Alles rund um Dark Wave, EBM, Gothic und Industrial

Dreamwhile - Die schwarze Community



Belletristik oder Schund?

Meredith
Was haltet Ihr eigentlich vn den aktuellen Bestsellern?
Findet Ihr, dass Bestsellerlisten eine maßgebliche Richtlinie sind bzw. sein können, nachdenen man seine Bücher aussuchen kann?
Was ist Euch wichtig, wenn Ihr nach einem neuen Buch greift?
Und können Bücher überhaupt noch dem Druck der Filindustrie standhalten?
Silencio
da ich keine Woche aushalte, ohne mir ein neues Buch zu kaufen

Schund...hmm... ist für mich lediglich diese Heftserie in Trivialliteratur, Arztromane etc.

Empfehlen kann ich Houellebecq "Elementarteilchen", trotz des Hypes ist es genial. Die wenigsten verstehen gute Literatur leider nicht und machen Bücher wie diese zu hochgepushten Skandalbüchern
data-morgana
ich halte es mit büchern genauso wie mit musik und filmen auch. irgendwelche listen interessieren mich überhaupt nicht. entweder interessiert mich ein buch oder es interessiert mich nicht. spontan fällt mir der spruch "scheisse muss schmecken, millionen fliegen können nicht irren" dazu ein.
Meredith
Ja! Ja! Ja!
Ich finde solche Listen auch total schei**!
@Silencio: Ich fand Elementarteilchen auch sehr gut, obwohl ich sagen muss, dass der Film gar nicht mal so übel war (obwohl ich generell sehr eingenommen gegen Literaturverfilmungen bin, da ich sie als nicht akkurat empfinde).
Selbstverständlich war das Buch um einiges besser und der "Hype" darum ist absolut unnötig, da Elementarteilchen nichts anderes als ehrlich und rein ist.
Ist es eigentlich auf einer dieser Bestsellerlisten?
Major Toht
Ich halte mich, wenn ich ehrlich bin, meist an die Buchempfehlungen bei Amazon. Die Kundenrezensionen sind in vielen Fällen aussagekräftig und ich kann so recht einfach entscheiden, ob das Buch meinen Geschmack trifft oder eben nicht. Bisher habe ich damit noch keine Fehlkäufe getätigt.

Dennoch lese ich zumindest die aktuellen Bestsellerlisten, denn in vielen Fällen ist auch dort eine menge interessanter Stoff dabei. Meine Mom kauft oft Bücher aus diesen Listen und spricht später dann Empfehlungen aus. Auch hier hab ich schon so manches Schmankerl entdeckt.
Noidea
In Sachen Belletristik gebe ich auch nichts auf die Bestsellerlisten, zumal Millionen Mitbürger sich in Geschmacksfragen ja täglich "irren", grinsel. Bei Sachbüchern sind sie hingegen schon mal Auslöser, sich mit dem einen oder anderen Buch näher zu beschäftigen (sofern mich das Thema einigermaßen interessiert). So bin ich zum Beispiel auch auf die Zwiebelfisch-Kolumnen gestoßen, die mir ein reiner Quell der Freude waren.

Ansonsten suche ich meine Bücher meistens beim Stöbern in der Buchhandlung oder im Antiquariat aus. Wenn der Klappentext halbwegs ansprechend und der Preis vertretbar ist, darf das Buch eben mit.
Meredith
Voll deiner Meinung, Noidea, so dämlich das jetzt klingt...
Lady Morgia
Die Literaturempfehlungen des Stern Magazins sind mir ein netter Begleiter geworden, aber auch nur weil ich ein Abo habe. Ansonsten habe ich mich auf die Stöbertaktik konzentriert, obwohl selbst dort Fehlkäufe nicht auszuschließen sind. Generell überfliege ich die offiziellen Bestsellerlisten nur, dann halte ich bei fur mich interessanten Themen inne. Mir gefallen alternativ auch die Neuerscheinungen- Heftchen, die, mit Kommentaren gängiger Journalisten versehen, ausliegen. Das sagt meines Erachtens oft mehr aus als die Wiedergabe des Geschmacks des Allgemeinlesers, der ja nicht immer den Anspruch hat mehr als unterhalten zu sein.
Meredith
Die Empfehlungen anderer Schriftsteller/Journalisten halte ich eigentlich nicht für sehr hilfreich.
Denn eigentlich sagen sie alle das selbe aus, nur in unterschiedlicher Art und Weise ausgedrückt.
Es gibt viele Arten um "gut" zu sagen, die von Himmel bis beinahe Hölle reichen...
Silencio
ich muss gestehen, ich halte kaum etwas von Literaturkritikern. Zu oft wurde ich von Rezensionen enttäuscht. Da jeder Mensch einen anderen Geschmack hat, gibt es kein offenes "Gut" oder "Schlecht"....
Lady Morgia
Wenn schon Kritiken, dann aber wie gasagt nicht aus einem Käseblättchen für gelangweilte und anspruchslose Hausfrauen, sondern einem informativen Magazin. Wenn man nur unterhalten sein will tut's zur Not ja auch ein Artztroman oder noch besser ein Bergroman.
Meredith
Zitat:
Original von Lady Morgia
Wenn man nur unterhalten sein will tut's zur Not ja auch ein Artztroman oder noch besser ein Bergroman.


Igitt.

Ich empfinde derartige "Schundliteratur" nicht als Literatur, sondern nur als absolute Zeitverschwendung auf niedrigstem Niveau, dass über alle Grenzen der Unterhaltungsliteratur hinausgeschossen ist.
Schade um das Papier.
Schwarzbaer
Zitat:
Original von Meredith
Zitat:
Original von Lady Morgia
Wenn man nur unterhalten sein will tut's zur Not ja auch ein Artztroman oder noch besser ein Bergroman.


Igitt.

Ich empfinde derartige "Schundliteratur" nicht als Literatur, sondern nur als absolute Zeitverschwendung auf niedrigstem Niveau, dass über alle Grenzen der Unterhaltungsliteratur hinausgeschossen ist.
Schade um das Papier.


Huihui wie radikal

Also ich lästere ja auch gern über Groschenromane, Mutantenstadl, WDR4, und, und, und noch viel mehr, aber das find ich schon etwas stark. Bei so Postillen wie den bekannte Boulevardblättern B*** und E*****, oder ihren Vorgänern "Der St*****" oder "Völ******* Beob******", oder den verquasten Äußerungen eines gewissen Gefreiten aus Österreich, da kann man von Papierverschwendung reden. Aber gut, jedem die eigene Meinung.

Ich hol mir Literaturtips entweder direkt bei Freunden, Bekannten oder Kollegen, oder ich lass mich durch Film und Fernsehen anregen. Ich bin durchaus zB durchs Kino schon auf das eine oder andere lesenswerte Buch gestossen. Und ja, auch ich stelle dabei meistens fest, daß die Buchvorlage besser ist als die Leinwandumsetzung.