Ja, dann will ich mal...
Wetter: Das Wetter war eigentlich (mal abgesehen von dem Regen am Samstag) für ein Festival genau richtig. Nicht zu heiss, und nicht zu kalt. Wenn man sich nicht im Zelt rumquälen musste, also ideal.
Musikauswahl: Wie an anderer Stelle bereits erwähnt, war diese im Vergleich zu den letzten Jahren recht dünn.
Wirklich gross fand ich den Auftritt der
Krupps. Ein Set, das alle Hits ihrer 20-jährigen(!) Schaffenszeit beinhaltete, hat mächtig Stimmung in die Halle gebracht und hat gezeigt, dass die "alten" Herren noch lange nicht am Ende sind.
Furchtbar enttäuscht war ich von
Visage. Steve Strange kam sturzbetrunken auf die Bühne und lieferte die schlechteste Show, die ich je gesehen habe. Da tat selbst "Fade to grey" in den Ohren weh... Grausam!
Der Auftritt von
The Human League war für mein empfinden... naja, ich sage mal... durchwachsen. Pluspunkt: Sie haben alle Hits ihrer Karriere wirklich solide dargeboten. Minus: Alles was dazwischen lief, war eher seichte Unterhaltung. Dennoch haben sie gezeigt, dass sie sich in ihrer langen Karriere sehr viel Professionalität angeeignet haben.
Der Neo-Folk-Tag im Anker war eher ein Reinfall, da die Bude hoffnungslos überfüllt war, und das stundenlange Anstehen für ein 0,2l-Bier sich nicht wirklich rentiert hat.
Der "Krach"-Sonntag im Werk II war dann aber richtig gut. Zur einstimmung hat
Greyhound erstmal ein ordentliches Brett in die Halle gestellt,
MS Gentur und
Mono no Aware haben die Stimmung nochmals nachhaltig angehoben, und als Highlight ist mit Sicherheit
Ah Cama-Sotz zu erwähnen.
Direkt im Anschluss daran sind wir dann ins UT Connewitz zur Loki-Night marschiert.
Inade haben wir leider nur akkustisch beim Schlangestehen mitbekommen - klang jedoch sehr vielversprechend. Der Auftritt von
Predominance war wirklich fantastisch und kann getrost als "Das Ereignis" des diesjährigen WGTs bezeichnet werden! Eine audio-visuelle Performance, die einen mit offenen Mund erstarren lies. Wirklich sehr schade, dass man so etwas nie wieder sehen wird...
Am letzten Tag stand dann nur noch
Tyske Ludder auf dem Programm. Professioneller Auftritt, alle Hits gespielt, Stimmung war gut. Mehr muss man dazu nicht sagen.
Allgemein: Tja, dieses WGT konnte man wohl als "WGT des Anstehens" bezeichnen. Die Schlangen, die sich vor einigen Locations bildeten, nahmen teilweise wirklich extreme Ausmasse an. Wir hatten zwar immer Glück, da wir schon in den Locations waren, bevor der grosse Ansturm kam, aber schön anzusehen waren die enttäuschten Gesichter der Draussenstehenden trotzdem nicht. Da hat man sich von Seiten der Veranstalter in Sachen Locationauswahl dieses Jahr wohl etwas verkalkuliert. Die Locations waren teilweise wirklich hoffnungslos überfüllt.
Mein besonderer Dank geht an den Security-Menschen, der uns im UT Connewitz aus der Schlange geholt hat, um uns hineinzuschleusen! Er hat uns das "Erlebnis Predominance" erst ermöglicht.
Greetz,
Messiah