Silencio
Als wir den Weg entlanggehen, den feinen warmen Sand unter unseren bloßen Füßen spüren, bilden wir eine Einheit.
Verirrte Radfahrer streifen uns mit dem Lichtkegel ihrer Lampen und sind auch schon wieder verschwunden. Nur der Wind singt uns ein Lied.
"Es raschelt", sagst du, und drückst dich fester an mich. "Schau nach oben", sage ich und wir beide schauen uns den Mond an, der satt und hell am Himmel hängt.
"Heute ist er so groß, weil du hier bist und ich dich dich betrachten will", flüstere ich in dein Ohr. "Heute nacht wird der volle Mond den Mars kreuzen und er wird aussehen wie ein Wolf, der da am Himmel hängt. Komm mit."
Wir verlassen den Weg und bahnen unseren Weg durch das kühle Gras, das fast blau aussieht, bis wir zu einer Fichte kommen, die kurz vor einem Waldrand steht. Dorthin führe ich dich und lege dich ins Moos. Hingerissen von deinem Gesicht, deinen Lippen, deinen funkelnden Augen, sehe ich nichts anderes mehr. So fühle ich auch erst spät, daß das Mondlicht in ein warmes Rot getaucht wird. Um uns herum blinken kleine Flammen auf. Leises Hecheln, das Tappen von Pfoten in der Nacht. "Sie umkreisen uns", hauchst du mir ins Ohr, aufgeregt. Ich drücke meine Lippen auf deinen Nacken, auf deinen Hals, spüre das Klopfen deines Herzens, das Rauschen deines Bluts singt ein Lied in meinem Ohr und leise sage ich: "Sie kommen nicht hierher, sie wissen, heute Nacht gehörst du mir"...
(c) Silencio/Lyka(on) 2007
Verirrte Radfahrer streifen uns mit dem Lichtkegel ihrer Lampen und sind auch schon wieder verschwunden. Nur der Wind singt uns ein Lied.
"Es raschelt", sagst du, und drückst dich fester an mich. "Schau nach oben", sage ich und wir beide schauen uns den Mond an, der satt und hell am Himmel hängt.
"Heute ist er so groß, weil du hier bist und ich dich dich betrachten will", flüstere ich in dein Ohr. "Heute nacht wird der volle Mond den Mars kreuzen und er wird aussehen wie ein Wolf, der da am Himmel hängt. Komm mit."
Wir verlassen den Weg und bahnen unseren Weg durch das kühle Gras, das fast blau aussieht, bis wir zu einer Fichte kommen, die kurz vor einem Waldrand steht. Dorthin führe ich dich und lege dich ins Moos. Hingerissen von deinem Gesicht, deinen Lippen, deinen funkelnden Augen, sehe ich nichts anderes mehr. So fühle ich auch erst spät, daß das Mondlicht in ein warmes Rot getaucht wird. Um uns herum blinken kleine Flammen auf. Leises Hecheln, das Tappen von Pfoten in der Nacht. "Sie umkreisen uns", hauchst du mir ins Ohr, aufgeregt. Ich drücke meine Lippen auf deinen Nacken, auf deinen Hals, spüre das Klopfen deines Herzens, das Rauschen deines Bluts singt ein Lied in meinem Ohr und leise sage ich: "Sie kommen nicht hierher, sie wissen, heute Nacht gehörst du mir"...
(c) Silencio/Lyka(on) 2007