Alles rund um Dark Wave, EBM, Gothic und Industrial
Heavenfire Corp.
Elaine St. Louis
@data: *lach* also, jetzt muss ich mal zählen... ich könne alles Exisierende jetzt noch in 5 - 6 Einträgen posten... 1 Eintrag pro Tag... und ich bin noch 8 Tage da, glaub ich... na das geht ja!

*aufatm*
Elaine St. Louis
"Wer..?", begann die Blonde, aber Roxy lächelte nur hämisch: "Ihr solltet jetzt rennen."
Aber die zwei waren vor Schreck nicht fähig, sich zu bewegen und musterten die unheimliche Gestalt, die sich ihnen nun gezeigt hatte. Es war ein Mädchen, oder vielmehr eine junge Frau, vielleicht ein klein wenig älter als sie selbst. Sie war ausschließlich schwarz gekleidet - eine Latexhose umgab ihre Beine, die Brust und der Bauch wurden von einem Korsetttop bedeckt und darüber trug sie einen schweren Ledermantel. Ihr ebenso schwarzes Haar reichte etwas länger als bis zu den Schultern und war in viele kleine Zöpfe gebunden, die Dreadlocks ähnelten, und das blasse, anmutige Gesicht wurde von dunklem Make-Up geziert.
An und für sich eine schöne Frau - aber als sie nach ihrem letzten Satz ihre Zähne gebleckt hatte, gefror den beiden Mädels das Blut in den Adern. Mit tellergroßen Augen und aufgerissenen Mündern starrten sie auf das vampirische Wesen vor ihnen. Als sie keine Anstalten machten, sich von der Stelle zu bewegen, machte Angel einen Satz nach vorn, musste aber herumfahren, als sie von hinten unsanft gepackt wurde.
"Lauft!!", erklang eine bekannte und im Augenblick verhasste männliche Stimme hinter ihr, "Macht schon!"
Das ließen die beiden sich nicht zweimal sagen. Sie rasten blitzschnell und ohne sich umzudrehen los, bevor Roxy eine Faust von dem unerwarteten Retter kassierte. Leicht benommen taumelte sie nach hinten - der Schlag war zwar fest gewesen, aber er war dennoch zu sanft geführt worden, um sie gleich mit der Bewusstlosigkeit bekannt zu machen. Dabei kamen ihr ihre eigenen Beine in den Weg und sie landete rücklings auf dem feuchten Boden.
"Oooh Angelas!!!", brachte sie entnervt keuchend hervor, "Ich glaub's ja nicht. Ungünstiger hätte der Moment einfach nicht sein können, oder?!"
Der Angesprochene schmunzelte beinahe mitleidig, was die sich auf den Ellenbogen aufstützende Angel nur noch mehr zum Rasen brachte. Hilfsbereit hielt er ihr die Hand hin, aber sie dachte nicht daran sie zu ergreifen, sondern schlug nach ihr, und rappelte sich dann von alleine auf. Was erlaubte der Kerl sich eigentlich? SChmerzerfüllt musste sie feststellen, dass ihr Frühstück bereits längst außer Sichtweite war.
"Du kennst mich doch", reagierte Angelas knapp.
Roxy rieb sich die Nase: "Willst du mich jetzt die ganze Nacht verfolgen? Ich krieg schon was ich will, egal, was du tust."
"Iss lieber mal was Gesundes!"
Reflexartig riss sie die Hände hoch und fing zunächst leicht irritiert das kleine Päckchen auf, welches Angelas ihr nach seinem letzten Satz hingeschmissen hatte. Es war gefüllt mit einer dunklen Flüssigkeit. Blut.
Zornig schleuderte Roxeanne es auf die Wiese vor sich, wo es aufplatzte und mit seinem Inhalt den Boden tränkte: "Oh, bleib mir bloß vom Leib mit deinem Rinderblut!"
Angelas zuckte mit den Schultern: "Na wie du meinst. War nur gut gemeint." Nach einer kurzen Pause fuhr er fort: "Ich habe dich eigentlich aus einem ganz anderen Grund gesucht."
Als sein Gegenüber ihn fragend ansah, begann er: "Ich möchte, dass du morgen gegen 11 in meine Kanzlei kommst. Es gibt etwas zu besprechen, und ich könnte deine Hilfe gebrauchen."
"Das gibt's ja nicht. Erst raubst du mir mein Frühstück, und dann erwartest du auch noch, dass ich dir helfe?" Roxy verlor langsam die Fassung: "Außerdem nein, vergiss es, ich habe morgen einen Auftritt um die Zeit."
"Um die Zeit ist es erst dunkel. Lass deine Jungs ohne dich aufbauen gehen; Nachdem du bei mir warst, kannst du zurück ins 'Styletto' gehen."
Zu ihrer eigenen Überraschung ließ Angel mit sich verhandeln: "Worum geht's denn überhaupt?"
"Komm einfach, wenn du's erfahren willst", beendete Angelas und wandte sich zum Gehen, "Möglicherweise habe ich einen Weg gefunden, dein ödes Vampirdasein zu erfüllen. Ich zahle auch."
"Wie viel?"
"Das besprechen wir morgen!"
data-morgana
diesen thread mal völlig uneigennützig nach oben schieb...schließlich will ich wissen wie es weitergeht...und da elaine ja nu scheinbar ausm urlaub zurück is...
cya
data
Elaine St. Louis
Danke, Data, das ist lieb.
Und - tatatata - tatsächlich geht es mit Heavenfire Corp. wieder weiter!
Viel Spaß euch lieben, ich hoffe, ihr bleibt dran...
Liebe Grüße, eure Elaine
Elaine St. Louis
"Nein, jetzt verstehen Sie doch... nein, es muss komplett überarbeitet werden! ... Aber wenn Sie diese Fäkalsprache publizieren wollen, dann... nein, dann wenden Sie sich bitte an einen anderen Verlang."
Völlig fertig mit den Nerven drückte Kayu Shan Panti auf den Auflegeknopf seinen Telefonhörers und machte sich auf den Weg in sein Büro, als seine Schwester Nicole, die die Vizestelle bei Panti Printing Corporation innehatte, ihm entgegenkam: "Wer war's denn?"
"Rate mal." Der junge Mann asiatisch - indianischer Herkunft fuhr sich durchs stufig geschnittene, schwarze Haar: "Coobs besteht noch immer drauf, dass wir ihr Manuskript genauso beibehalten. Die Frau versteht einfach nicht, dass sie wohl..."
Unterbrochen wurde er durch das erneute Klingeln seines Telefons.
"Ja?" Diesmal klang Panti einen Tick teilnahmsloser, aber nach wenigen Sekunden sah sein Gesicht sich gezwungen, wieder den gelangweilten Ausdruck anzunehmen: "Ms Coobs, das Thema hatten wir doch schon. ... Nein, Sie... Passen Sie mal auf, wenn Sie wirklich so erpicht darauf sind, dieses Slanglexikon zu publizieren, dann wenden Sie sich doch bitte an den Zuständigen für Lexika. Wir behandeln hier ausschließlich Texte mit philosophischem Inhalt. Ich weiß nicht, wie viele Rezensionen Sie bereits bekommen haben, die diese Tatsache Ihren Text betreffend widerlegt haben. Guten Tag." Wieder brach er das Gespräch ab, indem er einfach auflegte.
"Ich kann mir bei Coobs durchaus vorstellen, dass unser Verlag keinen guten Ruf bekommt, wenn du so mit den Kunden sprichst, Kane", reagierte Nicole nachdenklich.
"Sie ist hier einfach falsch. Wir sind nicht die richtigen Ansprechpersonen für derartige Romane", rechtfertigte Kane seine Handlung ruhig.
" 'Slanglexikon' ", zitierte Nicole ihren Bruder spöttisch schmunzelnd und schüttelte den Kopf, "Soll ich das nächste Mal rangehen, wenn sie..?"
Scheinbar schien Kayu Shans Telefon ihn und seine Umgebung an diesem Tag nicht ausreden lassen zu wollen.
"... genau das tut?", vervollständigte die Vizedirektorin ihren Satz.
Wortlos reichte Kayu ihr den den nervtötend klingelnden Hörer.
"Hören Sie, Mister Panti ist gerade sehr beschäftigt", sprach sie, nachdem sie den Anruf entgegengenommen hatte, "Ich werde ihm ausrichten, dass Sie..." Plötzlich stutzte Nicole und sah ihren Bruder lange an, während Sie mit angehaltenem Atem lauschte: "Oh, tut mir Leid. Ja, einen Augenblick, bitte." Mit einem "Nicht Coobs", welches Kane von ihren Lippen ablesen konnte, gab sie den Hörer augenblicklich zurück.
Interessiert hielt Kane ihn sich ans Ohr: "Kayu Shan Panti, was kann ich für Sie tun?"
Zunächst blieb sein Gesichtsausdruck steinern: "Können Sie kurz warten, ich lasse den Anruf in mein Büro durchstellen."
Ohne eine Antwort abzuwarten, drückte er den Hörer ein weiteres Mal seiner Schwester in die Hand: "Mach du das bitte."
Darauf eilte er in das besagte Zimmer und sperrte gerade die Tür ab, als das Bürotelefol klingelte.
"Verdammt, wie hast du mich gefunden?" Jetzt ließ Kayu seiner Aufregung freien Lauf. Diese Stimme hatte Bilder in ihm aufkommen lassen... Erinnerungen an blutige Taten, längst verdrängt...
"Wenn man in derselben Stadt lebt, ist deine Institution wohl kaum zu übersehen", kam es vom anderen Ende der Leitung.
"Was willst du von mir, du Bestie?", knurrte Kane, und seine freie Hand krampfte sich um den Rand der lakierten Tischplatte.
"Flipp nicht gleich so aus." Angelas blieb ruhig, wie immer: "Es hat sich einiges geändert in den letzten zehn Jahren. Ich will mich nur mit dir treffen, um etwas zu besprechen, und zwar morgen Abend."
"Vergiss es!", zischte Kane, "Es hat sich gewiss etwas verändert in dieser Dekade - in deine Fallen werde ich nie mehr tappen... nie wieder."
Im letzten Teil des Satzes klang eine gewisse Bitterkeit in der Stimme des jungen Mannes mit.
"Zu deiner Information:", erwiderte Angelas, "Du wirst nicht der einzige anwesende Mensch sein. Es kommen noch ein Postbote, ein Pizzabäcker, eine Mall - Aushilfe und zwei Schulkinder." Zufrieden gab er sich einem Schmunzeln hin, als vom anderen Ende der Leitung irritiertes Schweigen kam.
"Was soll das Ganze?", brachte Kane schließlich leise hervor und vergrub sein Gesicht in der Fläche der freien Hand.
"Ich brauche vielleicht deine Hilfe."
Elaine St. Louis
"Ihr Schreibstil hat sich grundlegen geändert. Zu Anfang des Jahres haben mir noch die Beiträge zu Kunst und Musik gefallen, z.B. hier, die Rezensionen von 'The Fading' oder K. S. Pantis 'Tod Nach Dem Tod'. Gefällt mir beides. Aber dieser 'Tip Der Woche' hier fällt völlig aus der Reihe! Die SChlagzeile ist gut gewählt, aber fällt Ihnen nicht selbst auf, dass der Text absolut unüberzeugend ist?" Der pummelige, gebrillte Mann sah über den Rand seines Binokels vielerwartend auf seine jüngste Angestellte herab.
Diese schwieg.
"Ich meine, Ihre Zeilen sprechen förmlich davon, dass Sie niemals persönlich in dieser Kanzlei gewesen sind. Oder irre ich mich?"
"Nein, das tun Sie nicht", antwortete Elaine monoton.
"Ja und warum nicht?" Ihr Chef musterte sie von oben bis unten: "Für derartige Artikel sollen Sie sich doch genügend Zeit nehmen, und nicht sich irgendetwas aus den Fingern saugen!" Dann legte er eine Pause ein, und während Elaine geduldig wartete, blätterte er nocheinmal die Seiten ihres Artikels durch.
"Ich möchte, dass Sie morgen die besagte Kanzlei aufsuchen und mir dann Genaueres berichten. Beobachten Sie Arbeitsweise und Themenkreise, und schreiben Sie diesen Artikel neu. Am Sonntag kann er ja noch eingefügt werden, ich gebe dem Layout - Team bescheid."
"Gut, mach ich. War's das?" Leicht nervös klopfte Lanie mit den Fingernägeln auf die Tischplatte ihres Chefs, auf welcher ein kleines vergoldetes Schild mit der Aufschrift "G. Hammor" prangte.
"Ja, das war's. Frohes Schaffen", entgegnete Hammor selbst, bevor die Reporterin sich endlich erheben und schweren Herzens sein Büro verlassen durfte.
LadyFortuna
Du lässt mich in deiner Geschichte vorkommen, und ich lese sie nicht einmal....
....Schande über mich?
Elaine St. Louis
Naja, du wolltest sie ja erst lesen, wenn sie fertig ist, hatten wir doch abgemacht, oder? *g*
(Übrigens: Herzlich willkommen!

)
Elaine St. Louis
"Wie immer."
"Pizza Speciale und Cinzano Rosso?"
"Ganz genau."
"Einen Moment." Für einige Herzschläge verschwand Tulio in der Küche. Es war nicht viel los am Freitag morgen; Einige wenige Besucher hatten sich über die kleine Pizzeria Saliva verteilt, und an der Bar hatte sich sein bester Freund, Miguel Ferres, niedergelassen. Seine Frühschicht als Schulbusfahrer war vorbei, und Freitags pflegte er es, seinen Kumpel bei der Arbeit zu besuchen.
Durch ein Drehkreuz begab der Kellner sich wieder hinter die Bar, füllte ein flaches Glas mit dem bestellten, rot-braunen Getränk auf und gab eine ordentliche Portion gebrochenen Eises dazu, bevor er es seinem Freund servierte: "Bitte schön. Geht auf's Haus."
"Danke dir", entgegnete Miguel und nippte an dem beschlagenen Glas, "Was gibt's Neues?"
Auf diese Frage gab Tulio zunächst keine Antwort. Stattdessen sah er sich in der Pizzeria um, als ob er überprüfte, ob denn niemand ihrer Konversation lauschen konnte. Dann beugte er sich etwas näher zu Miguel und stützte sich mit den Ellbogen auf die Theke: "Ich halte vielleicht Ausschau nach einem neuen Job."
"Und wieso so geheimniskrämerisch?", forderte Miguel zu erfahren, mit einem wissensdurstigen Grinsen auf den Lippen.
"Wel ich noch nichts sicher weiß", erklärte Tulio durch die Zähne, "Und weil meine eventuelle Alternative sehr fragwürdig ist." Auf einen unverwandten Blick von Ferres begann er die Geschichte zu erzählen, wie sie ihm und Seiya widerfahren war. Mit jedem Satz Tulios wurden Miguels Augen größer. Als er langsam verstand, dass die ganze Sache mit Tulios "leicht" krimineller Tätigkeit als Hacker zu tun hatte, beugte er sich noch tiefer zu seinem Kumpel herunter und lauschte gespannt.
"Tja, und ich denke mal, dass die mich für technische Dinge brauchen... was auch immer für Dinge das sein mögen."
Einige Sekunden benötigte Miguel, um die Information einsickern zu lassen.
"Hmm... der einzige Haken an solchen zwielichtigen Gesellschaften ist, dass du entweder einen Hammervorteil hast, wenn du mit ihnen befreundet bist, und die Arschkarte hast, wenn du dich gegen sie auflehnst", sprach er schließlich, nachdenklich in sein Glas blickend.
"Naja, ich würde ja verstehen, wenn sie irgendwelche Informationen an mich weitergegeben hätten, die ich ausplaudern könnte - aber das haben sie nicht", entgegnete Tulio, "Ich weiß von nichts, was für sie von Gefahr sein könnte."
"Glücklicherweise", fügte Ferres schnell hinzu, "Was meint Seiya denn zu der ganzen Sache?"
"Hmm... also vorgestern Nacht war er 100%-ig entschlossen, da nicht einzusteigen."
"Und jetzt?"
"Naja, immer noch, denke ich." Tulio überlegte kurz: "Ich habe ihn seitdem nicht gesehen."
"Hmm." Miguel rührte die Eisbrocken in seinem Glas um, während er sich den nächsten Satz zurechtlegte: "Ich würde ja sagen, schau mal hin, und finde heraus, was die genau von dir wollen, aber es könnte riskant sein..."
Plötzlich sahen die beiden Freunde sich gezwungen, die Köpfe hoch zu reißen, als ein Trupp Männer, gekleidet in schwarz und blau, die Pizzeria betraten.
Tulio wurde kalt. Die Polizei.
Elaine St. Louis
"Oh Gott, Miguel, ich bin nicht da", stammelte er tonlos, den Blick nicht von den neuen Besuchern abwenden könnend. Stirnrunzelnd wandte auch der Angesprochene sich um, um die Neuankömmlinge zu beäugen. Tulio versuchte indes, möglichst unauffällig auszusehen, indem er sich zaghaft dem graumelierten Tresen zuwandte und ihn mit einem Putzlappen zu schrubben begann. Die Polizisten bahnten sich währenddessen ihren Weg nach vorn, den anderen Besuchern Ruhe bedeutend. Als einer von ihnen, ein erfahren aussehender Mann Ende 30, schließlich neben Miguel stand, und dieser seinem Freund einen bedeutenden Blick zuwarf, legte Tulio den Lappen beiseite und überspielte seine Nervosität professionell, indem er ein nichtsahnendes, freundliches Gesicht aufsetzte: "Bitte schön, Officer?"
"Guten Tag, mein Name ist John Patrick, vom Department 7", sprach jener und wies sich durch das Vorzeigen seiner Dienstmarke aus, "Sind Sie Mister Tulio Cordez?"
Das Herz sank dem jungen Spanier in die Hosentasche. Gerade, als er zu einem Kopfschütteln und einer Antwort ansetzen wollte, fuhr der Cop tückisch fort: "...Oder sollte ich besser sagen: 'Spaniard'?"
Für einige Herzschläge blieb Tulio die Luft weg. Sie hatten ihn. Tatsächlich waren sie auf seine Spur gestoßen, seinen Codenamen herausgefunden und ihn verfolgt. Bevor er genau wusste, wie ihm geschah, war er auch schon hinter der Küchentür verschwunden und lehnte sich nun keuchend und seine gesamte Kraft aufreibend gegen sie, während seine Gedanken es vorzogen, Achterbahn zu fahren. Sie waren hier. Das war das Ende.
Während er innerhalb von Sekunden versuchte, seine nächsten Handlungen bis aufs letzte Detail zu planen, hörte er, wie hastige Schritte sich der Tür näherten. Eine eiserne Faust schlug dreimal dagegen, bevor Patrick mi einer ebenso festen Stimme verkündete: "Öffnen Sie die Tür, oder wir sehen uns gezwungen, sie einzuschlagen!"
Tulios Herz schlug immer schneller, während er krampfhaft versuchte, die Panik, die ihn innerlich zerriss, nicht Oberhand gewinnen zu lassen. Die Tür konnte er nicht absperren, und würde er weichen, hätten die Cops ihn sofort. Aber er würde ebenso wenig deren Einbruchversuchen standhalten können.
Er war gefangen.
Sein Blick flitzte wild durch den polierten Küchenraum, als er aufgebracht nach irgendeinem schweren Gegenstand suchte, den er in Windeseile vor die Tür schieben konnte. Schließlich blieben seine Augen an dem eisernen Trockengestell hängen, welches unglücklicherweise in einer Entfernung von mehreren Metern von ihm stand. Auch wenn es eine akrobatische Hochleistung bedeutete, war dies Spaniards letzte Chance. Also stämmte er sich mit seiner letzten Kraft gegen die Tür, schmiss seine Beine nach vorn und versuchte mit ihnen das in Gedanken verfluchte Trockenregal zu angeln. Dies gelang ihm jedoch erst beim dritten Versuch, denn er musste sich gleichzeitig auf seine Arme konzentrieren, die vor Anstrengung schon weiß geworden waren. SCheppernd und krachend fiel das eherne Gestell zu Boden. Mit einem Satz war Tulio unten, packte es und klemmte es schräg unter den Türgriff. Und ein Schmunzeln huschte über die trocken gewordenen Lippen Spaniards, als das schwere Gerüst einem Schlag oder Tritt gegen die Tür standhielt. Schnell schickte er ein Stoßgebet auf seiner Muttersprache gen Himmel, bevor er den Griff der Hintertür umfasste und hinter ihr verschwand.
Elaine St. Louis
Der Hinterhof bot Tulio Schutz, denn die Cops waren anscheinend nicht auf die Idee gekommen, das Gebäude zu umzingeln. Gehetzt sah er sich um, denn der Spanier durfte sich von der vermeintlichen Sicherheit nicht in die Irre führen lassen. Er musste mit dem Schatten eins werden, und die Geräusche, die seine Schritte erzeugten, irgendwie verstummen lassen.
Allmählich wurde der Himmel düster. Ein Wind kam auf und schleuderte gnadenlos ein paar Pappbecher und Kartonteile erst gegen die eine, dann gegen die andere Wand des Hofs, und jetzt fiel Tulio auf, dass ein Gewitter sich anbahnte. Ein wenig innerliche Ruhe gewährte ihm die Erkenntnis, dass die leise krachenden und grollenden Geräusche nicht von irgendwelchen Lastern stammten, die sich seinem Standort näherten, sondern von den tropfenschwangeren Regenwolken, die vom Westen aufkamen.
Eine zu große Geschwindigkeit durfte Spaniard sich nicht erlauben, denn würde er eilig gehen, würden seine Schritte von weitem zu hören sein. Stattdessen schlich er auf Samtpfoten der Wand entlang und spitzte schließlich unter ihr hervor. In Gedanken dankte er Tausende und Abertausende von Malen dem Trockengestell.
Die Polizisten hatten ihre zwei Wagen also beide vor der Pizzeria geparkt. Sie konnten doch unmöglich so dumm sein! Aber dieses Missgeschick ihrerseits musste Tulio jetzt nutzen. Es war schon ein Stück bis zum nächsten Häuserblock, hinter dem er verschwinden konnte, und auf dem Weg von der Pizzeria bis dahin könnte man ihn sehen - es sei denn, er wäre schnell und leise. Er musste sich ein Herz fassen, denn das war seine einzige Möglichkeit, vorerst doch in Sicherheit zu geraten. Er war sich bewusst, in diesem Block wohnte Seiya, und dort könnte er unterschlüpfen, wenn auch nur für kurze Zeit, bis seine Verfolger ihn verloren hätten. Und dann... nein, soweit denken wollte Cordez noch nicht. Als erstes musste er sich darauf konzentrieren, über die Straße zu kommen. Und das tat er. Kein anderes Gebäude erstreckte sich in der Nähe, das ihm Schutz bieten konnte, und somit sah er sich gezwungen zu rennen - einfach nur auf die andere Seite, über die Straße zu rennen, ohne gesehen zu werden. Auf ein gedachtes "Jetzt oder nie" warf er noch einen Blick über die Schulter und wollte lossprinten, aber der plötzliche Schreck, den die eiligen Schritte aus der Küche in ihm weckten, stach in alle seine Einzelteile und lähmte ihn für Bruchteile von Momenten, nur, um ihn darauf mit einer noch enormeren Geschwindigkeit davonzuschicken.
Für wenige Sekunden fühlte Tulio sich, als wäre er der Westwind, welcher zur selben Zeit die Regenwolken über seinen Kopf gejagt hatte. Kaum hatte er verstanden wie ihm geschah, betrachtete er die völlig verdutzten Cops, die sich nun aufmachten, ihn im Hof und der Umgebung zu suchen, aus sicherer Entfernung. Herzschläge lang sah er ihnen beim hetzigen und doch unbeholfenen Herumwühlen zu, bevor die Erschöpfung, welche ihm die kurze Sprintstrecke doch zugefügt hatte, sich in ihm breitmachte. Keuchend und schwitzend lehnte er sich an die steinerne Wand, die im Augenblick seine Rettung darstellte, und schloss für einen Moment der Erholung die Augen. Als sein Atem aufgehört hatte, stoßweise zu gehen, tastete Tulio nervös nach seinem Handy und tippte mit vor Schwäche zitternden Fingern eine Nummer ein.
"Seiya, wo bist du?... Daheim? Sehr gut, bleib wo du bist, ich bin gleich bei dir."
Es begann zu schütten.
LadyFortuna
Ich glaube es ist einfach nicht meine Richtung.
Also Schande über mich!
data-morgana
ich finds nach wie vor großartig....
weiter so. macht super spaß das zu lesen...
cya
data
LadyFortuna
Na wenigstens hast du hier deine Fans...
und wer weiß... vielleicht les ichs ja doch nochmal *gg*
wenn es fertig ist...falls es fertig wird...da haben wir beide das gleiche Problem... Geschichten anfangen und... du weißt ja
Elaine St. Louis
Erstmal wieder ein Dankeschön an Data.
@Lady: well, ja, ich weiß nicht, wieviele angefangene und hingeschmissene Geschichten ich daheim bereits rumliegen hab. Mittlerweile dürften es um die 10 Stück sein.
Aber bei HFC bin ich recht zuversichtlich, dass zumindest der erste Teil davon fertig wird.
LadyFortuna
Ich befinde mich gerade in einer Krise. Neue Ideen gehen mir durch den Kopf, verflucht dazu wieder hingeschmissen zu werden, wenn sie begonnen wurden. Angefangene Geschichten quälen mein Gewissen....ich kann sie doch nicht einfach liegen lassen.
Elaine St. Louis
"Tulio, bist du das? Hallo?"
"Tut - tut - tut - tut..."
Die Verbindung war bereits abgebrochen, als Seiya verdutzt das Display seines Mobiltelefons anblickte. Schulterzuckend legte er auf und streckte sich. Dann knipste er den Fernseher aus und warf eine Scheibe von Linkin Park ein, nur, um den CD-Player nach einem paar schwerer Akkorde wieder der Stille zu überlassen, er durfte die Türklingel ja nicht überhören. Aber die Vorsichtsmaßnahme erwies sich inder nächsten Sekunde als überflüssig. Denn das Klingeln stellte sich als heftiger als erwartet heraus. Man hatte das Gefühl, der Finger des Besuchers würde im nächsten Moment zur anderen Seite des Apartments herauskommen.
Aufgeschreckt sprang Seiya zur Tür und öffnete sie, ohne einen Blick in den Spion zu werfen, denn seine einzige Sorge war im Moment, den Lärm der Klingel verstummen zu lassen. Und sofort wurde er vom keuchenden und aufgebrachten Tulio überrumpelt:
"Lass mich rein, lass mich rein!"
"Jajaja, ist ja gut, komm rein, los!", brachte Seiya hervor und ließ sich mit dem Rücken gegen die Tür fallen, während Spaniard sich, ohne kurz durchzuatmen, dranmachte, die Jalousien im Wohnzimmer herunterzulassen. Als er diese Arbeit beendet hatte, ließ er sich auf die schmale, mit Gold und Perlen bestickte, braune Couch fallen, auf der der Wohnungsbesitzer bis vor Kurzem gelegen hatte.
"Ich wusste gar nicht, dass du an Paranoia leidest!"
Seiya hatte sich genähert und lehnte nun am Türrahmen mit Blick ins abgedunkelte Zimmer.
"Sehr lustig."
Der Angesprochene beruhigte seinen Atem allmählich: "Die haben mich geknackt."
"Wie geknackt?" Erpicht darauf, Neues zu erfahren, ließ Ko'Unar sich auf einen der vielen Stühle und Sessel im Zimmer nieder: "Wer?"
"Na die Polizei. Ich bin aufgeflogen, Mann", erläuterte Tulio knapp.
"Scheiße", entglitt es dem Postboten, "Pläne?"
"Untertauchen." Cordez hatte sich inzwischen beruhigt und sich gerade aufgesetzt: "Ich muss weg; Zumindest für einige Zeit."
"Wo willst du hin?", fragte der Inder tonlos, stützte einen Ellbogen auf den Tisch vor sich und bettete das Kinn in seine Hand, "Ich meine, du bist hier herzlich willkommen, aber wer weiß, wie lang wir hier sicher sind, wenn sie deinen Rechner schon orten können. Mit der Verbindung zu deinem Rechner kennen sie deine Daten, und dadurch auch deine Kontakte. Sie wissen auch, wie du aussiehst, das heißt, du dürftest dich tagsüber auch nicht mehr draußen zeigen."
"Ja, ich weiß." Seufzend ließ Tulio seinen Kopf in die Hände sinken: "Und ich werde dich auch nicht weiter belasten, ich find schon was."
"Darum geht's nicht. Wenn wir schon in den Knast rattern, dann gemeinsam", versicherte der Postbote grinsend, "Aber es sollte nicht passieren. Bemühen wir uns darum, dass..."
"Borentaz", sagte der Spanier plötzlich, worauf Seiya seinen Monolog unterbrach und ihn verwundert musterte: "Was?"
"Borentaz", wiederholte Tulio, diesmal mit Blick auf seinen Gastgeber, "Das ist es."
Aufgeregt stand er auf und fing an, im Zimmer hin und her zu laufen: "Erinnerst du dich an seine Kanzlei? Was die uns alles erzählt haben?"
Nichtsverstehend sah Seiya zu ihm auf.
"Sie arbeiten inkognito und nachts", fuhr Spaniard währenddessen unbeirrt fort, "Sie schützen die Identität ihrer Mitarbeiter."
"Was willst du damit sagen?" Seiya war eine böse Vorahnung deutlich anzumerken.
"Ich will damit sagen, dass du, verdammt nochmal, endlich deinen Stolz ablegen sollst, und dass wir Borentaz unverzüglich aufsuchen! Es ist vielleicht nicht unsere letzte Möglichkeit, aber wir sollten sie ergreifen, wenn sie sich schon bietet. Wir könnten weiterleben, aber anders, und noch dazu Geld verdienen! Inkognito!"
"Du willst doch nicht... doch, du willst", seufzte Ko'Unar ergeben und vergrub sein Gesicht in den Armen, "Tu, was du willst, aber ich rufe diesen Schleimer gewiss nicht an."
"Nicht anrufen! Hingehen!" Scheinbar hatte die Idee von Tulio Besitz ergriffen: "Wir müssen da hingehen! Er wollte uns heute Abend doch ohnehin sehen!"
"Leb wohl, Tageslicht", murmelte Seiya tonlos, "Das meinst du doch nicht im Ernst!"
"Ich verstehe nicht, was du dagegen hast!"
"Was ich dagegen - was ich DAGEGEN hab? Der Typ ist ein Krimineller!"
"Ach, und was bist du?"
Darauf folgte ertapptes Schweigen.
Elaine St. Louis
"Goyle, pass! Werf! Nein, fang! Ooch Mann, ihr seid doch alle strunzdämlich!"
"Mach's halt besser!" Mit einer leichten Wutröte im Gesicht warf der Angesprochene Charles den eiförmigen Ball zu.
"Kein Problem!", entgegnete jener eindringlich und machte sich auf den Weg aufs Spielfeld. Abgepasst wurde er von einem dunkelhäutigen Jungen mit langen Rastazöpfen: "Na komm schon, Scully, zeig, was du drauf hast!"
"Oh, weit mehr, als du dir denken kannst, Jones!", erwiderte Charlie belächelnd und täuschte einen Wurf vor. Sein Gegner zuckte leicht, ließ lich aber nicht aus seiner Position bringen. Scully beförderte den Ball in Richtung seiner Teamstürmer, bevor er elegant an Jones vorbeihuschte, um sie zu erreichen. Dieser ließ sich aber dennoch nicht irritieren, und er und seine Mannschaft folgten rennend auf bereits schwerer werdenden Beinen den anderen. Schließlich gelang es einem der Spieler aus dem Emerson Team den Ball an sich zu reißen. Jones sah es noch von Ferne. Er sprintete rückwärts, auf das Tor des Johnson Teams zu, und deckte hastig eine Abwehr.
"Mach sie platt, Josh!", erklang die Stimme des zuvor erfolgreichen Stürmers, und schon flog der Ball hoch durch die Lüfte.
"Banausen!"
Josh fuhr herum. Es war eine Mädchenstimme.
Diese kleine Unaufmerksamkeit nutzte die Abwehr aus. Der Junge stützte sich auf die Schulter des Angreifers, packte den Ball mit einer Hand und beförderte ihn sogleich wieder zurück in die Mitte des Felds.
Josh deutete einem Kumpanen währenddessen den Auswechsel an, und eilte zu dem Mädchen, dessen Worte er Sekunden zuvor vernommen hatte. Es war Jessica, mal wieder umringt von ihren dunkel gekleideten Rockerfreunden.
"Wie kann man nur mit einem Football Handball spielen?", rief sie ihm noch aus einiger Entfernung zu.
"Wie du siehst, geht es!", entgegnete Josh, "Oh Mann, Jess, ich hätte so ein geniales Tor machen können! Was willst du überhaupt hier?"
"Ich wollte nur sagen, dass ich heute Abend weg bin", erklärte sie knapp, "Wie lang, weiß ich nicht. Sag bitte den anderen bescheid, ja?"
"Und dafür hast du mich JETZT gebraucht?!"
"Ja!" Jessie grinste zufrieden.
"Wohind des Wegs, wenn man fragen darf?"
Alle Köpfe wandten sich nun zu dem dazugekommenen Charlie, der den Jungs eine Auszeit angedeutet hatte und sich jetzt den Geschwistern näherte. Jessica musterte ihn derweil leicht unverwandt, bevor sie zu einer Antwort ansetzte: "Heute ist doch Freitag, weißt du nicht mehr?"
Charles grinste hintergründig: "Ich hätte nicht gedacht, dass du dich hingehen traust!"
"Wo hingehen?", setzte Josh leicht aus dem Konzept gebracht ein. Aber die anderen schenkten ihm keine Beachtung.
"Ich hätte nicht gedacht, dass DU dich hingehen traust!" Auf Stichelei folgte Stichelei.
"Wollen wir wetten?"
"Also ich werde dort sein!"
"Wann? Es wäre zu schade, dich zu verpassen!"
Jessie überlegte kurz: "Gegen elf?"
"Gebongt!"
Elaine St. Louis
Langsam aber sicher wandte der Freitag sich seinem Ende zu.
Erleichtert über den Zapfenstreich eines wie immer langweiligen und -wierigen Arbeitstages hängte Samantha ihre Uniform in ihren Spind im Angestelltenbereich, richtete den Kragen ihrer schwarzen Polyesterbluse und machte sich auf den Weg zum Hinterausgang. Endlich konnte sie nach Hause gehen, vielleicht ein wenig fernsehen und sich einigen wenigen Stunden Schlafes hingeben, bevor sie sich wieder der öden Routine widmen musste.
Aufgrund ihrer so oder so schon etwas geschädigten Nerven behielt sie ihre Gleichgültigkeit, als sie im verlassen geglaubten Gebäude schnelle Schritte hinter sich hörte. Umzudrehen brauchte sie sich nicht - allein am Klang des Ganges erkannte sie Mr. Hoepher, ihren Vorgesetzten. Er hatte sie wohl gesucht, und war jetzt auf dem Weg von der Angestelltenzone in sein Büro.
"Bis morgen", murmelte Sam, ohne ihn eines Blickes zu würdigen. Eingebildeter Testosteronschnösel...
"Nichts da, 'bis morgen'", erwiderte der Angesprochene im Vorbeigehen, und drückte der Aushilfe ein Blatt Papier in die Hand, "Sie brauchen nicht mehr zu kommen. Ein schönes Leben noch."
Mit diesen Worten verschwand er hinter seiner Tür, um das Büro abzusperren und ebenfalls seinen Arbeitstag zu beenden.
Schließlich doch etwas verdutzt blieb Samantha stehen und las die letzte Botschaft, die ihr Chef ihr wohl mitzuteilen hatte.
Es war eine bereits unterzeichnete Kündigung.
"Arschloch", murmelte Sam, zerriss den Zettel und ließ die Schnipsel im Vorbeigehen vor Hoephers Bürotür fallen.
Sie wunderte sich über sich selbst, aber sie hatte keinen Bedarf, sich über die ihr unberechtigt scheinende Handlung Hoephers zu ärgern. Dazu war sie zu müde; und morgen würde auch noch ein Tag sein, um sich zornigen Gedanken zu widmen...
Gleichgültig und mit den Gedanken wo ganz anders schritt sie in die warme Abendluft heraus. Der hellblaue und langsam in ein sanftes Rosa übergehende Himmel mit purpurnen Streifenwolken, die von weißen Flugzeugspuren überlappt wurden, beeindruckte sie kein Bisschen. Wenigstens konnte sie jetzt ausschlafen...
Schon jetzt, auf dem gerade angebrochenen Heimweg, sah Samantha sich in ihrem schmalen, aber bequemen Bett in ihrem abgedunkelten Apartment, zwei Straßen weiter. Heute Abend würde sie nichts aus der Ruhe bringen können...
... bis auf höchstens das plötzliche Klingeln ihres Handys. Einen Bruchteil einer Sekunde dachte Sam daran, das Gerät einfach nur auszuschalten, besann sich dann aber doch eines Besseren und nahm den Anruf entgegen: "Hallo?"
"Sam, hi, hier ist Monica. wie geht's dir?"
Überrascht, an diesem Abend doch noch eine angenehme Stimme zu hören, lächelte Samantha endlich: "Danke, es geht mir gut. Ich bin frei."
"..........Definiere..?"
"Ich wurde heute entlassen."
"Was? Wieso?" Trotz Mühen gelang es Mania, verwirrt zu klingen.
"Ach, keine Ahnung. Ist mir auch egal. Jetzt hab ich wenigstens mal Zeit für etwas anderes."
"Das tut mir Leid."
"Ach so ein Quatsch, muss es nicht. Heute hab ich echt keinen Nerv, mich auch noch über diese Deppen zu ärgern. Aber was gibt es denn, warum rufst du an?"
Am anderen Ende huschte ein Lächeln über Monicas Lippen. Auf ihrem Drehstuhl sitzend sah sie kurz zu dem sie erwartungsvoll musternden Angelas und sprach unbeirrt weiter: "Eigentlich wollte ich dir nur mal vorschlagen, mich heute bei der Arbeit zu besuchen. Wir haben da heute eine Versammlung, die dich interessieren dürfte."
"Ach ja?" Skeptisch zug Sam eine Augenbraue hoch: "Glaubst du, ja?"
"Ich bin mir sogar sicher." Moe klang resolut: "Wie wäre es so gegen elf?"
Schon wieder ein Zwischenfall, der sie wohl von ihrem geliebten Bett fernhalten würde... Samantha seufzte: "Na gut, und wo?"
"Die kleine Kanzlei liegt direkt gegenüber von der Mall."
"Und dein Chef hat nichts dagegen?"
Angelas schmunzelte.
"Nein, nein", bestätigte Monica schnell, "Er hat dich sogar persönlich eingeladen."
Eine solche Wendung des Gesprächs hatte Samantha keinesfalls erwartet.
"Ähm... gut", sprach sie langsam in den Hörer, bevor sie auflegte, "Ich werde dort sein."
LadyFortuna
Okay, ich habs gelesen