Messiah
Das hier... Das ist der Alexander. Er macht bei einer Sendung mit,
die nennt sich "Deutschland sucht den Superstar". Klingt toll, ist es
aber nicht. Denn Alexander ist, wie die anderen Kandidaten auch, über
den Tisch gezogen worden.
Man hat Alexander und seinen Freunden erzählt, sie würden berühmt
werden. So berühmt wie Madonna würden sie sein, nur nicht ganz so
viel Sex würden sie haben. Und singen können brauchen sie auch nicht.
Hauptsache sie sind gerade 18 geworden und sehen gut aus. Das fanden
dann der Alexander, der Daniel und all die anderen ganz ganz toll,
und deshalb haben sie einen Vertrag unterschrieben.
Jetzt sieht man, wie der Alexander und die anderen auf einer großen
Bühne stehen und ins Mikro husten. Das findet das Publikum ganz toll!
Und auch die Hausfrauen zu Hause freuen sich, dass sie beim Bügeln
etwas Unterhaltung haben.
Der da vorne, das ist der Dieter. Er hat früher auch Musik gemacht
und gesungen. Das ist aber ganz lange her, und warum er so
erfolgreich war, weiß auch keiner mehr so genau. Und neben ihm sitzen
andere Leute, die auch keine Ahnung von Musik haben. Das nennt sich
dann Jury.
Wenn die Kids auf der Bühne fertig gesungen haben, hat die Jury die
Aufgabe, sie zu loben oder zu beleidigen. Das entscheiden sie so, wie
sie gerade wollen. Und auch danach, wie halbnackt die Sängerin auf
der Bühne gestanden und mit den Möpsen gewackelt hat.
Die ganze Sendung kostet wahnsinnig viel Geld, vor allem die
Saalmiete und der Dieter. Deshalb dürfen nach der Jury auch mal die
Hausfrauen von zu Hause anrufen. Das kostet dann so viel wie mit
einem Handy nach China zu telefonieren. Da das aber nicht reicht,
müssen die Kandidaten auch mal zusammen singen. Das kommt dann auf
eine CD, und die wird auch für viel Geld im Plattenladen verkloppt.
Da kommt tatsächlich eine Menge Schotter zusammen, viel mehr als dein
Taschengeld. Es sind aber auch eine Menge Leute da, die zwar nicht so
direkt da vorne gestanden und gesungen haben, aber trotzdem was
abhaben wollen, für einen neuen Mercedes zum Beispiel. Und wenn am
Ende noch was übrig bleibt, kriegen sogar noch die Sänger einen
Gameboy geschenkt oder eine Pommes rot-weiß ausgegeben.
So sind alle glücklich. Und weil sich alle darüber so freuen, wie
leicht es ist, mit ein paar Deppen so sauviel Kohle zu machen, gibt
es immer mehr Sendungen der Art.
Wie man auch mit Sängern aus dem Altersheim absahnen kann, und was
der Daniel mit Gurken zu tun hat, das erzählen wir euch in der
nächsten Folge.
die nennt sich "Deutschland sucht den Superstar". Klingt toll, ist es
aber nicht. Denn Alexander ist, wie die anderen Kandidaten auch, über
den Tisch gezogen worden.
Man hat Alexander und seinen Freunden erzählt, sie würden berühmt
werden. So berühmt wie Madonna würden sie sein, nur nicht ganz so
viel Sex würden sie haben. Und singen können brauchen sie auch nicht.
Hauptsache sie sind gerade 18 geworden und sehen gut aus. Das fanden
dann der Alexander, der Daniel und all die anderen ganz ganz toll,
und deshalb haben sie einen Vertrag unterschrieben.
Jetzt sieht man, wie der Alexander und die anderen auf einer großen
Bühne stehen und ins Mikro husten. Das findet das Publikum ganz toll!
Und auch die Hausfrauen zu Hause freuen sich, dass sie beim Bügeln
etwas Unterhaltung haben.
Der da vorne, das ist der Dieter. Er hat früher auch Musik gemacht
und gesungen. Das ist aber ganz lange her, und warum er so
erfolgreich war, weiß auch keiner mehr so genau. Und neben ihm sitzen
andere Leute, die auch keine Ahnung von Musik haben. Das nennt sich
dann Jury.
Wenn die Kids auf der Bühne fertig gesungen haben, hat die Jury die
Aufgabe, sie zu loben oder zu beleidigen. Das entscheiden sie so, wie
sie gerade wollen. Und auch danach, wie halbnackt die Sängerin auf
der Bühne gestanden und mit den Möpsen gewackelt hat.
Die ganze Sendung kostet wahnsinnig viel Geld, vor allem die
Saalmiete und der Dieter. Deshalb dürfen nach der Jury auch mal die
Hausfrauen von zu Hause anrufen. Das kostet dann so viel wie mit
einem Handy nach China zu telefonieren. Da das aber nicht reicht,
müssen die Kandidaten auch mal zusammen singen. Das kommt dann auf
eine CD, und die wird auch für viel Geld im Plattenladen verkloppt.
Da kommt tatsächlich eine Menge Schotter zusammen, viel mehr als dein
Taschengeld. Es sind aber auch eine Menge Leute da, die zwar nicht so
direkt da vorne gestanden und gesungen haben, aber trotzdem was
abhaben wollen, für einen neuen Mercedes zum Beispiel. Und wenn am
Ende noch was übrig bleibt, kriegen sogar noch die Sänger einen
Gameboy geschenkt oder eine Pommes rot-weiß ausgegeben.
So sind alle glücklich. Und weil sich alle darüber so freuen, wie
leicht es ist, mit ein paar Deppen so sauviel Kohle zu machen, gibt
es immer mehr Sendungen der Art.
Wie man auch mit Sängern aus dem Altersheim absahnen kann, und was
der Daniel mit Gurken zu tun hat, das erzählen wir euch in der
nächsten Folge.