Nachtschattengewächs
und das möchte ich oft,
um nachzudenken, oder dem tristen alltag, sei es nur für stunden, zu endfliehen,
gehe ich in die natur. dies ist nicht weiter schwer, da ich in einem kleinem dorf, von wald und feldern umgeben, lebe.
heute war ein solcher tag, ein tag, an dem die sonne schien.
sie war schön, warm... an diesem tag, und ich wollte die vögel singen hören, und einfach ein teil des waldes um mich herum sein.
nach allen seiten von unserem dorf aus erheben sich berge, sodass es völlig in einem tal eigeschlossen ist.
nach westen aber ist der schönste dieser berge.
auf der einen seite ist unser dorf, nach lings und rechts erstreckt er sich, schützend liegt er schwer davor. auf der anderen seite, dem dorf gegenüberliegend fällt er erst sanft ab, dann immer steiler, und bald so steil, dass in jartausendem bestehen dieses berges, dieser erde der hang weggespült wurde, und nun nakter fels aus dem berg ragt, wie knochen eines riesiegen urzeitlichem wesen.
zu diesen felsen wollte ich, dazu muss ich, von unserem dorf aus einmal über den grad des berges.
auf dem grad angekommen legte ich mein rad zur seite und lief den berg hinunter, auf die felsen zu.
ich setzte mich auf eine felskante und blickte ins tal. von dieser felskante hat man einen wunderbaren panoramablick, fast 1/3 herum um den berg.
man sieht in der ferne weitere berge und wälder darauf, davor dörfer. direkt am fuss des berges, unter den klippen liegt auch ein dörfchen, so klein wie das unsere.
wiesen umgeben es, bis zum waldrand.
der wald erstreckt sich unter den klippen bis direkt zu ihnen heran, es sind etwa zwanzigjährige junge buchen.
sie sind nicht gepflanzt, sondern wuchern wild vor den klippen,
und weil sie alle am schnellsten wachsen wollen, versuchen sie das meiste sonnenlicht für sich zu ergattern. dadruch sind sie sehr buschig gewachsen, unterhalb der felsen.
wenn man auf den felsen sitzt, und auf die bäume blickt, die etwa 3 1/2 meter unter der felskante ihre kronen haben, kann man, schaut man lange genug darauf, die illusion bekommen, die äste mit den grünen blättern würden einen tragen, ließe man sich fallen. das trügt natürlich,
den das blättermeer würde einen wogend verschlucken, und man würde sich am boden zwischen den jungen bäumen wiederfinden.
schaut man noch länger auf die jungen bäume und hat man die nötige fantasie, kann man sich vorstellen es seinen wolken, auf die man dort hinabschaut. grüne wolke, weich laden sie einen ein auf ihren kämmen zu wandern, und wenn man müde ist sich einfach hineinzulegen in die grüne pracht, um zu schlafen.
wie, drängt sich die frage dazwischen, schläft man denn auf wolken? natürlich würde man zweifellos dadurch fallen, aber, was währe, wenn es ginge?
doch diesen gedanken verdrängt man, weil gedanken und überlegungen hier, über dem meer aus grünen wolken fehl am platz und auch unnötig scheinen.
lehnt man sich zurück auf den felsen, gegen einige steine,
und schließt man die augen und lässt sich auf den gesang der vögel ein, denkt man bald, der berg halte einen umramt,
fest in einer umarmung, die 1000 jahre und länger dauern kann, aus der man sich niemehr befreien kann. doch diese umramung ist schmeichelhaft, und schön. gerne gibt man sich in sie, und bald schon wünscht man sich, hier beim berg zu bleiben,
in seiner umramung, unvergänglich wie der berg zu werden, mit dem berg.
ein teil des berges zu werden,
niewieder aufstehen zu müssen.
und wenn man sich dann doch nach einiger zeit aufrafft, aufzustehen, weil die pflichten einen nachhause rufen,
und man nocheinmal auf das grüne wolkenmeer blickt, und nocheinmal über den felsen streicht, über den jahrtausende alten stein,
um sich zu verabschieden, kommt es einem vor wie ein verrat an seinem besten freund,
und leise bleibt das geflüsterte "ich komme bald wieder" zitternd in der luft stehen,
über den felsen, dem grün der blätter, bis ein wind kommt, leise ein lufthauch die worte verweht, mitnimmt, und fortträgt, ohne sich darum zu kümmern was er vortträgt,
ein liebesversprechen.
solltest Ihr dieses nun alles gelesen haben, so wünschte ich, es hat Euch etwas gebracht, villeicht freude am lesen, villeicht mehr, villeicht nicht soviel.
um nachzudenken, oder dem tristen alltag, sei es nur für stunden, zu endfliehen,
gehe ich in die natur. dies ist nicht weiter schwer, da ich in einem kleinem dorf, von wald und feldern umgeben, lebe.
heute war ein solcher tag, ein tag, an dem die sonne schien.
sie war schön, warm... an diesem tag, und ich wollte die vögel singen hören, und einfach ein teil des waldes um mich herum sein.
nach allen seiten von unserem dorf aus erheben sich berge, sodass es völlig in einem tal eigeschlossen ist.
nach westen aber ist der schönste dieser berge.
auf der einen seite ist unser dorf, nach lings und rechts erstreckt er sich, schützend liegt er schwer davor. auf der anderen seite, dem dorf gegenüberliegend fällt er erst sanft ab, dann immer steiler, und bald so steil, dass in jartausendem bestehen dieses berges, dieser erde der hang weggespült wurde, und nun nakter fels aus dem berg ragt, wie knochen eines riesiegen urzeitlichem wesen.
zu diesen felsen wollte ich, dazu muss ich, von unserem dorf aus einmal über den grad des berges.
auf dem grad angekommen legte ich mein rad zur seite und lief den berg hinunter, auf die felsen zu.
ich setzte mich auf eine felskante und blickte ins tal. von dieser felskante hat man einen wunderbaren panoramablick, fast 1/3 herum um den berg.
man sieht in der ferne weitere berge und wälder darauf, davor dörfer. direkt am fuss des berges, unter den klippen liegt auch ein dörfchen, so klein wie das unsere.
wiesen umgeben es, bis zum waldrand.
der wald erstreckt sich unter den klippen bis direkt zu ihnen heran, es sind etwa zwanzigjährige junge buchen.
sie sind nicht gepflanzt, sondern wuchern wild vor den klippen,
und weil sie alle am schnellsten wachsen wollen, versuchen sie das meiste sonnenlicht für sich zu ergattern. dadruch sind sie sehr buschig gewachsen, unterhalb der felsen.
wenn man auf den felsen sitzt, und auf die bäume blickt, die etwa 3 1/2 meter unter der felskante ihre kronen haben, kann man, schaut man lange genug darauf, die illusion bekommen, die äste mit den grünen blättern würden einen tragen, ließe man sich fallen. das trügt natürlich,
den das blättermeer würde einen wogend verschlucken, und man würde sich am boden zwischen den jungen bäumen wiederfinden.
schaut man noch länger auf die jungen bäume und hat man die nötige fantasie, kann man sich vorstellen es seinen wolken, auf die man dort hinabschaut. grüne wolke, weich laden sie einen ein auf ihren kämmen zu wandern, und wenn man müde ist sich einfach hineinzulegen in die grüne pracht, um zu schlafen.
wie, drängt sich die frage dazwischen, schläft man denn auf wolken? natürlich würde man zweifellos dadurch fallen, aber, was währe, wenn es ginge?
doch diesen gedanken verdrängt man, weil gedanken und überlegungen hier, über dem meer aus grünen wolken fehl am platz und auch unnötig scheinen.
lehnt man sich zurück auf den felsen, gegen einige steine,
und schließt man die augen und lässt sich auf den gesang der vögel ein, denkt man bald, der berg halte einen umramt,
fest in einer umarmung, die 1000 jahre und länger dauern kann, aus der man sich niemehr befreien kann. doch diese umramung ist schmeichelhaft, und schön. gerne gibt man sich in sie, und bald schon wünscht man sich, hier beim berg zu bleiben,
in seiner umramung, unvergänglich wie der berg zu werden, mit dem berg.
ein teil des berges zu werden,
niewieder aufstehen zu müssen.
und wenn man sich dann doch nach einiger zeit aufrafft, aufzustehen, weil die pflichten einen nachhause rufen,
und man nocheinmal auf das grüne wolkenmeer blickt, und nocheinmal über den felsen streicht, über den jahrtausende alten stein,
um sich zu verabschieden, kommt es einem vor wie ein verrat an seinem besten freund,
und leise bleibt das geflüsterte "ich komme bald wieder" zitternd in der luft stehen,
über den felsen, dem grün der blätter, bis ein wind kommt, leise ein lufthauch die worte verweht, mitnimmt, und fortträgt, ohne sich darum zu kümmern was er vortträgt,
ein liebesversprechen.
solltest Ihr dieses nun alles gelesen haben, so wünschte ich, es hat Euch etwas gebracht, villeicht freude am lesen, villeicht mehr, villeicht nicht soviel.