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Dreamwhile - Die schwarze Community » Off-Topic » Kontrovers » Gewalt - einmischen oder raushalten? » Hallo Gast [Anmelden|Registrieren]
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Zum Ende der Seite springen Gewalt - einmischen oder raushalten?
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Sukkubus Sukkubus ist weiblich
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Das Problem nur jedes "Elternteil" definiert Klaps anders. Ich würde nicht mal meinem Kind einen Klaps geben, denn auch ein Kind kann nur mit einem Klaps assoziieren, das Gewalt in bestimmten situationen okay ist, auch wenn es nur ein "Klaps" war, könnte daraus, je nach der Psyche des Kindes vielleicht schlagen wird, wenn es älter ist.

Meine Mutter hat mich verprügelt und geschlagen auch in der öffentlichkeit und wenn jemand fragte, sagte sie auch immer, das war doch nur ein "klaps"!

Wie definiert eine "Mutter" oder "Vater" also klaps ? das is das problem für jeden ist es etwas anderes!

__________________
Unser Wissen ist nur ein Tropfen im Ozean der Unwissenheit

Nicht den Tod sollte man fürchten, sondern daß man nie beginnen wird zu leben.

05.02.2005 13:46 Sukkubus ist offline E-Mail an Sukkubus senden Beiträge von Sukkubus suchen Nehmen Sie Sukkubus in Ihre Freundesliste auf MSN Passport-Profil von Sukkubus anzeigen
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Zitat:
ich liebe dieses Wort ... Klaps ... Klaps


da gabs wohl mal nen "klaps" zuviel

...lernen am modell;-)

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05.02.2005 13:53 Vollkrach ist offline E-Mail an Vollkrach senden Homepage von Vollkrach Beiträge von Vollkrach suchen Nehmen Sie Vollkrach in Ihre Freundesliste auf Fügen Sie Vollkrach in Ihre Kontaktliste ein AIM-Name von Vollkrach: vollkrach YIM-Name von Vollkrach: vollkrach76 MSN Passport-Profil von Vollkrach anzeigen
Scully Scully ist weiblich
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Danke Sukku !
Du hast mir die Worte aus dem Mund genommen !!!

Wie definieren denn Eltern einen Klaps.

@ deklema : auf irgendwelche sexspielchen gehe ich hier nicht ein *lol*
( ne, im Ernst, ich weiß schon, was du meinst)

...aber wenn man den Klaps eh kaum merkt, warum ist er dann als "Erziehungsmittel" gut ?
Klar, ein Kind zu ignorieren, ist schlimm, aber wir sind hier beim "Klaps".

Meine Tochter hatte und hat teilweise auch ordentliche Trotzanfälle....und auch im Supermarkt.
Ich zähle innerlich ruhig bis drei, und wenn nichts hilft, klemm´ich mir sie , oder vk klemmt sie sich unter den Arm. In einigen Situationen sind wir auch nach draussen mit ihr gegangen ( aus dem Geschäft raus) , haben abgewartet, bis sie sich beruhigt, und dann mit ihr gesprochen.
Es gibt Momente, in denen Eltern ( ich nehme mich da nicht aus) ihr Kind am liebsten eine "Klatschen" würden, aber ( und da unterscheidet sich der Mensch vom Tier) kann ich mein Verhalten reflektieren.
Ich sag´ja, es ist die pure Ratlosigkeit, wenn eltern ihr Kind schlagen, oder einen Klaps geben.
..oder sie denken nicht darüber nach, da es zur Alltäglichkeit für sie geworden ist. ( Was ich ganz schön arm finde !)

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Als du auf die Welt kamst, weintest du, und um dich herum freuten sich alle. Lebe so, daß, wenn du die Welt verläßt, alle weinen und du lächelst.

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05.02.2005 18:29 Scully ist offline E-Mail an Scully senden Beiträge von Scully suchen Nehmen Sie Scully in Ihre Freundesliste auf
deklema deklema ist männlich   Zeige deklema auf Karte
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Dann seid ihr zwei ja richtig vorbildlich

Im Ernst! Ich möchte wenn ich nen Zwerg habe genau so reagieren können wie ihr es tut. Ich hab ja an sich nicht so gute Nerven und bin schnell auf 180. Ausser bei meinem kleinen Neffen. Da bin ich eigentlich die Ruhe in Person ... woran das wohl liegen mag...

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Mir ist sch....egal wer dein Vater ist, DU gehst HIER nicht übers Wasser!
Willst du Blut spenden? Online? ..Monstergame Ref-Link

05.02.2005 19:25 deklema ist offline E-Mail an deklema senden Homepage von deklema Beiträge von deklema suchen Nehmen Sie deklema in Ihre Freundesliste auf Fügen Sie deklema in Ihre Kontaktliste ein YIM-Name von deklema: deklema666
Scully Scully ist weiblich
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Dankeschön....aber es ist für uns eine Selbstverständlichkeit.

Ich selbst habe in meinem Leben nur ein Mal einen Klaps von meinem Vater bekommen, als ich fünf Jahre alt war. Sonst nie im Leben..... Und der eine Klaps hat ( auch wenn es scheiße klingt) "Spuren auf meiner Seele " hinterlassen.

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06.02.2005 10:56 Scully ist offline E-Mail an Scully senden Beiträge von Scully suchen Nehmen Sie Scully in Ihre Freundesliste auf
uma-him uma-him ist weiblich   Zeige uma-him auf Karte
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Themenstarter Thema begonnen von uma-him
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Ich bin auch der Meinung, das es noch viele andere Möglichkeiten gibt, als einem Kind einen "Klaps" (wie auch immer Klaps zu deffinieren ist) zu geben.
So wie Scully und VK das lösen finde ich klasse und vorbildlich, schön wenn es jedes Elterteil so handhaben würde!!
Ich glaube auch, wenn man einem Kind (kommt natürlich auch auf das Alter an) in ruhigem Ton erklärt, warum es das Spielzeug oder die Nascherei jetzt nicht haben darf, erreicht man mehr als wenn man es schlägt! Duch das Erklären lernt es ja genauso gut, das der Trotz ein Fehler war. Leider sind heute wohl viele Eltern einfach nur genervt und rasten dann eben so aus!! Traurig für die Menschheit und sehr arm für die Kinder!!

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schwarze seelen gründen tief...
06.02.2005 11:38 uma-him ist offline E-Mail an uma-him senden Beiträge von uma-him suchen Nehmen Sie uma-him in Ihre Freundesliste auf
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also für mich kann ich sagen das mir ein Klaps nicht geschadet hat. Weder meiner Seele noch meinem Hintern.

Im Gegenteil. Mich persönlich hat er oft vor schlimmerem bewahrt. Wobei es nicht nur der Klaps als solches war, sondern auch die Gespräche danach. NACH dem Klaps konnte ich nämlich meisst zuhören und wollte dann auch verstehen.

Meine Eltern hätten mir 10000 mal sagen können das man sich an einer heissen Herdplatte weh tut. Ich hätte es trotzdem ausprobieren müssen. Auch Engelszungen können prima überhört und ignoriert werden

Also ich sehe nichts verwerfliches an einem Klaps, solange es nicht a) gewohnheit ist und vor allem b) man sich auch mit dem Kind beschäftigt und es ihm wieder versucht begreiflich zu machen.

^Asmodina^ teilt auch nicht unbedingt meine Meinung. Aber wenn ich mir meine Erziehrin von damals angucke.... LOL die hab ich im vorbeigehen abgefrühstückt.

Wenn ich mir die heutige Pommesgeneration angucke, da hätte bestimmt so mancher Klaps mal gut getan. Zu meiner Zeit hat man im Schulalter keine erwachsenen angepöbelt oder gar bedroht. Da gabs direkt eine aufs Haupt.

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No one knows what its like, no one knows how it feels, Nothing else could compare to the Fears i fear

Dieser Beitrag wurde 1 mal editiert, zum letzten Mal von ^Blade^: 07.02.2005 11:53.

07.02.2005 11:48 ^Blade^ ist offline E-Mail an ^Blade^ senden Beiträge von ^Blade^ suchen Nehmen Sie ^Blade^ in Ihre Freundesliste auf AIM-Name von ^Blade^: R4ziell
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Da muß ich das Thema doch glatt noch mal wieder hervorholen.

Heute bin ich über ein sehr interessantes Interview gestolpert. Und es passt hervorragend zu dieser Diskussion:

Zitat:
Loki Schmidt
Ihr müßt eure Kinder strenger erziehen

Von JÖRG VEHLEWALD

Alarm in deutschen Klassenzimmern! Unsere Kinder werden immer fauler, dümmer, gewalttätiger! „So kann es nicht weitergehen!“, klagt die Gattin von Altkanzler Helmut Schmidt, Loki Schmidt (85), in ihrem neuen Buch. Im BILD-Interview sagt die ehemalige Lehrerin, was an unseren Schulen geschehen muß.

BILD: Frau Schmidt, laut Pisa-Studien haben wir Deutsche immer dümmere Schüler. Was läuft falsch an unseren Schulen?

Loki Schmidt: Ich habe meine Zweifel bei diesen Pisa-Tests. Da wird zum Teil sehr verklausuliert nach Faktenwissen gefragt. Ich finde aber, Schule muß den ganzen Menschen bilden und ausbilden. Schule, die nur reines Wissen einpaukt, kann mir gestohlen bleiben.

BILD: Trotzdem, viele Firmen klagen, daß Schulabgänger kaum richtig rechnen oder schreiben können. Wie kommt das?

Loki Schmidt: Ein Problem ist sicher der hohe Anteil an Ausländerkindern in vielen Schulen. Das fängt in den 1. Klassen an, wo mancherorts bis zu 90 Prozent der Kinder kaum oder gar kein Deutsch sprechen. So kann man keinen Unterricht machen.

BILD: Was ist zu tun?
Loki Schmidt: Ich denke, die ausländischen Eltern müssen mit Druck und mit Hilfe dazu gebracht werden, daß sie und ihre Kinder wenigstens einen Grundwortschatz Deutsch beherrschen. Dabei könnten Sozialarbeiter helfen. So wie jetzt kann es jedenfalls nicht weitergehen.

BILD: Lernen unsere Kinder das Falsche?

Loki Schmidt: Viele Schulen legen zuviel Wert auf Theorie. Kinder müssen auch die Praxis lernen. Im Praktikum in einem Betrieb, aber vor allem beim Handwerken in der Schule. Ich habe erlebt, wie aus schlimmsten Rabauken anständige, fleißige Schüler wurden, wenn sie beweisen durften, daß sie mit den Händen was Ordentliches anstellen können.

BILD: Brauchen wir mehr Erziehung zu Tugenden?

Loki Schmidt: Ja. Da hat leider die Generation der 68er einiges kaputtgemacht. Mir tun die Kinder bis heute leid, die antiautoritär erzogen wurden. Die mußten später schmerzhaft begreifen, was es heißt, sich anzupassen.Ich glaube, Kinder müssen lernen, pünktlich, ordentlich, pflichtbewußt zu sein. Ganz einfach aus Rücksicht auf ihre Schulkameraden. Aber diese Erziehung muß sich wie ein roter Faden durch jede Unterrichtsstunde ziehen. Von einem Fach „Werte und Tugend“ halte ich nicht viel.

BILD: Mancher Lehrer könnte da wohl auch Nachhilfe gebrauchen.

Loki Schmidt: Manche möglicherweise. Auch das ist wohl eine Spätfolge der 68er. Sie haben Angst vor der eigenen Autorität, treten wie „Kumpel“ vor die Klasse. Es reicht eben nicht, Fachwissen zu haben, man muß auch Autorität ausstrahlen.
In Finnland gibt es eine Kommission, die Bewerber für das Lehrerstudium auswählt – eine Art Charaktertest, um zu beweisen, daß man reif ist, Kinder und Jugendliche zu erziehen. In Deutschland gibt es solche Tests nicht. Hier werden Lehrerstudenten erst am Ende des Studiums auf die Kinder losgelassen. Wenn dann einer merkt: „Ich kann mit Kindern gar nicht umgehen“, ist er über 30 Jahre alt. Zu spät, was Neues zu beginnen. Solche Leute haben schon ganze Generationen von Schülern und sich selbst unglücklich gemacht.

BILD: Früher gab es „Kopfnoten“ fürs Betragen. War das besser?

Loki Schmidt: Ja. Wer das Wissen der Schüler bewertet, sollte auch ihr soziales Verhalten, ihr „Benehmen“ benoten. Ich habe damals die Noten aber meist mit einem kurzen Kommentar erläutert oder „abgemildert“.

BILD: Statt Noten stehen heute in Grundschul-Zeugnissen kleine Romane über „Sozialverhalten“ und „Charakter“. Ein Fehler?

Loki Schmidt: Ich fand die Noten richtig. Natürlich muß man den Schüler mit mehr als Zahlen beurteilen. Die Texte sind deshalb sinnvoll. Aber Kinder wollen auch wissen, wo sie stehen im Klassenvergleich, was sie leisten. Sie wollen die Noten!

BILD: Schüler prahlen heute gern mit Markenklamotten. Das führt oft zu Neid und Gewalt. Wären Schuluniformen eine Hilfe?

Loki Schmidt: Ich denke, ja. Die heutigen Auswüchse mit Raub und Diebstahl könnten durch Schuluniformen sicher vermieden werden. Die Uniformen könnten auch ein anderes Problem lösen: die aufreizenden Röcke und tiefen Ausschnitte, mit denen viele Mädchen heute auftreten und manchem jungen Lehrer das Leben schwermachen. Das gab es übrigens auch schon zu meiner Zeit, nur nicht ganz so freizügig in der Kleiderwahl.

BILD: Waren Sie selbst eine strenge Lehrerin?

Loki Schmidt: Ich hatte zumindest keine Angst vor meiner Autorität. Meine Volksschüler haben mich respektiert und gemocht. Sie wußten: Ich bin da, wenn sie mich brauchen. Wenn sie wollten, habe ich vor dem Unterricht mit ihnen geknuddelt. Andere bekamen auch mal eine Ohrfeige, wenn’s nötig war. Ich bin überzeugt: Kinder müssen ihre Grenzen kennen lernen. Da hilft ein kurzer Backs oft mehr als hundert Worte, die viel stärker verletzen können.
Jedenfalls habe ich nie eine Beschwerde bekommen. Im Gegenteil: Letztens habe ich die Schwester eines ehemaligen Schülers getroffen, der auch mal eine Ohrfeige bekommen hatte. Sie sprach mich auf den Backs von damals an, und ich sagte: „Ich habe den Wolfgang aber trotzdem sehr gern gehabt.“ Sie lachte und meinte: „Ja sicher, er Sie doch auch!“ Das hat mir gutgetan.

Quelle: Bild-Zeitung vom 14.02.2005
Link: Klick mich

Auch wenn man ein paar Dinge für die Zeit relativieren muß, wie z.B. die Uniformen, dort reicht auch eine ordentliche Kleiderordnung, so kann ich dieser Frau nur beipflichten. Herrlich so etwas zu lesen.



Gruß,

Uziel

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»Nichts ist schwerer und erfordert mehr Charakter, als sich im offenen Gegensatz seiner Zeit zu befinden und laut zu sagen: Nein!«

Kurt Tucholsky

14.02.2005 21:20 Uziel ist online E-Mail an Uziel senden Homepage von Uziel Beiträge von Uziel suchen Nehmen Sie Uziel in Ihre Freundesliste auf Fügen Sie Uziel in Ihre Kontaktliste ein AIM-Name von Uziel: uziel3110
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es ist natürlich einfach die schuld bei den 68er zu suchen, denn diese führten was neues ein. kritiker gib es immer und überall und das ist im grunde auch gut so und ebenso sollten diese auch ein sprachrohr bekommen, auch wenns über die blidzeitung ist*lach*. ich unterstelle mal hochmutig den täglichen bildzeitunglesern solch eine einstellung dieser frau zu vertreten, bzw. sich gewissenlos dieser anzumuten.

würde dieses interview aus dem spiegel oder meinetwegen auch ausm stern, oder sonst einer zeitschrift OHNE nacktbildern kommen, könnte der inhalt aus meiner sicht zu einer interessanten diskussion führen. aber die bild bekommt mein vertrauen in dieser hinsicht nicht.

gut das es die beschrieben zeit der frau nicht mehr gibt. so hat die damals herrschende autorität auch manches in verborgenheit belassen und den kinder bestimmt nicht den mut gegeben den sie heute haben. ich wage es zu bezweifeln, das damals kein kind grundlos geschlagen wurde, genötig, sexuell missbraucht oder sonst was menschenunwürdiges. und dazu gehört ebenfalls eine ohrfeige einer schutzbefohlenen person. in meinen augen eine frechheit².

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14.02.2005 22:03 Vollkrach ist offline E-Mail an Vollkrach senden Homepage von Vollkrach Beiträge von Vollkrach suchen Nehmen Sie Vollkrach in Ihre Freundesliste auf Fügen Sie Vollkrach in Ihre Kontaktliste ein AIM-Name von Vollkrach: vollkrach YIM-Name von Vollkrach: vollkrach76 MSN Passport-Profil von Vollkrach anzeigen
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Eine Schülerin von mir ( 16 Jahre alt) hat mir zum Abschied meines Wegganges u.a. folgendes Zitat geschrieben :

" Immer der ist am stärksten, der seine Macht am wenigsten demonstrieren muss "
( Minette Walters)

Ich sehe es nämlich nicht ein, Jugendlichen meine Autorität zeigen zu müssen.
Menschen, die wie Asmo, vk oder auch ich in einem sozialen Beruf tätig sind, haben garantiert nicht die Ausbildung oder das Studium umsonst getan.

Außerdem finde ich, dass eine Frau von 85 Jahren....und das kann auch Loki schmidt sein....sich gar nicht mehr in die heutige Jugend reinversetzen kann, und "Loki" sich nicht der Vielschichtigkeit der Probleme, die Jugendliche in unserer heutigen Zeit haben, bewusst wird.
Zudem ein Interview der Bildzeitung zu entnehmen, um dieses als Basis einer Diskussion anzusehen, ist wohl ein Witz !

Ich finde es nur immer wieder komisch, was Sozialarbeit und was Erzieher für eine Lobby haben !
Warum steigt denn bitte die Zahl der benötigten Erzieher und Sozialarbeiter immens an ?
Es sind zum größten Teil die Eltern, die solche Meinungen vertreten wie einige Menschen hier in diesem Forum, deren Kinder später "Probleme" machen.
Ehrlich gesagt geht es auch immer noch nicht in meinen Kopf, dass hier Personen Meinungen vertreten, von denen ich aufgrund ihrer Intelligenz es nie gedacht hätte, dass sie so denken.
WIe schön, dass einige gar keine Kinder haben wollen.....aber dann sollen sie sich auch aus der Erziehung anderer heraushalten.
Ich quatsche auch keinem gelernten Maurer ins Handwerk, dass ich dieses oder das besser finden würde.
Komisch, dass beim Thema Erziehung alle mitreden können.....

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14.02.2005 23:14 Scully ist offline E-Mail an Scully senden Beiträge von Scully suchen Nehmen Sie Scully in Ihre Freundesliste auf
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Also ich kann nur dazu sagen das ich wegen so einer scheiße mal fast selber vor Gericht hätte müssen, also ich meine ich habe mich eingemischt was heißt eingemischt dazu kam es schon garnicht mehr es war in einer Disco und dort fing eine Schlägerei an naja und ich aufeinmal mitten drin, habe aber nicht zugeschlagen, da ich nur dort hinaus wollte aus dem Bulk und da war es auch schon zu spät Türsteher sind gekommen haben mich raus geworfen nachdem dem Polizei da war und das Ende vom Lied irgend jemand hat gesagt ich hätte zugeschlagen und da habe ich eine Anzeige wegen Gefährlicher Körperverletzung bekommen da wir wohl in einer Gruppe angeblich gebrüggelt hätten. Und ich kann nur dazu sagen wenn sowas nochmal passiert bin ich der erste der weg ist denn die Zeit wo die Anzeige kam bis zur niederlegung der Anzeige war nervenaufreibend genug und das muss und will ich nicht nochmal haben.

Aber solchen Sachen wie die Geschichten mit den Kindern könnte ich auch nicht meine Klappe halten, denn sowas ist das letzte.

__________________
!!!Fresst Scheiße, Millionen Fliegen können sich nicht irren!!!

Dieser Beitrag wurde 1 mal editiert, zum letzten Mal von Icecream: 15.02.2005 15:59.

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So, komme leider erst jetzt zum Antworten, da ich diese Woche auch mal wieder Schule "geniessen" darf...

Zuerstmal zur Quelle:
Da es sich hier um ein direkt geführtes Interview und nicht um einen "Tatsachenbericht" der Zeitung mit den 4 großen Buchstaben handelt, sehe ich darin keine Problematik. Die Aussagen von Loki Schmidt werden sich auch nicht ändern, wenn sie im Spiegel, der Welt oder der Zeitung abgedruckt werden, die ihr Mann verlegt. Daher kann ich Deine Argumentation nicht wirklich nachvollziehen. Mal davon ab dürften die selben Ansichten auch in dem Buch zu finden sein, daß durch Loki Schmidt nun veröffentlicht wurde. Wenn es Dir wohler dabei ist, kann ich auch gerne dort die entsprechenden Stellen zitieren.

Nun, da Du ja auch die Qualifikation angesprochen hast, durch meine 6 Jahre Tätigkeit als Ausbilder, entsprechenden Schulungen und Lehrgängen im Bereich "Methodik und Didaktik der Ausbildung" und einen AdA-Schein, denke ich schon, im gewissen Sinne heutige Ausbildung und Schulung bewerten und beurteilen zu können, bzw. ein durchaus fundiertes Urteil angeben zu können.

Und, um diesen eigentlichen OT-Strang mal kurz aufzugreifen: Das Lehramtsstudium in Deutschland halte ich größenteils für sehr bedenklich. Und hier hat Loki Schmidt zu 100% Recht. Die Fähigkeit mit Menschen umzugehen und sie auszubilden wird in keiner Art, Weise und Forum geprüft. Reine Faktenwissen ist hier entscheidend. Alleine die Tatsache, daß in einem Lehramtsstudium Methodik und Didaktik nicht mal ein Pflichtkurs ist, läßt mich zweifeln. Und wozu es führt haben wir wohl alle am eigenen Leib erfahren: Langweilige Unterrichte, Folienfilme und reines Vorlesen aus einem Lehrbuch sind nicht geeignet um Wissen zu vermitteln. Zumindest nicht in der Kinder- und Jugendbildung. Aber wie gesagt, daß wäre ein anderes Thema und kommt hier zuweit vom Schuß. Nur es bleibt halt stehen: In Deutschland sagt eine Zulassung als Lehrer nicht aus, ob jemand lehren kann. Daher lasse ich auch keine pauschalisierte Aussagen zu allen Studien- und Ausbildungsgängen zu.

Nun zur Authorität:
Auch hier sehe ich sehr viel Wahrheit in der Aussage von Loki Schmidt. Nicht daß ich es alleine an einer "68er Generation" festmachen würde, dies wäre zuviel Polemik. Allerdings erlebe auch ich es Tag für Tag, daß Menschen die niemals mit Authorität in Kontakt gekommen sind, massive Probleme haben wenn sie damit in Kontakt kommen. Und das kommen sie im "freien Leben" auf jeden Fall. Im Berufsleben gibt es keine antiauthoritäre Führung. Der Chef erklärt auch nicht jede seiner Weisungen. Dies ist, aus meiner Sicht, ein Grund für die "Null-Bock"-Einstellungen, die heute in der Jugend verbreitet zu finden ist, wenn es um "lästige" Pflichten oder Aufträge geht. Die mangelnde Fähigkeit auch eine unliebsame Entscheidung einmal zu tragen verbaut sehr vielen das Leben.
Authorität zu zeigen darf hier nicht als "Diktatorische Führung" verstanden werden. Authorität zu zeigen und diese auch zu vermitteln begründet sich nicht auf einem Gesellschafts- oder Berufsstand. Wahre Authorität begründet sich auf einer Mischung bestehend aus Fachwissen, Menschenkenntnis und Charakter. "Ein Vorbild an Haltung und Pflichterfüllung". Dadurch erlangt man Authorität und nicht zuletzt auch dadurch, das man, während der Tätigkeit eine notwendige Distanz aufbaut. Ob ich davor oder danach mit meinen Schülern, Untergebenen oder Auszubildenden "knuddel", hat damit nichts zu tun. In letzter Instanz muß zwar jeder seinen persönlichen Führungs- und Lehrstil finden, aber Authorität ist nicht ersetzlich. Diese Authorität die ich meine hat im Übrigen nichts mit irgendeiner sinnlosen Schikane oder Kadavergehorsam zu tun. Das von Dir gebrachte Zitat macht es ja auch mehr als deutlich: Wenn die "ausgestrahlte" Authorität groß genug ist, dann braucht man keine sinnlosen Machtdemonstrationen. Ob jetzt Macht oder Authorität, was man in diesem Kontext und dem Zitat wohl auf eine Stufe stellen kann, benötigt wird sie. Das sagst Du ja auch mit Deinem Zitat aus. "Lernen durch Einsicht" ist hier der gewünschte Zweck.

Vielleicht ein kleines Beispiel aus meiner Erfahrung:
Jugendliche ( ich fasse von der Lebenserfahrung und dem Ausbildungsstand mal jetzt auch knapp Volljährige mit ein) schrieben immer wieder in Ihren Fragebögen, was sie sich von Ihrer Wehrdienstzeit erhoffen: "Ordnung, Disziplin, Pflichtgefühl". Werte also, die nichts mit dem militärischen Leben ausschließlich zu tun haben, sondern auch unabdingbar für ein geordnetes zwischenmenschliches Leben sind. Ich fand das immer sehr beeindruckend. Zumal diese Fragebögen anonym ausgefüllt wurden. Erschreckenderweise war es auch stets so: Wenn mit neuen Zügen und Gruppen von vornherein auf einen "kollegialen" Führungsstil gesetzt wurde, daß die Soldaten nur Probleme hatten, weil sie über die Stränge schlugen. Zog man die Zügel etwas an und führte straffer ( auch bitte ich nicht Schikane zu verstehen ), so besserte sich die Einstellungen der Soldaten umgehend, es gab erheblich weniger Probleme und damit negative disziplinarische Würdigungen und es lief zur Zufriedenheit aller. Inklusive der Soldaten. Bevor jetzt voreilige Schlüsse gezogen werden: Nirgends im Zivilen findet eine strengere Kontrolle von Ausbildung und Lehrmethoden statt, als bei der Bundeswehr. Äußerungen die, von einem zivilien Lehrer getätigt nicht mal irgendeine Beachtung finden, führen in der BW bereits zur unehrenhaften Entlassung, bzw. bei fortgeschrittenem Dienstalter zu drakonischen Maßnahmen. Und da reichen bereits Worte. Von Taten und Aufträgen mal ganz abgesehen. Zur Verdeutlichung ein kleines Beispiel: Das Zurückschlagen einer Bettdecke bei einem Stubendurchgang, in Folge eines wiederholt nicht korrekten Bettenbaus, wird als unnötige Diensterschwernis gewertet und kann zu o.g. Sanktionen führen. Bizarrerweise ist es unerheblich, daß der Soldat das Bett auf jeden Fall hätte neu machen müssen. Ich könnte die Liste beliebig verlängern, aber das wäre hier unnütz. Tatsache ist: Wonach im zivilen Leben kein Hahn kräht, ist dort undenkbar. Hier bleibt nur eine Authorität die sich auf wahre Werte begründet, nicht auf Stumpfsinn.

Um jetzt mal von Thema Authorität die Brücke zu schlagen zur Schulbildung: Wie soll ein Lehrer "Einsicht" bei den Schülern wecken Stoff zu lernen, wenn er überhaupt nicht als Lehrperson akzeptiert wird? Und das ist in 99% der Fälle auf Fehlverhalten und mangelnde Ausbildung des Lehrers zurückzuführen. Wie sonst kann man mir eklatante Schwächen schon bei der Rechtschreibung erklären, die bei vielen Jugendlichen heute vorherrscht? Ein gute Aussicht ist wohl die hohe Zahl an Analphabeten in den USA. Auch hier haben zu viele Lehrer einfach aufgegeben. Schule ist halt nicht nur Fakten vorzutragen...

Warum die Zahl der benötigten Erzieher immer mehr ansteigt? Weil sehr viele Eltern nicht mehr in der Lage sind Ihren Kindern die nötige Erziehung angedeihen zu lassen und ihnen die Werte zu vermitteln. Wir sind nicht auf die Gedanken gekommen, Mitschüler zu erpressen, oder Ihnen Klamotten zu klauen.

Das es zum größtenteil Kinder mit einer authoritären Erziehung im späteren Leben "Probleme" halten, halte ich schlichtweg für Polemik deinerseits.
Bitte nenne mir die Quelle zu einer aussagekräftigen Bilanz.
Einzelfälle sind hier wohl wenig aussagekräftig. Die kann ich Dir gegenteilig genauso bringen. Ehemalige Schulkameraden, die mittlerweile nach dem 3. Studiumabbruch und 2 Ausbildungsabbrüchen immer noch nicht im Leben stehen und auch sonst nicht wirklich klar kommen. Kann es sein, daß Du hier authoritäre Erziehung mit Mißhandlung gleichsetzt?

Ich wäre im Ürbigen froh darum gewesen, wenn ich mich, in meiner alten Tätigkeit aus der elterlichen Erziehung hätte raushalten können. Ging aber leider auf Grund meiner Fürsorgepflicht nicht. Ich wäre um einiges zufriedener gewesen, wenn ich diese Erziehungsmängel nicht hätte beseitigen müssen und micht meinen eigentlichen Aufgaben hätte widmen können. Aber wenn es schon an dem geringen Ordnungssinn fehlt, daß keine hygenischen Zustände vorherrschen und damit die Gesundheit von anderen Soldaten gefährdet wird, dann muß ich leider lenkend eingreifen. Genauso werde ich mich nicht aus der Erziehung der Eltern raushalten, wenn ich Rücksichtslosigkeit und mangelnden Respekt sehe. Kurzum, und so definiert es auch das Grundgesetz: Die persönliche Freiheit endet dort, wo die eines anderen Menschen beginnt. Werde ich durch mangelnde Erziehung und Wertevermittlung in meinem Leben berührt oder eingeschränkt, dann nehme ich sehr wohl die Freiheit das anzusprechen. Und sollte es in meiner Macht stehen auch es zu ändern. Nur durch diese Mechanismen funktioniert im Übrigen eine Gesellschaft. Sonst hätten wir nur eine Zusammenwürflung von Egoisten...

Eines stört mich aber persönlich an Deinem Beitrag:
Warum setzt Du eine andere Meinung mit mangelnder Intelligenz gleich? Und das ist der Tenor Deines Satzes. War das nun eine Überreaktion im Eifer des Gefechtes, oder wirkliche Intoleranz anderen Meinungen gegenüber? Solltest Du wirklich Deine Meinung auf Grundlage Deiner Ausbildung als unumstößliches Maß aller Dinge sehen, dann fehlt Dir in meinen Augen leider die notwendige Offenheit auch auf Neues und Anderes einzugehen, die ich auch der Masse des deutschen Lehrkörpers anrechne. Wer seine Ausbildungsmethoden und seine Unterrichte nicht einer ständigen Hinterfragung und Nachbearbeitung unterwirft kann weder ordentlich lehren, noch ausbilden. Bezeichnender Weise sehe ich immer wieder bei Lehramtsstudenten und Lehrern riesige Fragezeichen wenn ich sie auf eine "didaktische Analyse" anspreche. Die Bewertung des eigenes Unterrichtes und die Einbeziehung sozialer Aspekte der Lehrgruppe ist völlig unbekannt. Annähernd 12-Din-A4-Seiten Analyse zu einem 45min. Unterricht führen nur zu Kopfschütteln und Lachen. Das ist dann der Moment, in dem ich verzweifel.



Gruß,

Uziel

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»Nichts ist schwerer und erfordert mehr Charakter, als sich im offenen Gegensatz seiner Zeit zu befinden und laut zu sagen: Nein!«

Kurt Tucholsky

15.02.2005 19:58 Uziel ist online E-Mail an Uziel senden Homepage von Uziel Beiträge von Uziel suchen Nehmen Sie Uziel in Ihre Freundesliste auf Fügen Sie Uziel in Ihre Kontaktliste ein AIM-Name von Uziel: uziel3110
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Nun habe ich nach und nach den gesamten Strang gelesen und versuche einmal vorrangig an das "Unterthema" Autorität in der Schule anzuknüpfen.

Zunächsteinam muss ich sagen, aufgrund meiner Herkunft habe ich sehr kontroverse Erlebnisse bzgl. Autorität seitens Lehrer erlebt - über den Rahmen "strenger Lehrer gegenüber lascher Lehrer" hinausgehend. Um einen kurzen Überblick zu verschaffen - ich bin in "des Ostens Venedig" - dem schönen, damals noch die letzten kommunistische Tage überwindenden, St. Petersburg geboren.
Allgemein wurde hier, zumindest zur Zeit meiner frühen Kindheit, großen Wert auf die "Tugenden", wie Ehrlichkeit, Fleiß und Hilfsbereitsschaft, gelegt. ( -> siehe Loki Schmidt) Wie es für eine kommunistische, oder um weiter hinauszugreifen, diktatorische Regierung Gang und Gebe ist, war autoritäre Erziehung das einzig propagandierte und auch weitestgehend ausgeübte. Manch einer wird jetzt sagen, die propagandierte Autorität, sei letztlich nur als Näherboden für das kommunistische Regime eingesetzt worden - dem kann ich nur bestätigend nicken und dennoch feststellend - nicht einzig das Ziel ist das Ergebnis...
Nun habe ich 6 mehr oder minder schöne Schuljahre in einer Schule verbracht, in der zwar das Schlagen der Kinder verpönt und verboten war, aber das "in die Ecke schicken" - wenn man die Hausaufgaben nicht gemacht hatte, das "mit dem Lineal auf den Tisch schlagen" - wenn man mal wieder, seiner Natur fröhnend, mit dem Banknachbarn geschwatzt hat. (* ;-) an Uziel *) Andererseits wurde auch gelobt - wenn man einem kleineren Kind aus dem Hort geholfen hat, die Schnürsenkel zu zu binden, wenn man als Streitschlichter die aufeinander wütende Jungs auseinander gebracht hat. Mit Sicherheit war nicht jeder Lob und nicht jede Rüge berechtigt - das ist in einer 30-Kinder-starken Klasse auch gar nicht möglich , geschadet hat es trotzdem nicht. Im Gegenteil zur weit verbreiteten Meinung, solche Rügen würden das Selbstbewusstsein der Kinder zerstören kann ich nur in sehr sehr wenigen Fällen bestätigen - das gleichzeitige VERDIENTE Lob stärkte einen umso mehr. Sicher reagieren Kinder unterschiedlich auf solche Erziehungsmethoden, es steht mir auch nicht zu , über die zu Urteilen, denen diese Erziehung nicht bekommen hat, kann aber nur sagen, dass dieser Fall in meiner unmittelbaren Umgebung, von ein paar Freunden und einigen bekannten Klassen, lediglich ein Mal aufgetreten ist. Andere Bekannte sind als fleissige, kluge Schüler aufgewachsen und soweit ich das Leben meiner damaligen Freunden und Klassenkameraden bis zum heutigen Tag verfolgt habe, ist aus nahezu jedem "etwas", vor allem "etwas INDIVIDUELLES", geworden. Und das, wohlbemerkt, unter extrem schwierigeren Umständen, als hier in Deutschland oder sonstwo in Westeuropa.

Ein krasser Gegensatz hierzu war meine Erfahrung in Klassen 6 - 10 in den Neuen Bundesländern. Zwar hat Sachsen - tatsächlich! - ein weitaus schwierigeres Abitur, als z.B. NRW - so zumindest mein empfinden, dennoch musste ich in meinem ersten Jahr an einer deutschen Schule feststellen, dass man in den meisten Fächern dem russischen Schulunterricht enorm hinterher hinkte - so wurde z.B. Prozentrechnung erst in 7ter Klasse behandelt ( vgl. hierzu Russland - 5te Klasse ), im Deutschunterricht - was mir zu der Zeit gelegen kam, las man nach wie vor Kinderbücher, während in Russland bereits Tolstoj ein Begriff war. Aber nicht nur die Leistung, auch das Verhalten der deutschen Schüler haben mich zunächt schockiert - ich konnte mich eine Ewigkeit nicht daran gewöhnen, bei jeder Antwort nicht vom Stuhl aufzuspringen. Aber auch die nahezu permanente Mißachtung des Lehrers Wortes fiel mir negativ auf - zwar besuchte ich eines der besseren Gymnasien der Stadt, dennoch hatten viele der Schüler die Dreistigkeit den Unterricht zu stören... Dies ist die Stelle, an der ich zugeben muss, irgendwann ebenfalls den Respekt verloren zu haben ;-). Und nun erlebe ich die "Kids" von damals, ich gestehe, sie sind weder böse, noch haben sie alle mit 15 Kinder bekommen, die meisten leben ein relativ normales Leben, gehen Arbeiten oder Studieren - je nach persönlichem Wunsch oder Begabung. Und doch: ich möchte an der Stelle nicht Loki Schmidt zitieren, aber kristallisiert sich bei Einigen, nicht Wenigen das Problem heraus, Autoritäten anzuerkennen. Das Leben außerhalb des trauten Elternhauses ist nicht Antiautoritär, und es ist m.E. ein Jammer, wenn man dies erst im Erwachsenenalter mehr oder weniger schmerzlich erfahren muss.
Wenn ich im gleichen Zuge mit diesen Gedanken offiziellerseits Erwachsene - 18 bis 26jährige (größtenteils Abiturienten!), im Berufsschulunterricht erlebe, die weder Achtung noch Respekt vor dem Lehrer als Lehrer oder auch als Mensch haben und dies auch offensichtlich zeigen, tut es mir einfach nur Leid - für diese Halbwüchsige, für die Lehrer und für die gesamte Gesellschaft.... Sie mögen zwar das (relativ wenige) fachliche Wissen, dass von Ihnen verlangt wird, beherrschen,verfügen aber offensichtlich um keinen Funken Respekt und Anstand, der nuneinmal für ein friedliches zufriedenes Leben zwingend notwendig ist.
Hier kann ich nur hoffen, dass es trotz den offensichtlichen Mißständen ausreichend willensstarke und respektvolle Persönlichkeiten gibt, ansonsten - armes Deutschland!!!


Nun hoffe ich, dass ich nicht gleich gesteinigt werde und wünsche allen eine gute Nacht,

es grüßt

Emtec

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15.02.2005 23:04 emtec ist offline E-Mail an emtec senden Beiträge von emtec suchen Nehmen Sie emtec in Ihre Freundesliste auf
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Ich finde: da MUß man sich einmischen, solche ungerechten Eltern müssen wissen, daß da etwas falsch läuft. Nach jahrelanger Mißhandlung von frühester Jugend an habe ich mich gefragt, warum sich niemand einmischte, es wäre besser gewesen. Die Meisten haben bloß Angst, sich die Hände dreckig zu machen, tun deshalb die Schläge als Klapps ab. der mal nötig tut. Das sagen die Täter dann auch, und das Bewußtsein der Menschen ist noch nicht soweit aktiv zu werden. Es wird Zeit, für den Mut, sich einzumischen, damit nicht so viel Unglück durch Wegsehen geschehen kann.

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16.02.2005 01:05 Lady Morgia ist offline E-Mail an Lady Morgia senden Beiträge von Lady Morgia suchen Nehmen Sie Lady Morgia in Ihre Freundesliste auf
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Naja, viel kann/will ich zu diesem ganzen Thema eigentlich gar nicht sagen. Nur soviel: Gewalt kann niemals der Weisheit letzter Schluss sein!
Und dazu zählt in meinen Augen auch der "Klaps"... Wenn dieseer wirklich notwendig werden sollte, dann ist wahrscheinlich lange vorher schon so einiges schiefgelaufen bei der Erziehung.

Klar, auch ich habe früher hin und wieder den brühmten "Klaps" zu spüren bekommen - ob es nun gut oder schlecht für mich war, oder ob es mich zu dem gemacht hat was ich heute bin, möchte ich nicht beurteilen. (Jaja - einige von euch denken jetzt bestimmt, ich hätte davon noch viel mehr gebraucht... )
Zu meiner Grundschulzeit wurde übrigens (obwohl es offiziell verboten war) noch "richtige" Prügel seitens der Lehrer ausgeteilt, aber Respekt konnten sie mir damit nie einflössen - im Gegenteil: Ich habe sie abgrundtief gehasst, und wurde nur noch rebellischer und aufständischer!


Greetz,
Messiah
16.02.2005 12:13 Messiah ist offline Beiträge von Messiah suchen Nehmen Sie Messiah in Ihre Freundesliste auf Fügen Sie Messiah in Ihre Kontaktliste ein
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Original von Lady Morgia
Ich finde: da MUß man sich einmischen, solche ungerechten Eltern müssen wissen, daß da etwas falsch läuft. Nach jahrelanger Mißhandlung von frühester Jugend an habe ich mich gefragt, warum sich niemand einmischte, es wäre besser gewesen. Die Meisten haben bloß Angst, sich die Hände dreckig zu machen, tun deshalb die Schläge als Klapps ab. der mal nötig tut. Das sagen die Täter dann auch, und das Bewußtsein der Menschen ist noch nicht soweit aktiv zu werden. Es wird Zeit, für den Mut, sich einzumischen, damit nicht so viel Unglück durch Wegsehen geschehen kann.


Bist Du Dir 100%ig sicher, dass Du die jeweilige Situation vollständig korrekt interpretieren kannst? Bist Du Dir wirklich sicher, dass es sich bei dem "Schlag", Klaps oder wie auch immer gleich um Mißbrauch handelt? Maßt Du Dir wirklich an, nüchtern Unterscheiden zu können, was tatsächlich bereits Mißhandlung und deiner Projektion, aufgrund eigener negativer Erfahrungen, ist?

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16.02.2005 17:59 emtec ist offline E-Mail an emtec senden