Alles rund um Dark Wave, EBM, Gothic und Industrial
pro/contra freitod
Vollkrach
Da dieses ja ein „schwarzes board“ ist (örghs, blöder einstieg ..ruhe messiah), möchte ich mal gern wissen wie ihr zur emanzipation des freitods steht? die gesellschaft beschwört die schwarze szene oft ja als eine todesliebende, destruktive denkstruktur, dessen einziges bestreben der erlangte tod bzw. das töten sei ( so sagen es die medien ;-] zb. das paar ruda). wie steht ihr zu diesem klischeeansatz?
...und wie ist es mit der freien entscheidung über das eigene leben zu bestimmen?
...wann darf ich ohne reue den freitod wählen(vorischtiganfrag)???
...wie steht ihr zu der diskusion der euthanasie? wenn ja, wer darf das entscheiden? Wenn nein, mit welchem recht? wo fängt die würde des menschen an und wo hört sie auf? wie lange ist man noch ein mensch,.....wenn er nur noch durch maschinen lebt?
selbst wenn in diesem thread ne grundsatzdiskusion anfängt, ist mir egal...schreibt was ihr denkt.
vk
Messiah
Hä? Schwarzes Board? Wo?
Naja, ich schreib zum eigentlichen Thema jetzt erstmal nix... da warte ich mal ab, bis sich ein paar andere geäussert haben.
Nur soviel vorab: "Selbstmord ist wie wegrennen!"
Greetz,
Messiah
NP: Erb(s)en der Schöpfung - Niemand kennt den Tod
Vollkrach
| Zitat: |
| Hä? Schwarzes Board? Wo? |
nimm die rosa brille ab, bitte.
wegrennen ist meiner meinung nach sehr untertrieben, denn wer rennt kann auch anhalten , oder umkehren.
...dann warte halt bis wer was schreibt, denn ne antwort zu kritisieren ist einfacher, als ne meinung zu präsentieren.
Scully
Das die Schwarze Szene oft mit der Suizidalität in Verbindung gebracht wird stimmt--- als Klischee !!!!
Vielmehr ist es ein Auseinandersetzen mit dem Tod und das Hinterfragen der Denkstrukturen in unserer Gesellschaft, die das Thema Tod eher tabuisiert.
Keinesfalls ist die Szene "todesliebend" oder "destruktiv", ganz im Gegenteil.
Die Auseinandersetzung mit dem Tod, den Tod als dazugehörig zu betrachten ist keineswegs destruktiv.
( Mann, vollkrach, wie wäre es mal, wenn Du als mein Göttergatte Dir mal meine Diplomarbeit durchlesen würdest ?)
Mit der freien Entscheidung über das eigene Leben ist das so eine Sache...
eigentlich sollte dieses so sein,jedoch kann ein Mensch in so eine Situation gelangen aus der nur er in diesem Moment keinen Ausweg sieht. Oder ein Mensch, der eine Depression hat und gar nicht mehr fähig ist, sich selbst aus dieser Situation zu befreien; der Hilfe braucht ....was ist damit ? Was wäre denn zum Beispiel mit mir passiert, hätte ich keine professionelle Hilfe bekommen ? Ohne Hilfe hätte ich es wohl nicht mehr erleben dürfen, wieder ein lebensbejahender , glücklicher Mensch zu sein, wie ich auch vor der Depression gewesen bin.
Wie gesagt,auch eine Depression kann plötzlich und (für einen selbst) unerwartet kommen...und dann ?
Ansonsten finde ich es fehl am Platz, im Zusammenhang mit dem Suizid von Reue zu sprechen. ( Bitte nicht Selbstmord- dieser Begriff ist falsch, auch wenn er von den Medien immer wieder benutzt wird ).
Die Gründe, deisen Weg zu gehen sind ebenso vielschichtig wie die Personen die dieses tun. Bestimmte Beispiele um "ohne Reue" sich zu töten würde ich daher nicht auflisten wollen, da ich nichts pauschalisieren möchte.
Zum Thema Euthanasie : Dieses Thema ist ebenfalls sehr heikel, wir haben in einigen Rechtsvorlesungen darüber ebenfalls Diskussionen geführt. Z.B. sind Spätabtreibungen ( nach der 13. Woche bis einen Tag vor der Geburt) auch euthanasiche Vorgängen !!
Da fängt es z.B. wieder an : Ab wann ist ein Leben lebenswert? Wer darf darüber entscheiden, ob eine Behinderung eines Menschen diesen so sehr einschränkt, dass er keinen Spass am Leben haben könnte...etc...
Noch einmal zu Messiahs Spruch, dass der Suizid praktisch ein Wegrennen sei.
Viele Menschen, die schon einmal (oder mehrmals) versuchten, sich selbst zu töten wollten nur Eines : endlich Ruhe haben ( egal wovor oder vor wem auch immer ) durch dieses nicht mehr "leben können" entsteht erst der Gedanke an den Suizid. Ich sehe es nicht als wegrennen an, und auch nicht als feige.
So, das soll fürs Erste von meiner Seite reichen. Freu mich auf ne´Diskussion
An Messiah : Grüße Noir von mir !!!
data-morgana
hmm...heikles thema würd ich meinen. freitod ist auch in meinen augen eine form des weglaufens vor problemen. die menschen, die den freitod als lösung wählen, finden einfach keine lösung für ihr problem. allerdings kann ich z.b. gut nachvollziehen, daß jemand der schwer krank ist (z.b. krebs im endstadium) und weiß, daß es definitiv keine heilung für ihn geben wird, diesen weg geht.
euthanasie: in meinen augen eigentlich noch heikler. ich hab mich während meinem zivi ein bißchen damit auseinandergesetzt (war in nem kurheim für behinderte. wir hatten das volle program vom kaum sichtbaren spasmus aufwärts. das nur zur info). na also jedenfalls hatten wir dort einen fall an den ich mich sehr gut erinnern kann: der saß den ganzen tag teilnahmslos in seiner ecke und hat (scheinbar) nix mitbekommen. musste gefüttert werden, windeln, konnte nicht sprechen, musste überall hingebracht werden. ich hab mich da schon gefragt, ob er wirklich was vom leben hat. aber: wer kann das mit sicherheit sagen? wer nimmt sich das recht raus zu sagen "weg damit!! der hat eh kein leben!"? hat er denn kein leben, nur weil er still und friedlich in seiner ecke saß? vielleicht hat ihm das einen riesen spaß gemacht...autisten sind doch da ein herrliches beispiel: viele von ihnen sitzen teilnahmslos irgendwo in der gegend rum und leben in ihrer eigenen "traumwelt". die wissenschaft hat bewiesen, daß sie sich in ihrer umwelt wohlfühlen! und da führt der bogen zur abtreibung: wenn ein kind behindert zur welt kommt, kann es doch trotzdem ein schönes leben haben. sicher ist es für die eltern nicht immer leicht mit einem behinderten kind, aber es kann trotzdem eine menge spaß machen.
cya
data
Messiah
Also, gutster Vollkrach - es ging mir nicht darum, andere Meinungen zu diesem Thema zu kritisieren! Ich wollte mich nur erstmal etwas zurückhalten, und andere zu Wort kommen lassen. Und das ist ja wohl nicht sträflich, oder!?
Zu Beginn will ich erstmal Lilith zustimmen - die Szene wird gerne mit Suizid in verbindung gebracht, und auch sehr viele Szene-zugehörige meinen tatsächlich, dass sie dieses Gefühl gepachtet hätten, nur weil sie sich in dieser Szene bewegen.
Dies haut allerdings nicht hin! Denn, und das wird jeder Psychologe bestätigen,
jeder Mensch hat mindestens einmal im Leben Suizidgedanken! Und nicht nur das - ebenso hat auch jeder Mensch in seinem Leben eine Phase, in der er sich selbst Verstümmelt (oder dies zumindest versucht). Auch das ist also kein "Sonderrecht" der schwarzen Szene! Dies kann verschiedenste Formen annehmen, vom Fingernägel abkauen bis zum Anschlag, über Ritzerspielchen mit Rasierklingen o.ä. bis hin zum abbeissen von Hautfetzen. Aber all dieses hat bei
jedem Menschen den selben Ursprung, wenn man nur tief genug gräbt! Leute, die also glauben, sie seien "Goth", weil sie mit Suizidgedanken und aufgeschnittenen Armen rumlaufen, haben definitiv das "Thema verfehlt" und dürfen sich wieder setzen. Aber das ist wieder ein anderes Kapitel und muss jetzt hier nicht breitgetreten werden...
Back to Topic:
"Selbstmord ist wie wegrennen" - hatte ich ja eingangs schon erwähnt. Es ist in meinen Augen sehr wohl ein weglaufen vor Problemen. Es gibt für jedes Problem auf dieser Welt eine Lösung! Nur, weil man nicht imstande ist, diese Lösung selbst zu sehen, heisst das nicht, dass die Lösung nicht existiert. Oftmals bedarf es einfach nur die Sichtweise anderer Menschen, um eine Lösung für ein Problem zu finden. Nur muss man sich halt dazu überwinden, die Hilfe anderer Leute in anspruch zu nehmen.
Tiefe Depressionen enden sehr oft im Freitod - aber es muss hier einfach auch erkannt werden, dass Depression eine ernsthafte und ernstzunehmende Krankheit ist! Und wie bei anderen Krankheiten auch, kann man diese Behandeln und meist erfolgreich Heilen. Der einzige Unterschied ist, dass hier nicht der Körper, sondern die Seele krank ist. (Leute, die die Existenz ihrer Seele verleugnen, haben dann natürlich ein Problem - weil, wo nix Seele, da kann auch nix krank sein... aber das ist auch ein anderes Thema...)
Gründe, um Alternativen zum Freitod zu finden gibt es bestimmt genug - allerdings muss man sich dann auch damit auseinandersetzen, und die Gründe sind im Einzelfall natürlich unterschiedlich. Ein guter Grund sind hier zum Beispiel Träume! Wie armseelig sind Menschen, die keine Träume und Ziele mehr haben in ihrem Leben...
Ok - soviel erstmal hierzu...
Greetz,
Messiah
NP: Seelenkrank - Fehlfunktion
Messiah
Hmmmm - also bei derzeit 75 registrierten Usern müssten hier eigentlich mehr Antworten kommen... wenn es denn ein schwarzes Board wäre... (gell, vollkrach!?

)
...oder sind hier alle nur so schreibfaul???
Greetz,
Messiah
NP: Nancy Sinatra - Bang Bang (Soundtrack: Kill Bill)
Vollkrach
75 mitglieder ist schon klar, aber beachte das täglich !!!!!!!NUR!!!!!! 15 bis 30 logs auf der hp verzeichnet werden;-]
...aber in dem anderem punkt geben ich dir 100%ig recht...... es ist wie so oft bei irgendwelchen subkulturen...nur der harte kern ist seiner aussage mächtig und vertritt diese auch würdig:-]
mfg
vk
Desperado
Wir sind alle noch relativ jung, wer von euch hat sich denn schonmal wirklich Gedanken darüber gemacht, was er vor seinem Tod noch will und was nicht? Wer hat denn ein Patiententestament oder eine Vorsorgevollmacht?
Keiner von uns hat so gut vorgesorgt!
Aber es gibt Dinge, die eigentlich sehr wichtig sind. Habt Ihr Euch mal überlegt, dass Eure Eltern noch nicht mal in der Lage wären, eure Wohnung zu kündigen, wenn ihr ein Langzeitkomapatient wärd?
Ich möchte kein Leben an Maschinen und ich kann nur hoffen, dass meine Freunde und Familie diesen Wunsch irgendwann einmal respektieren. Ich kann durchaus verstehen, dass Menschen sich das Leben nehmen, weil sie unheilbar krank sind und sich und ihren Angehörigen einen langen qualvollen Leidensweg ersparen wollen! Die Entscheidung dazu liegt schließlich bei jedem selber!
Stone
@Desperado: Da gebe ich dir Recht. Niemand möchte an Maschinen angeschlossen, sein restliches, in diesem Fall, jämmerliches Leben weiter fristen.
Aber wie definiert man "mit Würde sterben"?
Vielleicht Menschen, die so krank sind, dass sie innerlich schon mit dem Leben abgeschlossen haben und sich nach dem Tod sehnen? Vielleicht denken sie, dass es ihnen besser geht, wenn sie "auf der anderen Seite" sind.
Dass sie sich vielleicht mit innerem Frieden von ihren Angehörigen verabschieden können? Ich weiß es nicht. Ich kann "in Würde sterben" nicht definieren...
Was die Sterbehilfe angeht, so bin ich 100%ig dafür, weil ich denke, dass niemand leiden sollte. Z.B. die Menschen, die nur noch Schmerzen haben und sich vielleicht nicht mehr artikulieren können, weil sie mit Schmerzmittel vollgepumpt sind, die u.U. nicht mal helfen...
Ich meine... wenn schon die Ärzte sagen, dass der "Patient" große Schmerzen hat und man ihm nicht mehr helfen kann... warum sollte man ihn dann nicht erlösen von seinem Leid?
Sicher ist es dann sehr schwer, von demjenigen Abeschied zu nehmen. Aber irgendwann ist der Punkt erreicht, wo man einfach Abschied nehmen muss.
Ein Patiententestament sollte jeder schon in jungen Jahren verfassen. Falls dann wirklich mal ein schwerer Unfall oder Krankheit einen daran hindert zu sagen, was man will und was man nicht will, dann weiß der Arzt Bescheid und kann dementsprechend handeln...
Das Problem ist nur, dass sich niemand wirklich Gedanken über ein Patientestament macht, weil sie nicht Bescheid wissen, dass es sowas gibt, oder sie denken: "Mir passiert schon nichts..."
Dabei kann einem jeden Tag etwas passieren.
In diesem Sinne.....
Uziel
Moin...
So, endlich habe ich auch mal die entsprechende Zeit und vor allem auch die Muße mich zu diesem Thema zu äußern...
Erstmal kurz OT:
Ich denke hier handelt es sich schon um ein "tiefsinnigeres" Thema, also bin ich auch ganz froh drum, daß hier keine Antworten drin stehen, die mal eben zwischen Tür und Angel erstellt worden sind. Sie würden dieses Thema nur abflachen lassen.
@ Messiah
Wenn Du jetzt vom "schwarzen Board" forderst, daß sofort jeder User auf dieses Thema anspringt und was postet, dann unterstützt es nur das Klischee, daß Du oben noch negierst.
@ Vollkrach
Ich bin nicht unbedingt der Meinung, daß antworten hier eine klare Aussage trifft, über die Zugehörigkeit zu einer Subkultur (auch das würde nur wieder das Klischee unterstreichen) noch über die Fähigkeit seine Meinung zu vertreten. Wenn ich zu solchen Themen keine klare und vertretbare Position habe, dann halte ich mich aus so etwas lieber raus, als HWG-Gefasel.
@ Stone & Desperado
Ich bin kein Jurist, also kann ich nicht 100%ig sagen, ob sich dort im letzten Jahr etwas verändert hat. Aber zum Thema "Patiententestament": Hier handelt es sich nur um eine Willenserklärung der Person, die aber keine rechtliche Grundlage hat. Ob dem entsprochen wird oder nicht, entscheidet der behandelnde Arzt und natürlich die Angehörigen. Es handelt sich hierbei nur um eine "Gewissensberuhigung" für den Arzt und die Angehörigen. Mit der Vorsorgevollmacht stimme ich aber unumwunden zu.
Back to Topic:
Jeder Mensch hat die freie Entscheidung, was er mit seinem Leben veranstaltet. Solange dieses natürlich in den Grenzen der Gesetze steht. Suicid fällt in unserem Land aber nicht unter irgendein Gesetzbuch. Von daher, spreche ich jedem das Recht zu, sein Leben zu beenden, wenn er es für angebracht hält. In dem Falle daß er selber auf Grund von Krankheit oder Behinderung dies nicht mehr selber vollziehen kann, halte ich auch die aktive Euthanasie für vertretbar.
Aber........
Mit diesen Themen bewegen wir uns in einer solch "extremen" Ecke, daß ich nicht der Meinung bin, daß man sie pauschal regeln kann. Es gibt immer wieder Fälle, die nicht in ein Schema passen und sich deswegen auch nicht hier mal eben pauschal reglementieren lassen.
Prinzipiell kann ich den Freitod nicht tolerieren, wenn durch diese Tat mittel- oder unmittelbar unbeteiligte Personen geschädigt werden. Sei es körperlich oder seelisch. Dies bezieht sich auf die Art und Weise, wie jemand sein Leben beendet. Klassisches Beispiel: Sich vor einen Zug zu werfen ist eine völlig unakzeptable Lösung.
Wenn sich jemand aus einer Depression oder eines anderen "lösbaren" Problems entschließt sein Leben zu beenden, nur weil er nicht in der Lage ist, sich die entsprechende Hilfe bei anderen zu erbitten, oder anzunehmen, so kann ich auch hier nicht zwangsläufig von einem "Wegrennen" oder "schwachen" Charakter sprechen. Meißtens ist das so. Das gestehe ich ein. Aber in vielen Fällen ist dies eher ein Problem des Umfelds und der Gesellschaft. Auch in unserer Gesellschaft ist ein "Hilferuf" immer mit einem Hauch von Schwäche behaftet. Und ob der Mensch bereit ist, diese "Schwäche" einzugestehen, daß liegt an seiner Erziehung, seiner Prägung und an seinem derzeitigen Umfeld.
Entsprechend steht es mit meiner Meinung zur Euthanasie. Egal ob sie aktib oder passiv geschieht. Es ist hierbei der Fall als spezielles zu betracheten und da ja hier immer noch die Beteiligung von Anderen "benötigt" wird und man sehr schnell in menschlichen und rechtlich bedenklichen Grauzonen unterwegs ist, werde ich mich hier eine konkreten Meinung enthalten. Denn sie würde wohl weder eine pauschal zutreffende These enthalten, noch würde sie für das Gros der hier Lesenden eine vertretbare Meinung enthalten.
Gruß,
Judas
BloodÄngel
| Zitat: |
...und wie ist es mit der freien entscheidung über das eigene leben zu bestimmen?
...wann darf ich ohne reue den freitod wählen(vorischtiganfrag)???
...wie steht ihr zu der diskusion der euthanasie? wenn ja, wer darf das entscheiden? Wenn nein, mit welchem recht? wo fängt die würde des menschen an und wo hört sie auf? wie lange ist man noch ein mensch,.....wenn er nur noch durch maschinen lebt? |
meine meinung weicht leider öfters mal ab von der allgemeinheit ..
... jeder sollte selbst entscheiden können ob er leben will oder nicht, ich denke man kann einem freigeist nicht vorschreiben was er zutun hat und was nicht .. wieso können wir entscheiden ob tiere sterben dürfen aber wir sind nicht in der lage zb den freitod zu wählen ..
was ich sagen will, freitod ist ok .. wenn man nicht mehr mit seinen problemen klar kommt und diesen weg wählt ist es ok .. für mich, es ist hart für die menschen die an der person hängen aber jeder trifft entscheidungen mit denen er leben muss oder sterben
... euthanasie .. hmm .. kommt drauf an in welchem zusammenhang .. wenn es um das umbringen von menschen geht die "unheilbar krank sind" (siehe drittes reich) .. dann bin ich konsequenz dagegen .. wenn es um sterbehilfe geht für menschen die krank sind, ist es wünschenswert .. ich sehe lieber jemanden friedlich einschlafen der krank ist als das er sich noch wochen oder monate quält ..
die würde des menschen fängt an der person an, niemand sollte vorschreiben dürfen was für ihn richtig ist und was nicht .. wenn man sterbenskrank ist und man weiss das man nurnoch kurze zeit auf erden hat sollte man ihm das recht geben sein leben zu beenden ..
Bloody
vielleicht ein bisschen am thema vorbei aber was solls
aXu
| Zitat: |
... jeder sollte selbst entscheiden können ob er leben will oder nicht, ich denke man kann einem freigeist nicht vorschreiben was er zutun hat und was nicht .. wieso können wir entscheiden ob tiere sterben dürfen aber wir sind nicht in der lage zb den freitod zu wählen ..
was ich sagen will, freitod ist ok .. wenn man nicht mehr mit seinen problemen klar kommt und diesen weg wählt ist es ok .. für mich, es ist hart für die menschen die an der person hängen aber jeder trifft entscheidungen mit denen er leben muss oder sterben |
Danke dir. Ich könnte es nicht besser ausdrücken.
Ich selbst bezeichne es nicht als davonlaufen. Es gibt dinge, die lassen sich nicht lösen, nicht klären und nicht ungeschehen machen. Sie sind allgegenwärtig und zerren an der lebenskraft. wenn diese schwindet, was soll man machen?
Es gibt meistens einen andren Weg aber nicht immer...
Schwarzbaer
TJa, da haben wir wirklich mal einen intensiven Thread, mit einem sehr schönen Thema. Warum schön? Na weil es hierzu echt viele, ernstgemeinte Meinungen zu gibt.
Ich denke, jeder mündige Mensch (im Sinne des BGB, denn das halte ich durchaus für vernünftig) sollte über sein Leben frei entscheiden dürfen. Ich denke da an Hermi E., die seinerzeit ihr Leben mit Hilfe von Dr. Hackethal selber beendete. Ich denke auch, das war kein weglaufen - ihr Krebs war unheilbar - Punkt. Man sollte nur drauf achten, daß niemand anders zu Schaden kommt.
Das mit der Reue - hm, schwierig... Wenn man auf die religiöse Schiene geht, kommt es auf die Religion an. Die drei Klassiker Judentum, Christentum und Islam definieren glaub ich Suizid als Sünde. Dumm gelaufen... Außer man ist Extremist und macht sich zum Märtyrer... Was die Gedanken an Hinterbliebene angeht, so ist es sicherlich eine Einzelfallgeschichte. Den Erben eines schwer krebskranken Menschen fällt der Suizid des geliebten Menschen mit Sicherheit leichter als den Angehörigen eines "ganz normalen" (in Ermangelung eines besseren Wortes) Menschen.
Euthanasie - siehe einmal Hermi E., siehe einmal drittes Reich. Ich habe gemeinsam mit meiner Mutter vor drei Jahren die Entscheidung getroffen, meinem Vater die Maschinen abstellen zu lassen, weil er nur vor sich hin vegetiert wäre, ohne Bewußtsein. Ich muß mich hier einfach auf die Ärzte verlassen. Immer eine Einzelfallentscheidung.
Eine Behinderung als Euthanasiegrund ist m. E. jedoch abzulehnen. Ich meine, hey, guckt Euch Stephen W. Hawking an. Körperlich fehlt nur der Griff zum Wegschmeissen, aber der Mann hat einen Intellekt vor dem ich nur den Hut ziehen kann. Puh, Roman erstmal zu Ende...
Black Soul
Freitod und Euthanasie sind sehr umfangreiche und auch sehr heikle Themen und doch glaube ich, ist jeder entweder mit der einen oder aber auch mit der anderen Situation konfrontiert worden.
zum sogenannten Selbstmord:
Auch ich befand mich mal an einem Punkt an dem ich glaubte es macht alles keinen Sinn mehr. Ich war 19 Jahre jung und musste meine erste Entscheidung für´s Leben treffen (möchte derzeitig nicht näher drauf eingehen, da es mich noch heute emotional mitnimmt). Doch hinterher verleugnete ich, das es meine Entscheidung war und suchte nach Schuldigen/Verantwortlichen. Und in Momenten in denen ich mir vor Augen hielt, dass ich ganz allein entschieden habe, konnte ich damit nicht umgehen. So distanzierte ich mich von meiner Familie, meine Beziehung drohte in die Brüche zu gehen, mein Schulabschluss stand vor der Tür... Ich wußte nicht mehr ein noch aus. An einem Tag stritten mein Freund und ich mal wieder! über dieses Thema und ich merkte das er mir keine Unterstützung war. Stattdessen bekam ich noch Vorwürfe bezüglich meiner Distanzierung zu hören und ich verlor die Kontrolle...
Dank aber meines Freundes bin ich heute in der Lage dies und vieles mehr zu schreiben, denn er erkannte meine Gefühle und brachte mich ins Krankenhaus. All die Tabletten und der Alkohol mussten ja wieder raus...
Heute weiß ich, dass es (in meinem Fall) ein weglaufen war und keine Lösung. Ich danke ihm und bin froh noch ein Erdenkind zu sein!
Aber ich kann mir Situationen sehr wohl vorstellen in denen der Freitod eine Erlösung statt ein weglaufen ist. solche sind ja auch bereits genannt worden, wie z.B unheilbar krank. Das wäre ein Punkt an dem ich selbst auch diesen Weg gehen würde, solange ich dazu noch in der Lage bin, denn, und nun komme ich unweigerlich zur Sterbehilfe, ist diese ja nicht "erlaubt".
Ich persönlich möchte nicht künstlich von Maschinen am Leben gehalten werden und werde dies zu verhindern versuchen. Allerdings weiß ich nicht, ob man von den Liebsten aktive Sterbehilfe verlangen kann. Denn viele Male habe ich mir vorgestellt wie es ist, wenn mich jemand aus meiner Familie darum bitten würde, was ich täte. Immer und immer wieder bin ich zu dem Ergebnis gekommen, das ich das nicht über´s Herz bringen könnte. Auch wenn mir mein Verstand etwas ganz anderes sagt, und ich selber es schließlich auch wünschen würde, aber ich glaube, ich könnte diesen Wunsch nicht erfüllen.
Da ich dem Himmel sei Dank noch nie in so einer Situation war, kann ich auch nicht zu 100% sagen ob ich es nun täte oder nicht. Nach heutigen Gefühlen eher nicht, aber das kommt ganz auf die Umstände an.
Nur vorne weg, ich bin kein Jurist, aber ich habe mir sagen lassen, dass ich sogar testamentarisch festhalten könnte, dass man die Maschinen abstellt, es aber keine Gültigkeit hat. Sondern die Entscheidung beim Arzt und den Angehörigen liegt, solange die aktive Sterbehilfe in Deutschland verboten ist. Und das wiederum sollte meiner Meinung nach auch gesetzlich umgestellt werden. Denn in der Regel macht man ein Testament ja nicht zum Spaß und ist bei vollem Verstand (also nicht bereits geistig verwirrt oder ähnliches). Womit wir bei der Würde des Menschen sind. Schließt die Würde des Menschen nicht auch die Erfüllung seines letzten Wunsches mit ein? Ich denke doch.
Aber bevor ich mich nun zu weit aus dem Fenster lehne, höre ich jetzt besser auf.
SchwatzPunk
Wirklich eine gute, wenn auch schwere Frage!
1. Was in so einigen Ländern läuft/lief, in welchen Sterbehilfe (auf Rezept) erlaubt ist, kann nicht sein!
Nur weil ein depressiver Mensch der Meinung ist, sein Leben wäre wertlos und müsse beendet werden, sollte dieser Wunsch wohl kaum seitens eines Mediziners unterstützt werden.
2. Wer wirklich der festen Überzeugung ist, er müsse sich umbringen, der kann wohl auch kaum davon abgehalten werden, der ruft nicht vorher irgendwelche Bekannten an und erzählt denen was er vorhat der macht Sense und gut is!
Andere Personen, die Selbstmordversuche überleben, suchen (lt. psychologischen Erkenntnissen) FAST immer nur Aufmerksamkeit... Ausnahmen gibts natürlich Beiderseits.
3. Der These "Selbstmord ist wegrennen" kann ich mich persönlich nur anschließen. Gut, bei jemandem, der sonst in nem 1/2 Jahr unter Schmerzen stirbt ist es dann doch zumindest akzeptabel, wenn er ein schnelles Ende vorzieht...
Aber ansonsten? Das Leben geht weiter! Seelenschmerz ist eher eine temporäre Erfahrung, die dann nach einiger Zeit (manchmal dauerts halt länger) verdaut werden kann...
Daher ist ein solchiger schon mal garkein Grund seinem Leben ein Ende zu setzen!
Was aber Leute angeht, die nur noch von Maschinen am Leben erhalten werden, da stellt sich mir die Frage: Wo hört Leben auf?!
Wobei die andere Seite wäre: Wo fängt Leben an? Und da käme dann das Thema Abtreibung. Worauf ich aber als männliches Wesen nicht eingehen mag, da ich mich hierzu einfach nicht berechtigt fühle!
Dies sollte einer jeden Frau selbst überlassen werden (wobei natürlich eine vernünftige Aufklärung Voraussetzung ist.)
4. Bin ich der Meinung: Wenn ich schon den Zeitpunkt meines Todes bestimmen kann, dann nehm ich doch besser einen bei dem es mir grade echt gut geht, oder?
Wobei dann nur noch die Frage aufkäme warum ich meinem Leben ein Ende setzen sollte, wenns mir gut geht!?
Silencio
eindeutig Pro
aber ich sag immer: "Ich lass den da oben nicht gewinnen"
scarry_mary
also dann melde ich mich jetz hierzu auch mal zu wort!!
... ich finde es schon sehr interessant wie viele hier den freitod als
ein wegrennen interpretieren!und ich will hier jetz niemandem seine meinung absprechen, nur ich denke man muss sich bevor man so etwas
sagt erstmal voraugen führen welche qualen jemand durchlebt bevor er selbstmord begeht, da er darin offenbar die einzige lösung gesehen hat.
das kann sich jemand der noch nicht wirklich in so einer situation war, nicht einmal annähernd vorstellen- denn es in erwägung zu ziehen und darüber nachzudenken und es bei der theorie zu belassen ist etwas ganz anderes als das beschlossene zu tun- was ich damit sagen will ist, das die seelische verfassung und die psychische situation schon von vornherein eine ganz andere ist als bei einem der es "nur" theorie durchgelebt hat! jemand der mir sehr nahestand began schon mit 15 jahren selbstmord- die probleme die die person als grund für ihre entscheidung angeführt hat, wären definitiv lösbar gewesen, und hätte sie diese schwere zeit überwunden- dann.... tja das is jetz natürlich nur spekulation! aber was ich meine ist das jede person ein limit an belastbarkeit hat, und das ist bei jedem unterschiedlich- wenn man keinen ausweg mehr sieht- macht man nicht mit dem leben einfach schluss und verlässt die einem einzig vertraute umgebung, welt, um in etwas oder nichts(?) völlig unbekanntes und somit beängstigendes hineinzugehen
so etwas tut man nicht um einfach wegzulaufen- oder weil sich gewissen problemen nicht stellen kann/will. Soetwas tut man nur weil man darin die einzig erträgliche lösung für einen sieht! den freitod wählt man als erlösung! als endliche erlösung von einem unerträglich schmerzvollem leben das man beenden will! weil man es wirklich will!!! und alles andere unmöglich ist- denn der überlebenstrieb erlischt zu allerletzt. (das ist ein medizinisch bewiesenes gesetz)
..und das verbindet den freitod in gewisser weise mit der euthanasie
nur das die betroffenen davon den freitod nicht mehr selbst vollziehen können.
auf keinen fall bin ich dafür das ein leben beendet wird ohne der jenige das nicht im vollem und klaren geisteszustand erwünscht!
deshalb bin ich auch prinzipiell mehr gegen abtreibung eingestellt.
denn in einer so fatalen weise in das leben eines einzugreifen, auch wenn das "nur" ein embryo ist unmöglich und unzumutbar für das leben über dessen kopf hinweg enschieden wird!
Ein leben künstlich zu erhalten ist da jedoch die weit schwierigere frage. ich denke da geht es dann mehr um die angehörigen die sich das wünschen als um den willen des künstlich am leben erhaltenen patienten!
Danke falls ihr meiner meinung so viel aufmerksamkeit geschenkt habt! liiieeben gruß scarry!
Heiner
...und wie ist es mit der freien entscheidung über das eigene leben zu bestimmen?
Die hat jeder... meiner Meinung nach...
...wann darf ich ohne reue den freitod wählen(vorischtiganfrag)???
Wenn es jemand wirklich will und in der lage ist das durchzuführen... dann hat er genug Grund...
Wobei das nicht aus einem spontanen Gefühl heraus geschehen sollte, sondern man sich schon ne weile drüber Gedanken machen sollte ob es das ist...
Ich selbst würde es nicht so schnell tun, ich bin kämpfer, selbst aus den negativsten situationen kann man noch etwas lernen...
Doch wer sich dazu entschließt... der soll es tun...jemandem in so einer situation versuchen zu zeigen das es auch schönes geben kann... ist ok...
wenns klappt, schön...
(Aus Erfahrung kann ich sagen das man so jemanden häufig recht einfach zum beispiel zum lachen bringen kann... durch etwas schwarze situationskomik....)
aber jemanden aktiv daran hindern zu wollen ist der größte Schwachsinn...
nur meine Meinung.
dominiq
tiefe und schwere Sachen ... selten gestellt in unserer oberflächlichen Lebenswelt ... aber nicht unwichtig, wie ich finde ...
"...und wie ist es mit der freien entscheidung über das eigene leben zu bestimmen?
...wann darf ich ohne reue den freitod wählen(vorischtiganfrag)???
...wie steht ihr zu der diskusion der euthanasie? wenn ja, wer darf das entscheiden? Wenn nein, mit welchem recht? wo fängt die würde des menschen an und wo hört sie auf? wie lange ist man noch ein mensch,.....wenn er nur noch durch maschinen lebt?"
- der Freitod ist sicherlich kein lethaler Defekt, bzw. nicht immer Resultat einer depressiven Phase; als Ausdruck von Verzweiflung und Lebens'müdigkeit' ist es sicherlich nicht verwerflich, den Freitod zu wählen ... nach meiner bescheidenen Meinung kann jeder den Freitod zu dem Zeitpunkt wählen, der ihr/ihm lieb ist -- es gibt Situationen, in denen diese Entscheidung sogar einen Ausweg darstellt, keine Frage; dahingehend teile ich die Ansicht von Seneca, daß der Freitod als Ausdruck sittlicher Freiheit und Verantwortung durchaus Sinn macht ...
- Euthanasie ist richtig schwierig ... das ist ja schon eine Art Praxis, die gewisse 'professionelle' Kriterien erfüllen muß, z.B. müßte die von sogenannten Fachleuten an bestimmten Orten vorgenommen werden, d.h. Mediziner, Ärzte ... und das sind zum großen Teil selbstverliebte Fachidioten ohne Geist und tieferen Sinn; da paart sich vielleicht zu schnell die persönliche Eitelkeit mit der Geilheit auf die Herrschaft über Leben und Tod ... schwierig, sehr schwierig ... kommt sehr auf die Person an, die beurteilt, ob und wann Euthanasie gerechtfertigt ist ...
und ...
selbst wenn in diesem thread ne grundsatzdiskusion anfängt, ist mir egal...schreibt was ihr denkt.
vk[/quote]
keine falsche Bescheidenheit ... wofür sind wir hier? 'Nur' zum Labern, wie in den vielen anderen Quatschforen (freenet, yahoo, MSN ... and what have you) auch? Dafür brauchts dann doch nicht so eine Anstrengung mit diesem Forum ...
Dom
es ist tatsächlich so, now playing ... Suicide Commando ... auch wenns kitschig erscheint ... geiler Song, eigentlich