auf Dauer sehr niedrige Testosteron-Blutspiegel haben werden", sagte Claudia Panzer, eine Mitarbeiterin von Goldstein, der Zeitung "The Guardian". Dies könne negative Auswirkungen auf ihr Sexualleben haben.
Bereits in früheren Untersuchungen hatte Irwin Goldstein, bis vor kurzem Direktor des Institute for Sexual Medicine an der Boston University, nachweisen können, dass die Pille den Testosteronspiegel typischerweise auf ein Drittel jener Menge absenkt, die nach derzeitigem Wissen erforderlich ist, damit die Frauen überhaupt Lust auf Sex haben.
Warnung vor Hormonpräparaten
Auf einem in Washington, D.C., veranstalteten wissenschaftlichen Treffen der American Association of Clinical Endocrinologists warnte Goldstein daher die auf hormonelle Störungen spezialisierten Mediziner: "Es ist durchaus möglich, dass die Pille schon nach kurzer Einnahmedauer den Stoffwechsel der Frauen für den Rest ihres Lebens prägt."
Und seine Kollegin Panzer kritisierte den jahrzehntelangen sorglosen Umgang mit den hochwirksamen Hormonpräparaten: "Wenn Pillen wie Bonbons verteilt werden, kommt es sicher oft vor, dass die Ärzte ihre Patientinnen nicht genügend über die drohenden Nebenwirkungen aufklären. Zwar ist vermutlich nicht jede Frau gleichermaßen gefährdet - trotzdem sollten alle Frauen sehr sorgfältig über alle Vor- und Nachteile der Pille Bescheid wissen."
Und zu dieser Aufklärung gehört auch, dass die mittlerweile nachgewiesenen unerwünschten Nebenwirkungen der Pille schonungslos beim Namen genannt werden. Als die Antibabypille Anfang der sechziger Jahre zumindest in den Industriestaaten breit verfügbar wurde, bedeutete dies für Frauen eine Zeitenwende. Für die Verheißung von sexuellem Genuss ohne Reue waren die meisten Frauen fortan gern bereit, die bekannten, mitunter überdramatisierten Pillen-Risiken in Kauf zu nehmen.
Risiko lebensbedrohlicher Erkrankungen
Wissenschaftliche Studien hatten gezeigt, dass die Pille das Risiko von Thrombosen und Geschwülsten wie Gebärmutterhals- und Leberkrebs erhöht. Dies wird wiederum durch niedrigere Raten an Gebärmutterkörper- und Eierstockkrebs kompensiert. Ein erhöhtes Brustkrebs-Risiko, von dem Frauenärzte in ihrer offiziellen Einschätzung bis heute ausgehen, besteht hingegen nicht. Zumindest legen das die Ergebnisse der 2002 erstellten Care-Studie nahe, an der 9200 Amerikanerinnen teilnahmen.
Relativ früh bemerkten allerdings viele Frauen, dass sie unter der Pille zu schwer kontrollierbaren Stimmungsschwankungen neigten, ihre Idealfigur durch zusätzliche Pfunde gefährdeten und erst in den von manchen Ärzten verordneten Pillenpausen wieder Interesse am Sex bekamen.
Pille ist nicht gleich Pille
Nun sieht es so aus, als würde die von Goldstein und seinem Team publizierte Studie an den Fundamenten des schon immer wackeligen Kompromisses rütteln, der viele Frauen dazu gebracht hat, all die durch die Medien geisternden Pillen-Risiken im Interesse der sexuellen Freiheit halbherzig in Kauf zu nehmen.
Eine Sprecherin der britischen Family Planning Association FPA erinnerte in diesem Zusammenhang, dass nicht alle Pillen den Testosteron-Blutspiegel in gleichem Maß absenken. Außerdem wird das sexuelle Verlangen von vielen Faktoren bestimmt. Allerdings sei es für Frauen mit tatsächlich bestehenden sexuellen Problemen durchaus sinnvoll, entweder eine andere Pille auszuprobieren, oder gleich auf ein zuverlässig wirkendes Verhütungsmittel auszuweichen, das keine Sexualhormone enthält.
Quelle: Spiegel.de |
Die Meldung ist zwar nicht mehr die neueste, aber ich denke, dass sie doch durchaus guten Diskussionsstoff beinhaltet.
Auch wenn ich jetzt nicht primär davon betroffen bin, so hinterlässt das Ganze bei mir doch ein flaues Gefühl in der Magengegend, wenn sich dies alles bestätigen sollte.
Wie seht ihr das denn? Alles Unfug und reine Panikmache, oder könnte da doch etwas dran sein? Wenn ja, wie geht ihr mit soetwas um? Würdet ihr solche Risiken in Kauf nehmen und wie weit würdet ihr dabei gehen?
Greetz,
Messiah
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Thou shalt not alter the consciousness of thy fellow men.
Thou shalt not prevent thy fellow man from altering his or her own consciousness.

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16.06.2005 13:53 |
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blackened_soul

Community-Member
  

Dabei seit: 31.05.2004
Beiträge: 83
Herkunft: Bad Salzuflen / NRW
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Interessant zu hören, kann das aber persönlich nicht bestätigen. Habe in einem Jahr keinerlei Nebenwirkungen verspürt und die Libido ist auch nicht gesunken.
Ich finde es im Allgemeinen sowieso nur lustig, was Forscher so alles erforschen... Bin aber der Meinung, dass man sich nicht nach jeder kleinen Studie richten kann. Auf dieser Welt gibt es so viele Dinge, die einen möglicherweise irgendwie beeinflussen können und sonstwelche Folgen, Krankheiten usw nach sich ziehen. Man wird die alle wahrscheinlich nie erforschen können. Versteht mich nicht falsch, ich sage nicht, dass man auf sämtliche wissenschaftlichen Untersuchungen s****** sollte, aber man sollte sich wohl auch nicht allzu sehr danach richten.
Ich für meinen Teil werde nicht die Pille absetzen und wenn ich irgendwann Gebärmutterhalskrebs bekomme, dann ist es so, und wenn die Pille "schuld" ist, dann ist es auch so.
LG Inga
__________________ Non mortem timemus, sed cogitationem mortis.
Mors certa, hora incerta *hähähä*
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16.06.2005 16:34 |
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black_velvet
Senior-Member


Dabei seit: 18.01.2005
Beiträge: 290
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17.06.2005 16:15 |
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Venefica
Community-Member


Dabei seit: 25.01.2005
Beiträge: 28
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Gebärmutterkrebs?
Habe die Info, dass die Pille diese Art Krebs verhindert. Ansonsten:
Das meine Libido flöten geht hab ich nicht bemerkt. Habe eher kaum Lust, wenn ich in einer Beziehung nur Kondome benutzen muss. Ziemlich nervig.
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17.06.2005 21:09 |
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Rosella
Community-Member


Dabei seit: 15.06.2005
Beiträge: 37
Herkunft: Bodensee
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Ich habe jahrelang die Pille genommen. Meine Libido ist dabei nicht flöten gegangen, dafür habe ich allerlei andere Nebenwirkungen gehabt, die auch nicht viel besser sind: Bei der Einnahme der "Lovelle" habe ich so viel Wasser eingelagert, das ich aufgequollen bin wie ein Hefeteig, bei der "Valette" habe ich Depressionen gekriegt und bei der "Microgynon" hatte ich Migräneattacken, das ich tagelang nur im Dunkeln gelegen bin und ausser Wasser nichts zu mir nehmen konnte ohne mich zu übergeben.
Dann hatte ich mir die Dreimonatsspritze als Alternative ausgedacht, allerdings ging der Schuss komplett nach hinten los, ich habe nämlich innerhalb kürzester Zeit 20 Kilo (!) zugenommen. Daran habe ich bis heute zu knabbern. Vor einem knappen Jahr habe ich die Spritze abgesetzt und wir verhüten seit dem nur noch mit Gummi. Allerdings auch nicht mehr lange. Da mein Mann und ich bereits ein Kind haben und wir mit unserer Familienplanung durch sind hat sich mein Mann dazu entschieden, eine Vasektomie (hoffentlich habe ich das jetzt richtig geschrieben) an sich vornehmen zu lassen. Danach ist endlich Ruhe und man kann tatsächlich genießen ohne Reue!
LG Alex
__________________ Carpe Diem!
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18.06.2005 10:36 |
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Lady Morgia
Senior-Member


Dabei seit: 20.01.2005
Beiträge: 431
Herkunft: Hamburg
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Nach langjähriger Einnahme der "Pille" habe ich seit dem neuen (und angeblich für Frauen meines Alters (über 40) passendem Präparat erst nach längerer Zeit bemerkt daß eine tatsächliche Veränderung der Libido und auch des Allgemeinbefindens eingetroffen ist. Trotz der Versicherungen meines Arztes habe ich so nach vier Jahren immer wieder in den Pausen festgestellt. daß verschollene Gefühle wieder auftauchten und mich dann zu einem Selbstversuch entschlossen. Ausdrücklich sei dies NICHT der Nachahmung empfohlen, nur da ich mich in der Vorstufe zum Klimakterium befinde, bin ich noch lange nicht gewillt, meine Sexualität komplett an den Nagel zu hängen. Ratsam wäre, laut medizinischen Studien, ein Wechsel zurück zu einem 3-Stufen-Präparat, welches dem weiblichen Zyklus am ehesten angepasst ist. Ich kann und will hier nicht auf die Einzelheiten eingehen, erstmal weil ich es nicht darf und auch wohl für diese Zielgruppe zu alt bin, aber es gibt auch noch die Möglichkeit auf die pflanzliche Welt der Cimicifuga, sprich Traubensilberkerze zurückzugreifen, die bei Beschwerden und wie gesagt auch im Klimakterium eine Linderung und Besserung verspricht. Meine Selbstversuche sind zu erstaunlichen Kenntnissen gelangt, und ich kann nur empfehlen sich bei einer GUTEN Apotheke beraten zu lassen. Auch meine "Versuche" fanden unter Aufsicht einer verständnisvollen Apothekerin statt. Sei noch zu erwähnen, wie schade ich es finde, daß mein "alteingesessener" Frauenarzt, zu dem ich wirklich auch menschliches Vertrauen hatte, mich zu 4(!) Jahre nicht nötiger Abstinenz verurteilt hatte, einhergehend mit Depressionen und mangelndem Selbstwertgefühl. Ich rate nur jeder Dame, sich stets um ihr Wohlergehen zu kümmern, informiert zu sein, es kann so manchen Kummer ersparen! Vielleicht sind viele noch nicht so weit (alt), aber das was ich unwissend erduldet habe, hat keine FRAU verdient! In diesem Sinne, steht niemals still und nehmt ergeben hin, auch Ärzte können irren! Ich entdecke mich grade neu.....
__________________ Jeder ist ein Mond und hat eine dunkle Seite, die er niemandem zeigt.
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20.06.2005 08:36 |
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Lady Myu
Community-Member


Dabei seit: 03.08.2005
Beiträge: 46
Herkunft: Vergangenheit Gegenwart Zukunft
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weiß jemand was darüber das die pille unfruchtbar machen kann???
meine cousine kann auf natürlichem wege keine mehr bekommen weil sie zwei jahre lange die pille genommen hat hab nicht weiter nachgefragt aber weiß jemand von euch mehr darüber?
wäre lieb den ich weiß nicht was ich machen soll ich weiß es aber kann nicht helfen
bis dann
myu
__________________ Lebe oder stirb!
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18.08.2005 22:43 |
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Lady Morgia
Senior-Member


Dabei seit: 20.01.2005
Beiträge: 431
Herkunft: Hamburg
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Normalerweise nimmt der weibliche Zyklus seine Tätigkeit kurz nach absetzen der Pille wieder auf. Sollte es anders sein muß das andere Gründe haben und man sollte sich an den Frauenarzt wenden. Die Pille macht nicht unfruchtbar, sonst wäre sie nicht zugelassen.
__________________ Jeder ist ein Mond und hat eine dunkle Seite, die er niemandem zeigt.
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21.08.2005 03:46 |
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