data-morgana
als ich eben gerade gelesen habe, daß mal wieder ein kostenpflichtiger dienst für musik download an den start geht und der preis pro track zur abwechslung mal wieder bei 99 cent liegt, hab ich mal folgenden brief verfasst. der ist definitiv noch nicht raus gegangen. grob gesagt, schwebt mir eigentlich vor, daß ganze ding online zu stellen mit einer virtuellen unterschriftensammlung und das ganze dann großzügig an die beteiligten (also vorrangig labels) zu verteilen. falls noch jemandandem der eine oder andere punkt dazu einfällt: bitte hier posten
insbesondere sind lösungsansätze gefragt!
cya
data
insbesondere sind lösungsansätze gefragt!| Zitat: |
liebe musikindustrie, daß der straßenpreis für cd's zu hoch ist, ist allgemein anerkannt. durch flatrates und sharing netzwerke sind die konsumenten weitestgehend von den normalen vertriebswegen abgekommen. dauernd jammerst du über umsatzeinbußen und verklagst lieber die nutzer anstatt ein faires (und brauchbares) online angebot zu schaffen. das userverhalten in den börsen hat sich dadurch afaik nicht wirklich verändert. was wäre also der richtige weg um dich und mich gleichermaßen zufriedenzustellen? erinnern wir uns zurück an die zeiten in der es noch keine cd brenner gab: auch damals gab es kopien. okay, es wurde nicht in denselbem ausmaß kopiert wie heute und die qualität von tapes...jeden sommer gab es verluste weil tapes im auto lagen. die auswahl war im gegensatz zu heute sehr dünn, weil man jemanden kennen musste der die platte/cd gekauft hatte. hast du dich beschwert? nein, hast du nicht. dann erschien napster auf der bildfläche. die ersten schwachen stimmen wurden laut. aber mal ehrlich: zu napsters zeiten war kein dsl in sicht und flatrates waren unbezahlbar. napster war brauchbar um "mal in die neue cd von xy reinzuhören" mehr aber auch nicht. als dann dsl flatrates plötzlich standard wurden begann der tanz. bei den konsumenten brach der urinstinkt des jagens und sammelns aus und du fingst an umsatzeinbußen zu beklagen. allerdings frage ich mich, wie real diese umsatzeinbußen sind. wieviel prozent der leute die sich sagen wir mal...die neue platte von britney spears saugen, wären auch in den laden maschiert und hätten sie sich gekauft wenn sie nicht kostenlos greifbar gewesen wäre? und was tust du? du konterst mit völlig abstrusen online angeboten. in den kostenpflichtigen diensten scheint sich der preis von 99 cent pro song durchzusetzen. geht man davon aus, daß ein durchschnittlicher longplayer 13 tracks hat, sind wir bei 12,87 euro bis die reine musik auf meinem rechner liegt. nun möchte ich diese musik (für die ich bezahlt habe) ja nicht nur zuhause, sondern z.b. auch im auto hören. also brauche ich einen rohling. damit das ganze nicht so lieblos aussieht, drucke ich mir auch noch das cover aus. mit farbe und papier kostet mich die fertige cd etwa 14 euro gegenüber einer bestellung bei einem mailorder der 15 bis 16 euro für dieselbe cd nimmt. diese 1 bis 2 euro nehme ich mal an, ist die gewinnspanne des händlers. allerdings bekomme ich beim händler das ganze mit einer professionellen optik in hochglanz, booklet, bedruckter cd und desöfteren auch noch in form eines digipacks. mir fehlt schlicht und einfach die relation in der rechnung. als ein beliebtes argument für die preise führst du gerne die hohen produktionskosten sowie die kosten für werbung an. ha! das ich nicht lache. jeder trottel kann sich für 100 euro die passende software kaufen und damit bessere musik machen. das meiste wird doch mittlerweile sowieso digital verarbeitet. und werbung...wieso braucht musik werbung? wenn sie gut ist, wird sie gekauft und wenn sie schlecht ist bleibt sie eben ein ladenhüter. für elvis, die beatles oder die sex pistols wurde doch auch nie großartig geworben und sie haben sich verkauft als gäbe es kein morgen. ach ja, die qualität der musik (im mainstream bereich jedenfalls und der ist ja dein sorgenkind) ist ja so einzigartig, daß du durch werbung für superstars & co bedürfnisse wecken musst, die es sonst nie gegeben hätte. entschuldige, daß ich daran nicht gedacht habe. liebe musikindustrie, bitte schaffe mir ein online angebot in dem nicht nur deine retorten musiker zu unfairen preisen verschleudert werden und du wirst sehen, daß es dir gar nicht so schlecht geht wie du es mir einreden willst. wie wäre es, wenn jedes label sein eigenes online angebot schafft? dann musst du nicht mit irgendwelchen vermittlern teilen und könntest mir die musik zu einem fairen preis verkaufen. denk mal drüber nach! |
cya
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