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Dreamwhile - Die schwarze Community



Gedichtlein

Lilithu
Ein Schnitt, eine Wunde
Es bildet sich ein Rinnsal aus warmen Blut
Er überflutet den Schnitt
Er überflutet die Wunde
Das Blut bahnt sich seinen Weg
- Unaufhaltsam, Unentwegt
Wisch´ es weg - Wieder und Wieder
Doch es hilft nicht
Es ist da, Es soll da sein
Ich fühl´ mich so leer
Fühl´ mich so klein

Lasst mich geh´n
Lasst mich fort

Lasst mich an einen anderen Ort

Will mich nicht länger quälen
Will euch nicht länger quälen
Will euch euer Glück nicht länger stehlen
Oder ist das der Sinn des Lebens?
Der Sinn meines Lebens?
Mich zuquälen?
Euch zuquälen?
Darf das sein?
Ich denke NEIN
Aber warum bin ich dann noch hier?
Und nicht schon dort?
Der Himmel ist schließlich so nah
Fast könnt´ ich ihn berühr´n
Und doch ist er so fern - Unerreichbar

Lasst mich geh´n
Lasst mich fort

Lasst mich an einen anderen Ort

Es ist so kalt
Ich glaub, ich erfrier´
Ist denn niemand da,
Der mich zu wärmen vermag?
Oder bin ich es?
Bin ich so kalt?
Mein Herz? Meine Seele?
Mein Inneres ist bereits erfror´n
Erfror´n durch Einamkeit, Hoffnungslosigkeit, Verzweiflung
Aber vorallem durch Hass, Wut und Verachtung
Doch nicht etwa gegen euch
Nein => gegen mich
Denn ich trage die Schuld
Ich trage die Verantwortung
Für das, was ich sprach
Für das, was ich tat

Lasst mich geh´n
Lasst mich fort

Lasst mich an einen anderen Ort

Ich bin stolz auf nichts
Und bereue alles
Es sammeln sich Tränen in meinen Lidern
Die Erinnerungen schmerzen gnadenlos
Sie zerreißen mir mein Herz
Meine Seele ist an ihnen zerbrochen
Mit jeder Faser meines Körpers wünsche ich
Mein Leiden, Mein Sterben
Hätten endlich ein Ende

Lasst mich geh´n
Lasst mich fort

Ich will an einen anderen Ort......