data-morgana
bleibt doch nur zu hoffen, daß sich jemand für den vertrieb findet...
cya
data
| Zitat: |
Der Disney-Konzern, Eigentümer der US-Filmfirma Miramax, will verhindern, dass Michael Moores neue Dokumentation "Fahrenheit 911" in die Kinos gelangt. In dem Film kritisiert der Oscar-Preisträger die Politik George W. Bushs nach dem 11. September 2001. Filmemacher Moore: "Manche Leute haben Angst vor diesem Film" New York - Wie die "New York Times" am Mittwoch berichtet, untersagte Disney seinem Tochterunternehmen Miramax bereits im vergangenen Jahr, Moores Dokumentarfilm "Fahrenheit 911" in die Kinos zu bringen. Disney kaufte Harvey Weinsteins erfolgreiche Filmfirma (u.a. "Chicago", "Kill Bill") vor zehn Jahren und behielt sich die Option vor, bestimmte Filme zu blockieren, wenn sie gegen die Firmeninteressen verstoßen. Miramax wehrte sich aber gegen den Vertriebsstopp von "Fahrenheit 911", da eine Anwendung der Vertragsklausel in diesem Fall nicht gerechtfertigt sei. Miramax, die über die Vertriebsrechte des Films verfügt, wolle nun versuchen, den Moore-Film über ein Partnerunternehmen zu vertreiben, das nicht unter Disney-Kontrolle stehe, berichtete das Branchenblatt "Variety" unter Berufung auf einen Firmensprecher. "Fahrenheit 911" umfasst die Zeitspanne kurz vor und nach den Terroranschlägen vom 11. September 2001 und rückt den derzeitigen US-Präsidenten George W. Bush in ein denkbar schlechtes Licht. Zudem werden Fragen nach Verbindungen Bushs mit mächtigen saudi-arabischen Familien, darunter der von Terroristenführer Osama bin Laden, aufgeworfen. Unabhängig von Disneys Bemühungen in den USA, den Film zu blockieren, wird er im Mai beim Filmfestival in Cannes im Rahmen des Wettbewerbs Premiere feiern. Ein US-Start war bislang für Juli ins Auge gefasst worden. Unterdessen dürfte die umstrittene Entscheidung des Mutterkonzerns zu heftigen Auseinandersetzungen zwischen Disney-Boss Michael Eisner und Miramax-Chef Weinstein führen. Michael Moore selbst stellte auf seiner Website die Frage, ob Disney "in einer freien und offenen Gesellschaft" eine solche Entscheidung treffen dürfe. Der streitbare US-Filmemacher, der im vergangenen Jahr mit seiner Dokumentation "Bowling For Columbine" einen Oscar gewann, mutmaßt, dass "manche Leute Angst vor diesem Film haben, wegen der Inhalte, die er zeigt". Moores Sprecher Aro Emmanuel machte indes darauf aufmerksam, dass "Bowling For Columbine" lediglich drei Millionen Dollar gekostet, aber 120 Millionen Dollar eingebracht habe. Eisners Entscheidung, den Vertrieb von "Fahrenheit 911" zu untersagen, sei also finanziell falsch und zudem politisch unklug. |
cya
data