Major Toht
Moin zusammen!
Ich bin eben bei spiegel.de drüber gestolpert und fand die Sache schon irgendwie heftig.
Ihr kennt sicherlich alle die Ausstellung "Körperwelten", in der Gunther von Hagens präparierte Leichen ausstellt. Bisher nahm ich immer an, dass es sich bei diesen Toten um Menschen handelte, die sich freiwillig schon vor dem Tod dazu gemeldet hatten, als ich die Ausstellung vor einigen Jahren in Oberhausen besuchte, konnte man dort sogar direkt vor Ort Formulare ausfüllen, in denen man seinen Körper besagtem Anatom überschrieb.
Nun bin ich über einen Artikel gestolpert, in dem laut wird, dass von Hagens, sei es wissend oder unwissend, eine Menge Leichen in China aufgekauft hat, um diese zu präparieren. Einige Tote wiesen Kopfschüsse auf, andere hatten kreuzförmige Einschnitte in der Bauchdecke, was bei exekutierten Menschen in China wohl so ist, denn man entnimmt ihnen nach dem Tod die Organe.
Hier der Bericht:
Quelle: DPA
Wie dem auch sei, mich würde einmal interessieren, was Ihr generell von dieser Ausstellung und dann vor allem von diesen Gerüchten um angeblich exekutierte Leichen haltet!?
Ich habe, wie schon geschrieben, die Ausstellung seinerzeit in Oberhausen gesehen und fand sie äußerst interessant. Argumente von "Moralaposteln" und Ethik-Freaks, die Ausstellung verstosse gegen die Menschenwürde nach dem Tod (bla) konnte ich nicht nachvollziehen, da sich die Menschen eben freiwillig gemeldet haben, und die Form von Kunst, die Gunther von Hagens kreiert hat, finde ich persönlich weder eelig noch schlimm, im Gegenteil, ich war sehr fasziniert von der Ausstellung.
Schlimm fände ich allerdings, wenn sich diese Gerüchte tatsächlich bewahrheiten sollten...
Also: Was denkt Ihr?
Hier noch einmal der Link zur Ausstellung:
Körperwelten
Ich bin eben bei spiegel.de drüber gestolpert und fand die Sache schon irgendwie heftig.
Ihr kennt sicherlich alle die Ausstellung "Körperwelten", in der Gunther von Hagens präparierte Leichen ausstellt. Bisher nahm ich immer an, dass es sich bei diesen Toten um Menschen handelte, die sich freiwillig schon vor dem Tod dazu gemeldet hatten, als ich die Ausstellung vor einigen Jahren in Oberhausen besuchte, konnte man dort sogar direkt vor Ort Formulare ausfüllen, in denen man seinen Körper besagtem Anatom überschrieb.
Nun bin ich über einen Artikel gestolpert, in dem laut wird, dass von Hagens, sei es wissend oder unwissend, eine Menge Leichen in China aufgekauft hat, um diese zu präparieren. Einige Tote wiesen Kopfschüsse auf, andere hatten kreuzförmige Einschnitte in der Bauchdecke, was bei exekutierten Menschen in China wohl so ist, denn man entnimmt ihnen nach dem Tod die Organe.
Hier der Bericht:
| Zitat: |
Der Erfinder der umstrittenen Ausstellung "Körperwelten", Gunther von Hagens, soll in China in großem Stil Leichen zum Verkaufen und Präsentieren aufbereiten, darunter auch die Körper von Hingerichteten. Bei einer Inventur in seinem fabrikartigen Unternehmen im nordwestchinesischen Dalian am 12. November 2003 seien 647 Leichen gezählt worden, berichtete das Nachrichtenmagazin "Der Spiegel". Dabei handelt es sich nach diesen Angaben nicht nur um Leichen von Spendern und medizinischen Einrichtungen. Dokumentierte Verletzungen belegten, dass unter den Toten auch chinesische Hinrichtungsopfer seien. "Einschussloch im Kopf" So wiesen manche Leichen ein "Einschussloch im Kopf" auf. Bei anderen heiße es "Bauchdecke kreuzweise aufgeschnitten" - nach "Spiegel"-Angaben ein deutlicher Hinweis darauf, dass dem Toten alle Organe entnommen wurden, was in China bei Opfern von Todesurteilen üblich sei. Bei der Inventur in "Von Hagens Plastination Ltd." in Dalian seien neben den ganzen Leichen "noch 3909 Leichenteile wie Beine, Hände oder Penisse aufgeführt und 182 Föten, Embryos und Neugeborene mit Seriennummer, Größe, Alter und Geschlecht katalogisiert" worden. Von Hagens "entsetzt" Am 12. November 2001 wurde nach "Spiegel"-Angaben in einem Bunker der Plastination Ltd. ein Lastwagen mit 27 toten Männern und 4 Frauen entladen, die noch Kleidung getragen hätten. Während einer staatlichen Säuberungswelle gegen angebliche Kriminelle seien in Dalian zwei Leichen angeliefert worden. Sie hätten Merkmale aufgewiesen, von denen von Hagens im "Spiegel" einräumt, sie ließen auf Hingerichtete schließen. Er sei entsetzt gewesen. Verantwortliche Mitarbeiter hätten das Unternehmen inzwischen verlassen, zitiert das Magazin den ehemaligen Mitarbeiter der Universität Heidelberg. Frühestens am kommenden Dienstag werde von Hagens detailliert zu dem Bericht Stellung nehmen, sagte die Veranstalterin von "Körperwelten", Angelina Whalley, in Frankfurt am Samstag. Er komme erst am Montag aus London zurück. Whalley selbst wollte sich nicht äußern. Die Ausstellung war von Hamburg nach Frankfurt gewandert und dort am Donnerstag eröffnet worden. Nach Angaben des "Spiegel" betreibt das Unternehmen neben den Ausstellungen auch einen "lukrativen internationalen Vertrieb von anatomischem Lehrmaterial". In China gab es bereits Proteste In China hatte es nach einem Medienbericht im vergangenen November bereits Wirbel um die Anlage in Dalian gegeben. Nach Angaben der amtlichen Nachrichtenagentur Xinhua kritisierten chinesische Mediziner das Konzept, aus Leichen Kapital zu schlagen. Diese sollten lediglich für medizinische Zwecke benützt werden. Auch im Internet und in staatlichen Medien wurde harsche Kritik laut. "Leichen wie am Fließband hergerichtet" In Dalian richteten "rund 170 straff geführte chinesische Arbeiter" die Leichen wie am Fließband her, enthäuteten formalingetränkte Körper und pumpten Kunststoff in die Adern, berichtete "Der Spiegel". Behandelt werde "in Formalin fixiertes Rohmaterial aus China, Russland und Kirgisien", dessen Wege in Heidelberg gesteuert würden. Außer in Dalian betreibe von Hagens noch in Heidelberg und im kirgisischen Bischkek Produktionsstätten. Seit 1996 auf Tour Die Leichenschau "Körperwelten" ist seit 1996 auf Tour und gilt inzwischen als eine der bestbesuchten Ausstellungen weltweit. Mehr als 13 Millionen Interessierte haben sie nach Angaben der Organisatoren bislang angesehen. Bei der Schau werden rund 200 Präparate gezeigt, vom Organ bis zum kompletten Körper. Möglich wurde diese Präsentation durch die Plastination, eine Erfindung von Hagens. Im November hatte der letzte russische Gerichtsprozess um den angeblichen Verkauf Dutzender Leichen an die Anatomie-Ausstellung mit einem Freispruch geendet. Dabei ging es um einen Leichentransport nach Deutschland. Der Leiter der Gerichtsmedizin von Nowosibirsk, Wladimir Nowosjolow, wurde freigesprochen. Monate zuvor war das erste Verfahren um angebliche Lieferungen an den Präparator von Hagens gegen einen Kollegen Nowosjolows eingestellt worden. Kirgisischen Wissenschaftlern in der Hauptstadt Bischkek wird zur Last gelegt, 488 Leichen nach Deutschland verkauft zu haben. Hagens hatte jede "russische Beteiligung" an "Körperwelten" bestritten. |
Quelle: DPA
Wie dem auch sei, mich würde einmal interessieren, was Ihr generell von dieser Ausstellung und dann vor allem von diesen Gerüchten um angeblich exekutierte Leichen haltet!?
Ich habe, wie schon geschrieben, die Ausstellung seinerzeit in Oberhausen gesehen und fand sie äußerst interessant. Argumente von "Moralaposteln" und Ethik-Freaks, die Ausstellung verstosse gegen die Menschenwürde nach dem Tod (bla) konnte ich nicht nachvollziehen, da sich die Menschen eben freiwillig gemeldet haben, und die Form von Kunst, die Gunther von Hagens kreiert hat, finde ich persönlich weder eelig noch schlimm, im Gegenteil, ich war sehr fasziniert von der Ausstellung.
Schlimm fände ich allerdings, wenn sich diese Gerüchte tatsächlich bewahrheiten sollten...
Also: Was denkt Ihr?
Hier noch einmal der Link zur Ausstellung:
Körperwelten
und ich muss sagen, ich war sehr fasziniert. teilweise schon wirklich gruselige sache das. ich denke, wenn ich das gestern schon gelesen hätte, wäre ich nicht so unbefangen (vielleicht auch gar nicht) hingegangen.